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  • Alles über BIO-Weine - wichtige Hintergrundinformationen zum ökologischen Weinbau


    25.01.2013

    Bio boomt – auch im Weinbau: Die Anbauflächen im Öko-Weinbau haben sich von 2006 bis 2010 in Deutschland verdoppelt. 5400 Hektar Weinberge werden hierzulande mittlerweile ökologisch bewirtschaftet, das entspricht einem Anteil von über fünf Prozent der Gesamtrebfläche.
     

    Prozentual gesehen steht Deutschland damit auch im internationalen Vergleich gut da.

    Wie arbeiten ökologisch ausgerichtete Betriebe?

    Der Unterschied zum normalen Weinbau liegt insbesondere in der Bearbeitung der Weinberge. Es ist zudem der ideologische Ansatz, der den Unterschied ausmacht – das Ziel, ein ausbalanciertes Ökosystem im Weinberg zu erhalten. Dies erfolgt ohne den Einsatz chemisch-synthetischer Substanzen, um so die Belastung der Umwelt möglichst gering zu halten. Das beginnt bei der Düngung, wo keine Mineraldünger sondern nur Humus, Kompost oder andere organischen Nährstofflieferanten eingesetzt werden und setzt sich beim Pflanzenschutz fort. Hier werden nur reiner Schwefel und Kupfer gegen den echten und falschen Mehltau eingesetzt. An Stelle von Schwefel wird in letzter Zeit sogar häufig schon erfolgreich Backpulver (Natriumbikarbonat) verwendet. Außerdem wird versucht mit Pflanzenstärkungsmitteln die Widerstandsfähigkeit der Reben zu erhöhten. Unkräuter im Weinberg werden ausschließlich mechanisch, das heißt ohne chemische Herbizide entfernt. Um das Bodenleben und die Artenvielfalt in den Weinbergen so aktiv wie möglich zu erhalten werden außerdem alle ökologisch bewirtschafteten Weinberge zwischen den Rebzeilen mit verschiedensten Pflanzen begrünt. Die Umstellung vom konventionellen auf den biologischen Weinbau dauert drei Jahre.

    Dazu zählen neben Ecovin noch Demeter, Naturland oder Bioland. Man findet hierzulande auch einige biologisch arbeitende Winzer, die nicht zertifiziert oder Mitglied in einem der Verbände sind. Die zertifizierten Ökobetriebe bearbeiten zurzeit rund 4.400 Hektar Rebfläche, was einem Anteil von über 4 % der deutschen Weinberge entspricht. „Von 2006 bis 2008 ist diese Fläche im Zuge des allgemeinen Trends zu biologisch angebauten Produkten um 60 % stark angestiegen“, erläutert Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut (DWI) in Mainz. Angesichts der wachsenden Nachfrage nach Biowein werde für die nächsten Jahre ein weiterer Zuwachs prognostiziert. Die Umstellung vom konventionellen auf den biologischen Weinbau dauert drei Jahre.

    Wie arbeiten ökologisch ausgerichtete Betriebe?

    „Im Geschmack gibt es keine Unterschiede zwischen Bioweinen und Wein aus herkömmlichem Anbau, denn im Keller arbeiten die Biowinzer nach den gleichen Methoden wie alle anderen Weingüter“, so Büscher. Biowein ist von daher auch nicht gesünder oder ungesünder als konventionell hergestellter Wein, denn Wein ist überhaupt eines der reinsten Getränke.

    Mit dem Weinjahrgang 2012 gilt erstmals eine neue EU–Verordnung, in der auch der kellertechnische Ausbau von Bioweinen geregelt ist. So wurden beispielsweise für Bioweine die Grenzwerte für die maximalen Schwefelgehalte im Vergleich zu den konventionell hergestellten Weinen leicht abgesenkt. Daneben wird auf einige Weinbandlungsstoffe verzichtet, einige müssen ökologischen Ursprungs sein und auch der Verzicht auf jede Gentechnik, etwa bei den Hefen, ist vorgeschrieben. Weine des aktuellen Jahrgangs, die nach den neuen Vorgaben produziert wurden, können nun als Ökologischer Wein, Öko-Wein, oder Bio-Wein bezeichnet werden. Zu erkennen sind sie an dem neuen EU-Gemeinschaftslogo.

    Bio-Weine tragen zudem oftmals die Logos von Verbänden auf dem Etikett, bei denen die Weingüter ihre Produktion nach strengen ökologischen Kriterien zertifizieren lassen können. Im Weinbau sind dies: Ecovin, Bioland, Naturland oder Demeter, bei diesen vier. Der 1985 gegründete Verband Ecovin ist der größte Zusammenschluss ökologisch arbeitender Weingüter weltweit. Die rund 220 Mitglieds¬betriebe bewirtschaften derzeit allein etwa 1600 Hektar Rebfläche in elf deutschen Anbaugebieten. Insgesamt sind rund 50 Prozent aller Öko-Winzer in Verbänden organisiert. Die übrigen Betriebe haben sich nach der EU-Norm für ökologischen Weinbau zertifizieren lassen.

    Es gibt auch innerhalb des ökologischen Weinbaus noch gewisse Abstufungen. Winzer, die „Biologisch-Dynamisch“ arbeiten, versuchen noch zusätzlich unter anderem die Kräfte des Mondes und der Planteten zu nutzen. Die biologisch-dynamisch arbeitenden Winzer berufen sich auf die Lehre des Anthroposophen und –Begründer der Waldorfschulen Rudolf Steiner und erfahren in den letzten Jahren einen relativ starken Zulauf.

    Umweltbewusster Weinbau ist in Deutschland Standard

    Auch im konventionellen Weinbau gilt beim Pflanzenschutz und der Düngung die Devise „So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich“. Viele erfolgreiche Konzepte aus dem ökologischen Anbau haben mittlerweile auch Einzug in den allgemeinen Weinbau gehalten.

    Bei der Bekämpfung des wichtigsten tierischen Schädlings im Weinbau, dem Traubenwickler, werden mittlerweile auf über der Hälfte der deutschen Rebflächen – also sowohl im ökologischen als auch im konventionellen Weinbau - Pheromone eingesetzt. Dies sind Sexualduftstoffe des Traubenwickler-Weibchens, die normalerweise die Männchen anlocken – also quasi das Parfüm des Weibchens. Man hat diese Stoffe nun künstlich hergestellt und in diese Ampullen gefüllt. Wenn sie in den Weinbergen ausgehängt werden ist die „Parfüm“-Konzentration sehr hoch und die Männchen sind so verwirrt, dass sie die Weibchen nicht mehr finden. So kann sich der Traubenwickler nicht mehr vermehren und keinen Schaden anrichten.

    Benutzen Ökowinzer andere Rebsorten?

    Das Rebsortenspektrum der ökologisch arbeitenden Weinbaubetriebe unterscheidet sich nicht sehr wesentlich von den übrigen Betrieben. Man findet bei ihnen jedoch häufiger Rebsorten, die widerstandsfähig gegen Pilzkrankheiten sind. Eine der erfolgreichsten Sorten dieser Art, die umgangssprachlich auch als „Piwi“ bezeichnet werden, ist der „Regent“. Er bringt tiefdunkle, kräftige Rotweine hervor, mit dem Aroma von Kirschen und Johannisbeeren und eignet sich hervorragend als Menübegleiter zu Wildgerichten oder eine Lammkeule. An Weißweinrebsorten findet man mittlerweile recht häufig Neuzüchtungen wie „Solaris“ oder „Johanniter“.

    Alles unter Kontrolle

    Erzeuger, die ihre landwirtschaftlichen Produkte als Bio-Produkte bezeichnen und vermarkten wollen, müssen sich einem Kontrollverfahren nach der EU-Biowein-Richtlinie unterziehen. Alle zertifizierten Betriebe werden einmal pro Jahr von einer unabhängigen Kontrollstelle überprüft, ob sie die jeweils geforderten Bedingungen eingehalten haben. Bei Zugehörigkeit zu einem Öko-Anbauverband kommt eine weiterführende Kontrolle auf Einhaltung der gültigen, noch strengeren Verbands-Richtlinien hinzu.

    (Quelle: www.deuscheweine.de)

  • Die Sieger des großen Bio-Weinpreises MUNDUS VINI BioFach 2013


    25.01.2013

    MUNDUS VINI BioFach 2013

    Bei der vierten Auflage des Großen Internationalen Biowein-Preises MUNDUS VINI BioFach wurden am 11. Dezember 2012 von einer Expertenjury aus 14 Nationen insgesamt 240 Weine mit Medaillen ausgezeichnet. Die um rund 10 Prozent höhere Einreichungsquote belegt die wachsende Bedeutung der biologischen Produktionsweise und das Vertrauen in die Kompetenz des Wettbewerbs MUNDUS VINI BioFach.
    An der Spitze bleibt es spannend. Frankreich liegt dieses Jahr mit 61 Medaillen vorne, gefolgt von Deutschland, das 50 Mal Edelmetall erringen konnte. Auf Platz 3 reiht sich Spanien ein, das die Rotwein-Dominanz im Wettbewerb unterstreicht: 35 seiner 42 Medaillen gingen an rote Gewächse.

    Hier können Sie die Ergebnisse mit Einreichern, Erzeugern, Bezugsquellen und den Weinbeschreibungen im Detail durchstöbern:
     

    Bio-Weinpreis Mundus Vini wird auf der Biofach vergeben


    240 Weine überzeugten beim 4. Großen Internationalen Bio-Weinpreis MUNDUS VINI BioFach die Juroren und werden am 13. Februar 2013 auf der Messe BioFach in Nürnberg ausgezeichnet. Aus Deutschland kommen 50 (Vorjahr 47) der mit Gold oder Silber prämierten Bioweine.
     
    Deutschlands Bioweine errangen 24 Silber- und 26 Goldmedaillen. Besonders erfolgreich unter den deutschen Erzeugern waren das Weingut Schwarztrauber aus dem pfälzischen Mußbach mit jeweils vier Gold- und Silbermedaillen sowie das Weingut Kreichgauer aus dem rheinhessischen Dorn-Dürkheim und das Schlossgut Hohenbeilstein aus dem württembergischen Beilstein mit je drei Goldmedaillen.

     

    Während im Vorjahr Rheinhessen und Franken die Gewinner unter den deutschen Anbaugebieten waren, liegt dieses Jahr die Pfalz in der Gunst der internationalen Juroren mit 16 Medaillen vorne.

    Über 700 Weine aus biologischem Anbau hatten Erzeuger und Importeure eingereicht. Nach dem Reglement der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) wird die Zahl der Prämierungen auf maximal 30 Prozent der teilnehmenden Proben beschränkt.

     

     

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