Ein weiteres innovatives Weinprojekt mit höchst bemerkenswerten Konzept-Weinen verfolgt Oliver Zeter gemeinsam mit Andreas Schäffer, der in Hambach ein klassisches Familienweingut führt und seinem Bruder Christian unter dem Namen Schaeffer & Zeter.

Quelle: http://www.schaeffer-zeter.de
In der Pfalz geboren und aufgewachsen verbindet die Drei eine jahrelange Freundschaft und die Begeisterung an den Weinen ihrer Region.
Die Freude gute Weine selbst zu machen, führte zur Idee möglichst frei von Zwängen durch Pacht oder Kauf von Weinbergen gehobene Qualität aus den besten Pfälzer Lagen produzieren zu können. Manch gute Parzelle in der Gegend wird mit Überertrag beansprucht oder nicht einwandfrei bewirtschaftet - was im besten Falle nur zu durchschnittlichen Weinen führt. Was wäre, wenn man den Besitzern dieser Weinberge einen erträglichen Festbetrag pro Hektar garantiert, um das Qualitätspotenzial bestmöglich auszuschöpfen?
Diese Idee wurde im Jahrgang 2007 erstmals umgesetzt. Mit Traubenanbauern, denen man das Vorgehen im Weinberg während der Vegetationsphase der Rebe vorgibt, wurden Verträge zur Produktion optimalen Leseguts geschlossen. Häufige Kontrollen in den Weinbergen im Laufe der Vegetationszeit sollen zu bestmöglichem Lesegut führen. Die Übernahme der Trauben erfolgt direkt nach der Lese noch am Weinberg. So kommen sie schonend und schnell ins Weingut. Das Ziel ist die optimale Qualität des Rebstocks. Sind die Trauben erst einmal im Keller, sollte der Einfluss nur noch minimal sein: "Was in der Traube nicht ist, kann im Keller nicht entstehen".
Andreas Schäffer ist verantwortlich für den Ausbau der Weine von SCHÄFFER & ZETER. Im Gespräch mit den Traubenproduzenten und durch das Probieren der Trauben im Weinberg erkennt er früh, welche geschmackliche Anlagen der Beere inne wohnen. Gemeinsam mit Oliver Zeter definiert er die Schritte, die im Keller zu unternehmen sind um die Frucht zu bewahren, zu veredeln und auf die Flasche zu bringen.
Die Weine des Debut-Jahrgangs 2007 sind der Riesling „Wetterkreuz“ aus Weinbergen der Mittelhaardt. In guten Lagen der Südpfalz wachsen der Grauburgunder „Silberberg“, das Rotweincuvée „Südhang“ sowie der Spätburgunder „Bischofskreuz“.
Info’s zu den aktuellen Jahrgängen unter: http://www.schaeffer-zeter.de/v1/v1_DE/weine.php
Stephan Reinhardt schreibt in René Gabriels WeinWisser zu den Debut-Weinen:
2007 Riesling trocken Wetterkreuz (7,50 !):
„Trauben von Buntsandsteinverwitterungsböden der Mittelhaardt. Mittelintensives Gelb. Brillantes, volles Riesling-Bouquet mit feinen Noten reifer gelber Früchte und kühler, an Eisen und Gestein erinnernder Würze, zart nussige Nuancen. Am Gaumen saftig, dicht
und pikant, spannungsreich, mit feinster Säure und klarer mineralischer Struktur.
Entwickelt eine schöne Länge mit frischen Zitrusnoten. Insgesamt ein vorzüglicher, ziemlich geradliniger trockener Riesling von kühler Eleganz und mit weit mehr Substanz und Geschmack, als man es heute bei einem derart leichtgewichtigen Wein (11,5%) vermuten würde. Dies sollte vielen Grossen Gewächsen der Region ein Vorbild sein.“ 17/20 Punkte
2007 Grauburgunder trocken Silberberg (7,50 !):
„Trauben von Löss- und Lehmböden über Kalk. Mittleres Gelb. Feines reifes, vielschichtiges Burgunderbouquet mit kühler Brillanz, etwas Gesteinsmehl, einem Hauch Hefe, weißem Kernobst sowie Bratapfel. Klarer, eleganter Gaumenauftakt, dann sogleich eine präzise, animierende Frucht- und Körperfülle entwickelnd, feiner Schmelz mit delikater Säure, im kompakten Finish Zitrusnoten. Ein brillanter, geradlinig-eleganter, recht ausdrucksvoller Burgunder mit wiederum viel Geschmack und aufrichtigem Charakter bei vergleichsweise moderatem Alkoholwert.“ 17/20 Punkte
2007 Südhang Rotweincuvée trocken (7,50 !):
„ 45% Dunkelfelder und 30% Merlot stammen von Walsheimer Löss-Lehmböden, 25% St. Laurent vom leichten Sandboden in der Nähe von Nussdorf, alles Südpfalz.Dunkles, violettstichiges Purpur. Würziges, fruchtintensives Beerenbouquet mit Kirschen, Preisel-, Blau- und Himbeeren, dezente Rauch- und Toastaromen. Seidiger, transparent strukturierter Gaumen mit feiner dunkler Frucht, vornehmer Säure und angenehm spröden Tanninen. Herb-süsses Finish. Mittelgewichtig und noch sehr jung. Ein ornehmer, fruchtbetonter Rotwein zu Haarwild und würzigen Bergkäsen.“ 16/20 Punkte
2007 Spätburgunder trocken Bischofskreuz (11 !):
„ Zehnjährige Reben einer besonders klein- und lockerbeerigen Variante des klassischen Spätburgunders, auf sandigen Südpfälzer Lehmböden wurzelnd. Leuchtendes Purpur. Warmtönig-reife, angenehm entspannte Burgunderfrucht mit zart-würziger Toastnote und einem Hauch Büffelleder. Sanfter, geschmeidiger Gaumenauftakt mit schöner waldbeeriger Extraktsüsse und mit feinkörnigem, herb-würzigem Tannin. Ein generöser, momentan süss-fruchtiger Spätburgunder mit ausdrucksvollem, noch nicht ganz vom Holzfaß befreitem herben Finish. Vielleicht hätte er etwas länger im Fass liegen bleiben sollen. Dennoch mit gutem Alterungspotenzial.“ 16/20 Punkte