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Von Winning ist die Premiumlinie des neuformierten Pfälzer Traditionsweingut Dr. Deinhard, das seit 2007 vom neuen Geschäftsführer Stephan Attmann geführt wird, der für sein leidenschaftliches Engagement als "Entdeckung des Jahres 2010" ausgezeichnet wurde.
Stephan Attmann ist ein Weinfreak, aber einer mit Durchsetzungsvermögen. Seine Winzerlehre hat er bei Dr. Heger am Kaiserstuhl absolviert. Seinem Chef, dem Pfälzer Investor Achim Niederberger, zu dessen Firmengruppe auch die Weingüter Bassermann-Jordan und Reichsrat von Buhl gehören, hat er eine schlüssige Konzeption für das neue Weingut vorgelegt, die schnell absegnet wurde.
Die Welt am Sonntag widmete ihm einen großen Bericht aus dem wir auszugsweise zitieren:
"Bisher residierte an der Weinstraße 10 das Weingut Dr. Deinhard. Aber man wollte, um Missverständnissen aus dem Weg zu gehen, ein für alle Mal die ständigen Verwechslungen mit dem lila Sekthaus in Koblenz aus der Welt schaffen. So kam es zur Neugründung mit der Familie von Winning, die hier schon vor 100 Jahren Weinbau betrieb, bevor der Betrieb in Dr. Deinhard umbenannt wurde. Von Winning nun präsentiert gleich zwei Linien: Unter dem Etikett Dr. Deinhard werden Weine mit der bekannt frischen Stilistik, und, wie Attmann betont, mit dem "gewohnt guten Preis-Leistungs-Verhältnis" verkauft. Mit von Winning freilich hat der junge Geschäftsführer, seit November 2007 in Amt und Würden, einiges vor: Die Trauben aus Toplagen wie dem Deidesheimer Paradiesgarten, Ruppertsberger Reiterpfad, Forster Ungeheuer oder Deidesheimer Grainhübel werden zum Teil spontan vergoren - "zum Teil, ich mache da kein Dogma draus, ich möchte Weine, die ins Herz fließen". Attmann orientiert sich an der Devise des legendären Kellermeisters von Müller-Catoir, Hans Günter Schwarz, der für die Arbeit im Weinkeller das "kontrollierte Nichtstun" empfahl: "Um das volle Potenzial der Traube ins Glas zu befördern, muss der hocharomatische, naturtrübe Most , der ja viele Nährstoffe für wilde Hefen enthält, so belassen bleiben, wie er ist. Ich muss auch den Mut haben, nicht auf Nummer sicher zu gehen."
Apropos Nummer sicher: Die Weine werden keiner Schönung unterzogen, sie sind bewusst naturbelassen. Attmann sucht nicht den Weg des geringsten Widerstands. Und so vergären die Winning-Weine im Holzfass, zum Teil sogar in neuem Eichenholz, je nach Lage, beim Paradiesgarten sind es 5 %, beim Ungeheuer 10 %. Der Clou an den in Frankreich gekauften Fässern: Sie wurden bei kleiner Glut sehr langsam getoastet. Angesprochen auf den Vorteil dieser Form der Vinifikation antwortet Attmann kurz und bündig: "Das neue Holz bringt Tannin in den Wein, Polyphenole, diese schützen den Wein vor Oxidation und uns Menschen vor Herzkrankheiten, Holz ist das natürlichste Gärgebinde - es lebt."
Den vollständigen Bericht finden Sie unter:
http://www.welt.de/die-welt/lifestyle/article5514608/Ich-moechte-Weine-die-ins-Herz-fliessen.html