Der Junker ist da!
Am Mittwoch vor Martini, am 10.11.2010 war es soweit: Mit einem rauschenden Fest wurde die Premiere des Steirischen Junkers 2010 gefeiert.
Hier die wichtigsten Zahlen:
damit dann das Ergebnis feststand:
Der Steirische Junker 2010 ist im Gegensatz zum Vorjahr leichter, fruchtiger – eben steirischer. Die Weine sind schlanker, trinkfreudiger und haben eine fruchtige Säure. Es macht sehr viel Spaß den Junker zu trinken, weil die Weine sehr fruchtig sind und mit ihrer Leichtigkeit und Frische beeindrucken, also der ideale Ballwein sind.
Quelle: steirischerwein.at
Alle Infos zum Steirischen Junker finden Sie hier >>>>
Leider konnten wir nicht an einer dieser großen Präsentationen teilnehmen, gute Freunde brachten uns jedoch direkt aus der steirischen Gebietsvinothek vinofaktur der Brüder Polz aus Graz eine kleine, aber sehr feine Auswahl mit, die das vielfältige Spektrum an Junkern-Typen hervorragend abdeckt. In der Vinofaktur werden Spezialitäten des südsteirischen Weinlandes und Produkte des guten steirischen Geschmacks in einem Shop-in-Shop-Konzept angeboten.
„Sehr gut bleibt, wer immer besser wird!“. Nach diesem Leitsatz engagieren sich Erich und Walter Polz vom gleichnamigen Weingut am Grassnitzberg in verschiedenen Projekten, die der Genusskultur gewidmet sind. Und in diesem Sinn haben sie auch die Vinofaktur Graz im September 2007 eröffnet. Einen bestens sortierten Weinshop mit reichem Delikatessen-Angebot, der das ganze kulinarische Spektrum der Südsteiermark unter einem Dach vereint.
Das Besondere am steirischen Junker ist die einmalige Verbindung von jugendlicher Frische auf höchstem Qualitätsniveau. So sind in der Weinbauern-Gemeinschaft des Steirischen Junkers auch sämtliche Spitzenwinzer der Region vertreten, die mit ihren Klassik und Lagen-Weinen international größte Hochachtung genießen.
Willi Sattler, Sprecher der Marktgemeinschaft Steirischer Wein:
„Beim Junker ziehen mehr als 300 Winzer an einem Strang. Jeder Junkerbauer bürgt mit seinem Namen am Etikett für den Wein. Wir kontrollieren sehr streng und stellen sicher, dass nur die beste Qualität gefüllt wird.“
Der Junker ist der Vorbote des neuen Jahrganges und durch seine Frische und Spritzigkeit ein herrlicher Trinkgenuß für die Wintermonate, bis dann im März die reiferen Jahrgangsweine folgen.
Hier nun die Favoriten unserer Junker-Verkostung 2010 und unsere Verkostungsnotizen:

Von der Südsteirischen Weinstrasse
Im Gebiet entlang dieser ältesten (sie feierte 2006 ihren 50. Geburtstag!) und bekanntesten aller steirischen Weinstraßen ist die Dichte an Qualitätsbetrieben besonders hoch. Die Südsteirische Weinstraße ist von den Orten Ehrenhausen, Gamlitz, Spielfeld und Leutschach zu erreichen. Direkt an der Weinstraße liegen sehr idyllisch die Orte Berghausen, Ratsch, Sulztal, Glanz, Langegg, Schloßberg und Eichberg-Trautenburg. Als besonders reizvoll empfinden Besucher die Fahrt entlang der "Neutralen Straße": Es ist wohl einmalig, dass zwei 2,5 km lange Straßenteile die Staatsgrenze zu Slowenien bilden.
Weingut Lackner-Tinnacher, Gamlitz - Fritz Tinnacher: "Für mich ist der Junker als erster Gruß aus dem Keller ein wichtiger Bote für den neuen Weinjahrgang. Auch heuer keltere ich den Junker ausschließlich aus besten Trauben von unseren eigenen Weingärten. Ich freue mich auf einen frischen Wein mit viel Frucht und jugendlicher Leichtigkeit, der durchaus auch nach dem Jahreswechsel Trinkfreude bereiten wird."
Junker 2010: „Die Cuvée aus Muskat-Ottonel und Morillon (Chardonnay) begeistert durch das üppige Bouquet des Muskatellers mit reifen, exotischen Fruchtnuancen, am Gaumen wunderbar ergänzt durch eine feinen Karamellnote vom Morillon. Sehr kraftvoll mit hoher Viskosität und ausgeprägten Aromen reifer, saftiger Orangen.“
Weingut Maitz, Ratsch - Wolfgang Maitz: "Er ist meine Möglichkeit dem Weinfreund ein Bild des neuen Jahrganges zu vermitteln. Er befriedigt die Neugierde, bevor dann im neuen Jahr die sortenreinen Weine gefüllt werden.Er lässt mich selber spüren wie sich der neue Jahrgang anfühlt und wie man mit den kommenden Klassik & Lagenweinen umgehen sollte, um diese bestmöglich zu vinifizieren. Er ist der Prototyp einer neuen Kollektion!"
Junker 2010: „Die wunderbare Cuvée aus Weißburgunder und Muskateller schimmert in hellem Gelbgrün im Glas und verströmt ein florales Kräuterbouqet mit schönen Würznoten, dazu feinfruchtige Aromen von Birne, Litschi und Limone. Am Gaumen ausgewogen, reintönig, straff und lebendig. Passt perfekt zu herbstlichen Kürbis und Gemüsegerichten.“
Weingut Sattlerhof, Gamlitz - Willi Sattler: „Junker ist die perfekte Möglichkeit, den Weinliebhabern einen kleinen Einblick in den neuen Jahrgang zu gewähren. Junker vermittelt für mich unkompliziertes Trinkvergnügen mit leichtem, frischen und fruchtigen Sortencuvees bis die Klassikweine des neuen Jahrganges nach entsprechender Reife ab Anfang März genossen werden können.“
Junker 2010: „In der Cuvée aus 30% Sauvignon blanc, 60% Müller Thurgau, 10% Riesling Sylvaner gibt der Sauvignon Blanc den Takt vor. Verführerische Fruchtaromen von exotischer Ananas, Stachelbeere, Aprikose und Pampelmuse in tollem Einklang mit zarten Blüten- und Gräsernoten führen zu einem auch am Gaumen ungemein klaren duftigen Wein mit toller Leichtigkeit und ausgewogenem Säurespiel.“
Weingut Tement, Berghausen: „ Der steirische Junker ist eine Auswahl frühreifer, aromatischer Rebsorten. Nach einer fruchtbetonten und vollständigen Vergärung wird der Wein auf die Flasche gebracht. Der kurze Hefekontakt verleiht dem Junker die einzigartige, steirische Bukettfrische.“
Der Junker 2010 von Manfred Tement aus den Rebsorten Rivaner, Welschriesling und Sauvignon Blanc präsentiert sich duftig frisch mit animierendem Fruchtspiel von Aprikosen, Äpfeln und Trauben mit schönem Schmelz und Kräuterwürze.
Von der Sausaler Weinstrasse
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Sie beginnt in der Weinstadt Leibnitz, führt zunächst an den Südhängen des Sausaler Weinbaugebietes durch das Sulmtal, zweigt in Fresing von der B 74 ab und steigt steil durch Mischwald bergan bis Kitzeck.
Von hier windet sich die Straße - oft recht schmal und kehrenreich - durch die steilsten Weingärten in der Steiermark, mit herrlichen Ausblicken auf die umliegenden Rebhügel und Tallandschaften, am Demmerkogel (höchste Erhebung des Sausals) Richtung Süden über den Sausalerberg nach Maierhof im Sulmtal.
Bischöfliches Weingut Schloss Seggau, - unter der Leitung der Brüder Polz aus Spielfeld.
Ing. Hubert Jauk: „Der Junker ist ein Indikator für die Qualität des kommenden Weinjahrganges. Der Liebhaber des steirischen Weins ist voller Erwartung, was der neue Jahrgang bringen wird. Einen Vorgeschmack dazu wollen wir ihm mit dem Junker ermöglichen.“
Junker 2010: Cuvée aus Welschriesling und Sauvignon Blanc.
„Intensive, kraftvolle Nase mit dominanten Birnenaromen, dazu Grapefruit, grüner Apfel , Limone und Kräuterduft. Am Gaumen viel Schmelz und Fülle, schöne Würznoten und resche Säure. Hervorragend zu Quiches und Gemüseaufläufen.“
Weingut Wohlmuth, Kitzeck - Gerhard Wohlmuth: "Der steirische Junker bedeutet für mich Trinkfreudigkeit pur und ist der erste Vorbote des neuen Jahrgangs."
Junker 2010: Cuvée aus Weißburgunder, Chardonnay, Sauvignon Blanc und Riesling.
„Betört durch hochreife, süsse Pfirsich- und Aprikosenfrucht. Am Gaumen vollmundig mit saftiger reifer Williams-Birne, Mirabelle und eleganter Karamellnote.“
Von der Klöcher Weinstrasse

Die Klöcher Weinstraße beginnt in der Kurstadt Bad Radkersburg und führt Richtung Norden nach Pölten, wo sie sich teilt. Östlich geht es geradeaus nach Gruisla, am Hochwart vorbei durch Deutsch-Haseldorf nach Pichla. Die westliche Route führt zur Marktgemeinde Klöch - bekannt durch seine zu den weltbesten zählenden Traminerweinen - vorbei am Weinbaumuseum über Klöchberg nach Tieschen und Pichla, wo sich beide Straßen wieder vereinen.
Weiter führt sie über Frutten-Gießelsdorf, Plesch nach St. Anna am Aigen, mit der Gesamtsteirischen Vinothek. Fährt man von St. Anna weiter nach Kapfenstein und Mahrensdorf, kommt man schließlich zum Endpunkt der Klöcher Weinstraße, der Gemeinde Fehring.
Weingut Winkler-Hermaden, Schloss Kapfenstein - Christian Winkler-Hermaden: „Junker bedeutet für uns: "Startschuss für einen neuen Jahrgang."
Der rote Junker vom Weingut Winkler Hermaden besteht aus Zweigelt, Merlot und Pinot Noir. Er besticht durch seine fruchtigen Beerenaromen, seine feinherben Tannine und seinen süffigen, unkomplizierten Charakter. Ideal zur Weihnachtsgans und deftigen Fleischgerichten.“
Als Mitglied der Winzervereinigung „Steirische Klassik“ liegt der Schwerpunkt der Rebsorten zwar auf Sauvignon Blanc und den weissen Burgundersorten, doch mit dem voluminösen Zweigelt „Olivin“ gehört auch einer der international bekanntesten Rotweine Österreichs zum anspruchsvollen Weinsortiment.
Von der Südoststeirischen Hügelland-Weinstrasse
In Frutten-Gießelsdorf, an der Klöcher Weinstraße, beginnt die "Südoststeirische Hügelland-Weinstraße". Diese führt entlang der L 256 in Richtung Westen in das durch Klima und Lage begünstigte Weinland "Rosenberg", gesäumt von den Weingärten von Neusetz und Hof. Es öffnet sich der Blick auf den Kirchberg Straden.
Weingut Neumeister, Straden- Christoph Neumeister + Rachel Feain-Neumeister: "Als erster Bote des neuen Jahrganges zeigt er unseren Weinliebhabern, wie sich der neue Jahrgang präsentieren wird."Junker 2010: Cuvée aus Rivaner Scheurebe und Weissburgunder.
„ Frische hefige Nase mit Blüten und Kräutern. Am Gaumen gehaltvoll und würzig, grüner Apfel und Orange gewürzt mit feiner Honignote. Rassige, doch angenehme Säure.“
Text und Photo "Weine der Verkostung" Angelika Heger
Quelle für Photos "Steirische Weinstraßen". www.steirischwerwein.at