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  • Marktgemeinschaft Steirischer Wein - Der Junker 2010 ist da!


    01.12.2010

    Der Junker ist da!

    Am  Mittwoch vor Martini, am 10.11.2010 war es soweit: Mit einem rauschenden Fest wurde die Premiere des Steirischen Junkers 2010 gefeiert.

    Hier die wichtigsten Zahlen:

    • 6 Veranstaltungsorte (Graz, Wien, Linz, Klagenfurt, Salzburg und Innsbruck)
    • ca. 11.600 Gläser standen für die Verkostung bereit
    • ca. 5.000 Liter Vöslauer-Mineralwasser dienten der Erfrischung des Gaumens 
    • ca. 8.000 Besuchern feierten mit
    • ca. 400 Weinbauern (alle Familienmitglieder waren im Einsatz um bei allen Veranstaltungsorten das jüngste Kind des Jahrganges 2010 persönlich präsentieren zu können) waren im Einsatz
    • 600 kg Eis sorgten dafür, dass der Junker die richtige Temperatur hatte
    • über 7.000 Flaschen Junker wurden verkostet

    damit dann das Ergebnis feststand:

    Der Steirische Junker 2010 ist im Gegensatz zum Vorjahr leichter, fruchtiger – eben steirischer. Die Weine sind schlanker, trinkfreudiger und haben eine fruchtige Säure. Es macht sehr viel Spaß den Junker zu trinken, weil die Weine sehr fruchtig sind und mit ihrer Leichtigkeit und Frische beeindrucken, also der ideale Ballwein sind.

    Quelle: steirischerwein.at

    Alle Infos zum Steirischen Junker finden Sie hier >>>>

    Leider konnten wir nicht an einer dieser großen Präsentationen teilnehmen, gute Freunde brachten uns jedoch direkt aus der steirischen Gebietsvinothek vinofaktur der Brüder Polz aus Graz eine kleine, aber sehr feine Auswahl mit, die das vielfältige Spektrum an Junkern-Typen hervorragend abdeckt. In der Vinofaktur werden Spezialitäten des südsteirischen Weinlandes und Produkte des guten steirischen Geschmacks in einem Shop-in-Shop-Konzept angeboten.

    Sehr gut bleibt, wer immer besser wird!“. Nach diesem Leitsatz engagieren sich Erich und Walter Polz vom gleichnamigen Weingut am Grassnitzberg in verschiedenen Projekten, die der Genusskultur gewidmet sind. Und in diesem Sinn haben sie auch die Vinofaktur Graz im September 2007 eröffnet. Einen bestens sortierten Weinshop mit reichem Delikatessen-Angebot, der das ganze kulinarische Spektrum der Südsteiermark unter einem Dach vereint.

    Das Besondere am steirischen Junker ist die einmalige Verbindung von jugendlicher Frische auf höchstem Qualitätsniveau. So sind in  der Weinbauern-Gemeinschaft des Steirischen Junkers auch sämtliche Spitzenwinzer der Region vertreten, die mit ihren Klassik und Lagen-Weinen international größte Hochachtung genießen.

    Willi Sattler, Sprecher der Marktgemeinschaft Steirischer Wein:

    „Beim Junker ziehen mehr als 300 Winzer an einem Strang. Jeder Junkerbauer bürgt mit seinem Namen am Etikett für den Wein. Wir kontrollieren sehr streng und stellen sicher, dass nur die beste Qualität gefüllt wird.“

    Der Junker ist der Vorbote des neuen Jahrganges und durch seine Frische und Spritzigkeit ein herrlicher Trinkgenuß für die Wintermonate, bis dann im März die reiferen Jahrgangsweine folgen.

    Hier nun die Favoriten unserer Junker-Verkostung 2010 und unsere Verkostungsnotizen:

    Von der Südsteirischen Weinstrasse 

     

     

     

     

     

     Im Gebiet entlang dieser ältesten (sie feierte 2006 ihren 50. Geburtstag!) und bekanntesten aller steirischen Weinstraßen ist die Dichte an Qualitätsbetrieben besonders hoch. Die Südsteirische Weinstraße ist von den Orten Ehrenhausen, Gamlitz, Spielfeld und Leutschach zu erreichen. Direkt an der Weinstraße liegen sehr idyllisch die Orte Berghausen, Ratsch, Sulztal, Glanz, Langegg, Schloßberg und Eichberg-Trautenburg. Als besonders reizvoll empfinden Besucher die Fahrt entlang der "Neutralen Straße": Es ist wohl einmalig, dass zwei 2,5 km lange Straßenteile die Staatsgrenze zu Slowenien bilden.

    Weingut Lackner-Tinnacher, Gamlitz -  Fritz Tinnacher: "Für mich ist der Junker als erster Gruß aus dem Keller ein wichtiger Bote für den neuen Weinjahrgang. Auch heuer keltere ich den Junker ausschließlich aus besten Trauben von unseren eigenen Weingärten. Ich freue mich auf einen frischen Wein mit viel Frucht und jugendlicher Leichtigkeit, der durchaus auch nach dem Jahreswechsel Trinkfreude bereiten wird."

     Junker 2010: „Die Cuvée aus Muskat-Ottonel und Morillon (Chardonnay) begeistert durch das üppige Bouquet des Muskatellers mit reifen, exotischen Fruchtnuancen, am Gaumen wunderbar ergänzt durch eine  feinen Karamellnote vom Morillon. Sehr kraftvoll mit hoher Viskosität und ausgeprägten Aromen reifer, saftiger Orangen.“

    Weingut Maitz, Ratsch - Wolfgang Maitz: "Er ist meine Möglichkeit dem Weinfreund ein Bild des neuen Jahrganges zu vermitteln. Er befriedigt die Neugierde, bevor dann im neuen Jahr die sortenreinen Weine gefüllt werden.Er lässt mich selber spüren wie sich der neue Jahrgang anfühlt und wie man mit den kommenden Klassik & Lagenweinen umgehen sollte, um diese bestmöglich zu vinifizieren. Er ist der Prototyp einer neuen Kollektion!"

    Junker 2010: „Die  wunderbare Cuvée aus Weißburgunder und Muskateller schimmert in hellem Gelbgrün im Glas und verströmt ein florales Kräuterbouqet mit schönen Würznoten, dazu feinfruchtige Aromen von Birne, Litschi und Limone. Am Gaumen ausgewogen, reintönig, straff und lebendig. Passt perfekt zu herbstlichen Kürbis und Gemüsegerichten.“

    Weingut Sattlerhof, Gamlitz - Willi Sattler: „Junker ist die perfekte Möglichkeit, den Weinliebhabern einen kleinen Einblick in den neuen Jahrgang zu gewähren. Junker vermittelt für mich unkompliziertes Trinkvergnügen mit leichtem, frischen und fruchtigen Sortencuvees bis die Klassikweine des neuen Jahrganges nach entsprechender Reife ab Anfang März genossen werden können.“

    Junker 2010: „In der Cuvée  aus 30% Sauvignon blanc, 60% Müller Thurgau, 10% Riesling Sylvaner gibt der Sauvignon Blanc den Takt vor. Verführerische Fruchtaromen von exotischer Ananas,  Stachelbeere, Aprikose und Pampelmuse in tollem Einklang mit zarten  Blüten- und Gräsernoten führen zu einem auch am Gaumen ungemein klaren duftigen Wein mit toller Leichtigkeit und ausgewogenem Säurespiel.“

    Weingut Tement, Berghausen:  „ Der steirische Junker ist eine Auswahl frühreifer, aromatischer Rebsorten. Nach einer fruchtbetonten und vollständigen Vergärung wird der Wein auf die Flasche gebracht. Der kurze Hefekontakt verleiht dem Junker die einzigartige, steirische Bukettfrische.“

    Der Junker 2010 von Manfred Tement aus den Rebsorten Rivaner, Welschriesling und Sauvignon Blanc präsentiert sich duftig frisch mit animierendem Fruchtspiel von Aprikosen, Äpfeln und Trauben mit schönem Schmelz und Kräuterwürze.

    Von der Sausaler Weinstrasse 

     

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     Sie beginnt in der Weinstadt Leibnitz, führt zunächst an den Südhängen des Sausaler Weinbaugebietes durch das Sulmtal, zweigt in Fresing von der B 74 ab und steigt steil durch Mischwald bergan bis Kitzeck.

    Von hier windet sich die Straße - oft recht schmal und kehrenreich - durch die steilsten Weingärten in der Steiermark, mit herrlichen Ausblicken auf die umliegenden Rebhügel und Tallandschaften, am Demmerkogel (höchste Erhebung des Sausals) Richtung Süden über den Sausalerberg nach Maierhof im Sulmtal.

    Bischöfliches Weingut Schloss Seggau, - unter der Leitung der  Brüder Polz aus Spielfeld.

    Ing. Hubert Jauk: „Der Junker ist ein Indikator für die Qualität des kommenden Weinjahrganges. Der Liebhaber des steirischen Weins ist voller Erwartung, was der neue Jahrgang bringen wird. Einen Vorgeschmack dazu wollen wir ihm mit dem Junker ermöglichen.“

    Junker 2010: Cuvée aus Welschriesling und Sauvignon Blanc.

    „Intensive, kraftvolle Nase mit dominanten Birnenaromen, dazu Grapefruit, grüner Apfel , Limone und Kräuterduft. Am Gaumen viel Schmelz und Fülle, schöne Würznoten und resche Säure. Hervorragend zu Quiches und Gemüseaufläufen.“

    Weingut Wohlmuth, Kitzeck - Gerhard Wohlmuth: "Der steirische Junker bedeutet für mich Trinkfreudigkeit pur und ist der erste Vorbote des neuen Jahrgangs."

     Junker 2010: Cuvée aus Weißburgunder, Chardonnay, Sauvignon Blanc und Riesling.

    „Betört durch hochreife, süsse Pfirsich- und Aprikosenfrucht. Am Gaumen vollmundig mit saftiger reifer Williams-Birne,  Mirabelle und eleganter Karamellnote.“

    Von der Klöcher Weinstrasse

     

     

     

     

     

     

    Die Klöcher Weinstraße beginnt in der Kurstadt Bad Radkersburg und führt Richtung Norden nach Pölten, wo sie sich teilt. Östlich geht es geradeaus nach Gruisla, am Hochwart vorbei durch Deutsch-Haseldorf nach Pichla. Die westliche Route führt zur Marktgemeinde Klöch - bekannt durch seine zu den weltbesten zählenden Traminerweinen - vorbei am Weinbaumuseum über Klöchberg nach Tieschen und Pichla, wo sich beide Straßen wieder vereinen.

    Weiter führt sie über Frutten-Gießelsdorf, Plesch nach St. Anna am Aigen, mit der Gesamtsteirischen Vinothek. Fährt man von St. Anna weiter nach Kapfenstein und Mahrensdorf, kommt man schließlich zum Endpunkt der Klöcher Weinstraße, der Gemeinde Fehring.

    Weingut Winkler-Hermaden, Schloss Kapfenstein - Christian Winkler-Hermaden:  „Junker bedeutet für uns: "Startschuss für einen neuen Jahrgang."

    Der rote Junker vom Weingut Winkler Hermaden besteht aus Zweigelt, Merlot und Pinot Noir. Er besticht durch seine fruchtigen Beerenaromen, seine feinherben Tannine und seinen süffigen, unkomplizierten Charakter. Ideal zur Weihnachtsgans und deftigen Fleischgerichten.“

    Als Mitglied der Winzervereinigung „Steirische Klassik“ liegt der Schwerpunkt der Rebsorten  zwar auf Sauvignon Blanc und den weissen Burgundersorten, doch mit dem voluminösen Zweigelt „Olivin“ gehört auch einer der international bekanntesten Rotweine Österreichs zum anspruchsvollen Weinsortiment.

    Von der Südoststeirischen Hügelland-Weinstrasse

     

     

     

     

     

    In Frutten-Gießelsdorf, an der Klöcher Weinstraße, beginnt die "Südoststeirische Hügelland-Weinstraße". Diese führt entlang der L 256 in Richtung Westen in das durch Klima und Lage begünstigte Weinland "Rosenberg", gesäumt von den Weingärten von Neusetz und Hof. Es öffnet sich der Blick auf den Kirchberg Straden.

    Weingut Neumeister, Straden- Christoph Neumeister + Rachel Feain-Neumeister: "Als erster Bote des neuen Jahrganges zeigt er unseren Weinliebhabern, wie sich der neue Jahrgang präsentieren wird."

     Junker 2010: Cuvée aus Rivaner Scheurebe und Weissburgunder.

    „ Frische hefige Nase mit Blüten und Kräutern. Am Gaumen gehaltvoll und würzig, grüner Apfel und Orange gewürzt mit feiner Honignote. Rassige, doch angenehme Säure.“

    Text und Photo "Weine der Verkostung" Angelika Heger

    Quelle für Photos "Steirische Weinstraßen". www.steirischwerwein.at

     

  • Newcomer aus der Südsteiermark - Weingut Primus / Polz am Grassnitzberg unter den Top 5


    07.09.2010

     Im Juli 2010 waren wir auf den wildromantischen Weinstraßen der Südsteiermark unterwegs.  (Den Bericht dazu finden Sie in der Rubrik: Unterwegs in…)

     

    Die größte Entdeckung unter den vielen talentierten Jungwinzern, die in den letzten Jahren den Anschluß an die  international arrivierten Toppleute gefunden haben,  war für uns persönlich das Weingut Primus am Grassnitzberg der Familie Polz.

     

    Aufmerksam geworden durch eine kurze Notiz im „Steirischen Weinblattl“ – Das Weingasthofmagazin Nr. 18/2010 besuchten wir das Weingut und verkosteten eine durchgängig tolle Kollektion aus dem Jahrgang 2009 und die im großen und kleinen Eichenfaß gereiften Premiumweine aus der Ernte 2008 und 2007.

     

    Neugierig waren wir natürlich besonders auf den Sauvignon Blanc Zieregg 2008, den wir in der Weinkarte entdeckten, probierten diesen auch gleich zu Beginn und waren hin und weg.  Eine so feine Stilistik mit glasklaren Fruchtaromen, wunderbar zartem Schmelz und einer vollendeter Harmonie von kraftvollem Körper und mineralischen Frische hatten wir die Tage zuvor auch bei Polz und Skoff nicht  im Glas.

    Ganz nebenbei erzählte uns dann der junge Weinmacher Christian Polz, dass der Zieregg gerade erst als einer der fünf besten Sauvignons der Steiermark ausgezeichnet wurde.

     

    In der am 11. Juni 2010 erschienenen Ausgabe des Weinführers "Österreichs beste Weißweine 2010“  wird der  Sauvignon Blanc Zieregg 2008 mit der Traumnote 4 von 5 Gläsern bewertet und gehört damit zu den  15 besten Sauvignon Blancs aus ganz Österreichs und zu den Top 5 der Steiermark. Unter der Regie der beiden Weinjournalisten Walter Tucek und Wolfgang Schedelberger hatte eine 9-köpfige Jury von Weinexperten in einer strengen Blindverkostung die Sorten-Sieger ermittelt.

      

    Zum Sauvignon Blanc Zieregg 2008 vom Weingut Primus schreiben sie:

    „Sehr aromatisch nach Cassis, Creme de Cassis, gelbem Paprika, würzig und mineralisch bissl grasig, am Gaumen vollmundig und cremig, kräftiger Körper, vielschichtig und mineralisch auch im langen Abgang.“

     

    Bei der Nachverkostung zu Hause begeisterte uns der Zieregg von Neuem: Seine Reintönigkeit, seine druckvollen Aromen von reifen Stachelbeeren und schwarzen Johannisbeeren, kandierten Zitrusfrüchten und Orangenzester und die verblüffend delikate Kombination mit den leicht grasigen Anklängen, seine finessenreiche Vielschichtigkeit und der schmelzige Ausklang mit einer feinen Karamell-Note ergeben ein spannungsreiches Geschmacksprofil.

    Ausbau: 1 Jahr Reife im großen Eichenholzfaß

    Alkoholgehalt: 14,00 %

    Restzucker: 2,00 g/l RZ

    Säuregehalt: 6,00 g/l tbS

     

    Preis ab Weingut: 15,00 EUR

     

    Diese hervorragende Leistung ist umso höher einzuschätzen, wenn man erfährt, dass die Reben im Zieregg erst vor 8 Jahren gepflanzt wurden. Da kann man sicher noch einiges erwarten.

     

    Der Erfolg ist auch der guten Organisation und der klaren Aufgabenteilung auf dem Weingut, das von den beiden Brüdern Thomas und Christian Polz gemeinsam mit ihrer Mutter Martha geführt wird, zu verdanken.

     

     

    Martha Polz, die gute Seele des Hauses, kümmert sich um die Gästezimmer und auch um das Wohl der Gäste im Ausgezeichneten Buschenschank.Familie Sie pflegt mit Hingabe die kulinarischen Schmankerln der Steiermark.


    Christian Polz, Absolvent der HTL-Klosterneuburg für Weinbau,   ist der Önologe und Kellermeister, er ist in erster Linie  für den Ausbau der Weine verantwortlich.

    Thomas Polz
    ist für den Weinbau zuständig, die Rebstöcke werden naturnah kultiviert, um physiologisch reife Trauben zu ernten. Mehrmalige Erntedurchgänge und das Selektionieren der besten Trauben sind dafür notwendig. Außererdem ist er für die Präsentation und Verkauf der Weine verantwortlich.

     

     

    Basis  für die die hohe Qualität der Primus-Weine sind die  herausragenden Lagen, in denen ihre Rebstöcke wurzeln:  Grassnitzberg und Zieregg zählen zu den besten Anbauflächen des Landes. Die Lage Zieregg ist ein exponierter Hang von bis zu 470 Metern Seehöhe. Geprägt wird die Riede von mittel- bis tief-gründigen, kalkhaltigen und lehmigen Böden mit ausreichender Wasserversorgung und einem einzigartigem Mikroklima. Die Lage Grassnitzberg wird von tertiären Meeressanden mit einem Muschel-verwitterungsuntergrund mit bis zu 14 Millionen Jahre alten sandig-lehmigen Meeresablagerungen, die als „Spielfelder Schlier“ bekannt sind, geprägt. Im Ertrag vom Weingut Primus stehen hier gesamt 10 Hektar Rebflächen. 

     

     

     Photo:  Ried Zieregg - Steillage direkt an der grünen Grenze zu Slowenien

     

    Weitere 5 Hektar werden im nahegelegenen slowenischen Weinbaugebiet kultiviert, die in die herrlich frisch-fruchtigen Weine der Klassik-Linie mit eingehen.

      

    Zum Jahrgang 2009 schreibt das Magazin wein.pur des Österreichischen Agrarverlags in der Ausg. 2/2010:

    „Nach vielen Wetterkapriolen (Verrieselung, Hagel, heftige Sommergewitter mit starkem Regen) sind  zwar extreme Mengeneinbußen zu verzeichnen, bei entsprechender Geduld der Winzer konnten jedoch 2009 Trauben mit einem optimalen Verhältnis von Zucker, Säure, Aromen und Gerbstoffen geerntet werden.

    Die Weine zeigen sich konzentriert, besonders fruchtig, dabei auch voll mineralischer Spannung. Die Feuchtigkeit hat dazu geführt, dass die Rebstöcke die gelösten Mineralsalze der Böden in großer Menge aufnehmen konnten, was den Weinen Eleganz verleiht. Der Sauvignon Blanc scheint besonders gut zurechtgekommen zu sein. Die Lagen- und Reserve-Weine vibrieren vor Spannung und zählen zum Besten was die Winzer in der Steiermark erlebt haben.“

     

    Nun, die Familie Polz hat im Jahrgang 2009 alles richtig gemacht und uns eine superbe Kollektion vorgestellt. Angefangen beim verführerisch fruchtigen APOLLO, dem knackigen Welschriesling oder dem duftigen Gelben Muskateller über die stoffig, eleganten Morillons (Chardonnay) und natürlich den beiden Sauvignon Blancs 2009.

     

     

    Sauvignon Blanc Klassik 2009

    „Intensive saftige Fruchtaromen, Aprikose, Stachelbeere, Limette  mit leicht grasigen Untertönen. Schöner Trinkfluß mit Substanz,  animierender Frische und schönem Schmelz.“

     

    Ausbau im Edelstahltank

    Alkoholgehalt: 12,5%

    Restzucker: 1,80 g/l RZ

    Säuregehalt: 6,00 g/l tbS

     

    Preis ab Weingut: 7,30 EUR

     

    Sauvignon Blanc Grassnitzberg 2009

    „Reife, süsse Fruchtaromen von Stachelbeere, Maracuja und Erdbeerbe. Finessenreiches, forderndes Spiel am Gaumen. Kraftvoller Körper mit frischer  mineralischer Säurestruktur.“

    Ausbau: 1 Jahr  im großen Eichenholzfaß

    Alkoholgehalt. 13,5 %

    Restzucker: 2,0g/l RZ

    Säuregehalt: 5,70 g/l tbS

     

    Preis ab Weingut: 9,30 EUR

     

    Zum Abschluss dann noch eine richtige Granate:

    Sauvignon Blanc Reserve 2007

     

    „Für mich das Meisterstück von Christian Polz. Das Holz perfekt integriert, erkennbar nur an der dezenten Karamellnote. Konzentrierte, schmackhafte Fruchtaromen, Aprikose, Mirabelle, Limette, Creme de Cassis. Opulent und doch frisch zugleich. Die Frucht behält stets die Oberhand, der facettenreiche rassige Charakter ist einfach genial.“

     

    Ausbau:  1 Jahr Reife im kleinen Eichenholzfaß

    Alkoholgehalt: 13,5%

    Restzucker: 2,10 g/l RZ

    Säuregehalt: 6,00 g/l tbS

     

    Preis ab Weingut: 13,90 EUR !

     

    Alle Weine und auführliche Infos zum Weingut Primus/Polz finden Sie unter: www.primus.cc

     

    Und am  besten gleich Zmmer buchen und hinfahr’n. Ich werd's auf jeden Fall bald wieder!

     

    Text und Photos: Angelika Heger

     

    Quelle für Bild v. Christian u. Thomas Polz:  www.primus.cc

  • Thomas Teibert, Domaine de l'Horizon - Roussillon/Frankreich


    30.03.2010

    "La Revue de Vin de France" heißt die wichtigste französische Weinzeitschrift. Sie kürt die "Hommes du vin", die Weinmenschen des Jahres. 2010 heißt einer von ihnen Thomas Teibert.

    Für Weinliebhaber ist diese Auszeichnung so wichtig, wie der Oscar für Schauspieler. Der 35-Jährige erhält den begehrten Titel „Entdeckung des Jahres“.

    Vor über zehn Jahren, als er noch mitten in seinem Önologiestudium in Geisenheim steckte, lernten wir uns über einen gemeinsamen Freund kennen und haben schon damals sein leidenschaftliches Plädoyer für natürliche Weine mit Charakter, die „trinkig“ und authentisch - ohne Schminke aber mit großer Klasse daherkommen – bewundert und gratulieren herzlich.

     

    Thomas Teibert (links) und Jean-Emmanuel Simond (Juror „La Revue du vin de France

     

    Thomas Teibert kommt aus Ulm in Württemberg. Wir zitieren daher aus der heimischen Südwest-Presse vom 28. Jan. 2010, die seinen Erfolgsweg mit dem Titel „Der Homme du Vin aus Ulm“ wie folgt beschreibt:

    „Aber hallo! Wenn das kein Ausrufezeichen ist. Der aus hiesigen Gefilden stammende Winzer Thomas Teibert ist kaum fünf Jahre als selbstständiger Winzer im Weinland Frankreich aktiv - im Roussillon, unweit von Perpignan -, da wird ihm schon eine unter Winzern hoch begehrte und in der Fachszene anerkannte Auszeichnung zuteil: Teibert ist ein "Homme du vin" 2010.

    Jedes Jahr kürt die in Frankreich als Nummer 1 in ihrer Sparte geltende Fachzeitschrift "Revue de Vin de France" die Weinmenschen des Jahres.

    Gekürt werden als "Homme du vin" unter anderem ein Winzer, ein Kellermeister, eine Kellerei, ein Weinhändler des Jahres. Besondere Aufmerksamkeit erzeugt stets die Winzer-Entdeckung des Jahres. Handelt es sich in den anderen Fällen in aller Regel um bereits etablierte Namen, so verheißt die Entdeckung einen bis dato unbekannten Namen, der damit in Frankreich aber eine wichtige Stufe auf dem Weg ins Wein-Establishment nimmt.

    Als Thomas Teibert erfuhr, dass er mit seinem Weingut "Domaine de l’Horizon" und seinem Partner Joachim Christ in der Kategorie Entdeckung des Jahres gewonnen hat, knallten nicht nur im Roussillon die Korken. Mit der Zunge schnalzte auch Manfred Böhm. Der Ulmer Weinhändler ("Weinforum Böhm") ist mit Teibert befreundet und darf ohne Übertreibung für sich beanspruchen, zu den Entdeckern des jungen Weinmachers zu gehören.

    Jedenfalls präsentierte Böhm Teibert und dessen Weine schon in Ulm, als dieser sich 2003 in Südtirol noch auf dem Gut Manincor seine erste Sporen verdiente. Seinen holzfassgereifter Sauvignon blanc namens Lieben Aich, sollte wenig später die "Welt am Sonntag" zum besten italienischen Weißwein küren und seinen Schöpfer Teibert rühmen: "Der Wein - verantwortet von dem begnadeten, kompromisslosen Weinmacher aus Ulm - ruht in sich, protzt nicht, lockt nicht, schreit nicht und erobert doch."

    Die rasante Karriere geht weiter, als Teibert 2005 seinem inneren Antrieb folgt ("Ich bin Ulmer, lebe in Italien, fühle französisch"). Der Önologe geht nach Südfrankreich, wo er die Tochter des großen Gérard Gaubys kennen- und lieben lernt, heiratet und als Winzer erstmals sesshaft wird.

    Teibert setzt vorbehaltlos auf regionaltypische alte Traubensorten des Roussillon-Languedoc; so hatte sein erster kleiner eigener Weinberg einen Bestand aus einer 80 Jahre alten Rebsorte der kleinen Muskattraube.

    Der Wein, der daraus wird, weicht von herkömmlichen südfranzösischer Tropfen aber gänzlich ab. Nicht rustikale, schwere, fette Weine sind Teiberts Fach, er verfolgt auf den kalkhaltigen, schiefrigen, tonigen Böden die mineralische Linie filigraner Weine im ausgewogenen Verhältnis von Säure, Frische und Restzucker. Der "Homme du vin" aus Ulm beschreibt seinen Geschmack selber so: "Ich mag Frucht, nicht Vanille." Aber hallo!“

    Die Domaine de l’Horizon liegt im kleinen Örtchen Calce, geographisch ganz im Süden, im französischen Teil der Côtes Catalanes, 15 km vom Stadtkern Perpignan entfernt am Fuße der Pyrenäen. Auf 110 m Höhe hat der Ort 320 ha Weinberge ausgewiesen. Die einmalige Bodenbeschaffenheit und klimatisch gute Bedingungen sind die Basis für diese finessenreichen Weine. Schwarz und Blauschiefer, Kreide, Kalk sowie Löss und Mergelböden ergeben eine seltene fast einmalige Bodenvielfalt. Grenache, Carignan, Macabeau und Muscat also alles regionaltypische Traubensorten werden auf uralten Rebanlagen geerntet. Durch die intensiv aufwendige biodynamische Arbeit im Weinberg kann trotz des hohen Alters der Reben ein gesundes Lesegut geerntet werden. Die Kellerarbeit und die Kellertechnik sind minimalistisch puristisch und ohne jeglichen technischen Schnick-Schnack. Keinerlei Fremdhefen oder technische Zusätze erreichen den Most. Die natürliche Spontanvergärung sorgt für authentische terroir-intensive Weine.

    Thomas Teibert katapultierte sich auf Anhieb in den Weinolymp.


    Stephan Reinhardt schreibt im WeinWisser:

    „In Calce, dem Burgund des Südens und hinsichtlich seiner komplexen und finessenreichen Weine wohl aufregendsten Dorf des Roussillons (Gauby, Matassa, O. Pithon u.a.), gibt es ein neues Weingut, auf das man aufpassen sollte: Domaine de l’Horizon. Nach einem starken weißen 2006er-Premierenjahrgang, von dem es allerdings nur ein einziges Faß gab, sind nun die feinen 2007er auf dem Markt – in jeweils vernünftiger Menge und vorzüglicher Qualität.“

    Domaine de l`Horizon Blanc 2007, Vin de Pays des Côtes Catalanes

     

    18/20 Punkte im WeinWisser, Stephan Reinhardt schreibt:

    „ 2/3 Macabeu, 1/3 Grenache Gris mit etwas Grenache Blanc. Zu 70% auf kargen, steinhaltigen Kalkböden gewachsen, ansonsten auf Mergel- und Schieferböden. Fünf Stunden auf der pneumatischen Presse, Ganztraubenpressung für mehr Feinheit und Frische, spontane Vergärung in neuen, schwach oder gar nicht getoasteten Eichenholzfässern unterschiedlicher Grössen. Klares, frisches, ganz leicht rauchiges und salziges Bouquet mit weissen und gelben Fruchtaromen (Pfirsich!) sowie zarter Vanille- und Traubensüsse. Am Gaumen super klar und filigran, sehr detailliert und präzise in der hellen frischen Frucht, salzig-mineralische Säure, sehr elegante und ausgewogene Textur, lang anhaltend und animierend, aber ohne jede alkoholische Wucht (13,5% Alk.). 12 500 Flaschen gefüllt.“


    93/100 Punkte Robert Parker:
    “The 2007 Domaine de l’Horizon Blanc (a blend of Macabeu and Grenache Gris with a smidgeon of Grenache Blanc) smells of diverse, pungent, musky flowers (narcissus, iris, and unidentifiable) citrus zest, and toasted nuts. A luscious, honeyed, yet refreshing and piquant palate mingles lime, fresh fig, white peach, and – like all of the best Grenache Gris-based Roussillon whites – evinces impossible-to-pin-down carnal and mineral dimensions (including a hint of Gewurztraminer-like bacon fat) that will keep you thinking about this wine long after its finish dies away ... and that is already a long time! The intriguing, invigorating piquant persistence here somehow resembles a combination of citrus zest, peach fuzz, and crystalline mineral dust. Incidentally, like its red counterpart, this wine is only 13.5% in alcohol. I can imagine this being fascinating to follow for at least 5-7 years.

    Thomas Teibert is better-known in Roussillon as the agent for Austrian Franz Stockinger’s barrels than as vintner. He founded his Calc estate in 2006, after taking a degree in Geisenheim and having been involved with prominent wineries in southeastern Germany, St. Emilion, South Africa and northern Italy. With the help of German partners, he now has modest acreage in old vines, a proper cellar, and the means to pursue biodynamic viticultural methods, benefitting from a close relationship with Gerard Gauby as well as an insider’s insights into the work of many others of Roussillon’s most talented vignerons. As might be expected from his Stockinger connection, Teibert emphasizes barrels of 500 liter and larger capacity.”

    Domaine de l`Horizon Rouge 2007, Vin de Pays des Côtes Catalanes

    18/20 Punkte im WeinWisser, Stephan Reinhardt schreibt:
    „2/3 Grenache, 1/3 Carignan von bis zu 100-jährigen Reben. Klares, leuchtendes Kirschrot mit bläulichem Reflex. Fast kühles, von mürber und doch frischer natürlicher Frucht (Kirschen, gebackene Waldbeeren) geprägtes Bouquet mit würzigen Tabaknoten, etwas Lakritz, dazu frisch gemahlener roter Pfeffer, rohes Fleisch, edles Holz, kalter Mokka. Eleganter, seidig-saftiger und finessenreicher Gaumen mit fülligem Körper, konzentriertem, momentan sehr schmeichelndem und süßem Fruchtfleisch (wiederum Kirschen und reife Waldbeeren) feiner Säurefrische und spannender mineralischer Grundstruktur, animierender Abgang, eine anhaltend dickschalige Beerenfrucht mit schönem Tanninbiss am Gaumen hinterlassend. Unbedingt einen halben Tag vor Genuß dekantieren – auch wenn der Wein momentan frisch geöffnet betört.“

    93/100 Punkte Robert Parker:
    “A gorgeous and highly distinctive aroma of purple plum, pomegranate, iris, marrow, and chalk dust rises from the glass of 2007 Domaine de l’Horizon Rouge (a blend of Grenache and Carignan), leading to a palate presentation of polish, clarity, and a remarkable degree of sheer refreshment, its plum and pomegranate accented with fresh ginger and underlain by deep, savory meatiness. This wine’s fresh fruit edge, illusive carnality, and aura of chalk dust persist into a finish guaranteed to call forth the next sip. Teibert proudly points out that his two week fermentation regimen for this wine included a single genuine (i.e. barefoot) pigeage. A lot of vintners – not just in Roussillon – should consider taking lessons in pedal technique from this gifted newcomer! I suspect his inaugural red will be worth following for at least 6-8 years.”

    Im neuen Jahrgang 2008 begeistert die Domaine de l’Horizon mit vier Spitzencuvées:

    "Le Patriot 2008" von Thomas Teibert augenzwinkernd als Hommage an die großen Mosel-Rieslinge von J.J. Prüm bezeichnet, ist der spannende weisse Einstiegswein aus Macabeau, Grenache, Muscat und Petit Grain. Er duftet einladend floral nach Blüten, Rosenblätter und Grapefruit, am Gaumen entfalten sich feine reife Früchte die an Pfirsich und Mango erinnern. Der Abgang hat Länge und eine gewollt fordernde, nervige Salzigkeit. Der Wein schmeckt jetzt jugendlich frisch. Dekantieren und Genießen Sie den Wein aus dem großen Burgunderglas, das öffnet angenehm die feinen Aromen sowie die opulente Frucht. Seine ideale Trinkreife erreicht der Wein nach 3 bis 5 Jahren Lagerung.

    « Esprit de l´Horizon rouge 2008 »

    Der rote Junior der Domaine de l´Horizon. Dieser süffig feine Rotwein besteht vorwiegend aus Carignan und Grenache von den jüngeren Rebanlagen der Domaine, auch wenn diese schon zwischen 20 und 30 Jahre alt sind. Nach etwa 10 tägiger Maischegärung reift der Wein für ein Jahr in 500 l Tonneaux. Transparentes Karminrot, feines bereits geöffnetes Bouquet von roten Beeren und Gewürzen, ergänzt von einem Hauch Vanille. Er ist wie alle Horizons saftig und elegant bei ansprechender Länge. Schon jetzt herrlich zu trinken, wird er einige Jahre Freude bereiten, ist aber nicht zum langen Einlagern gedacht.

     

     

     

    « Domaine de l´Horizon blanc 2008 »
    Die Weißweincuvée aus Macabeau, Grenache Gris, Grenache Blanc wächst vorwiegend auf Kalkschotter mit hohem Stein- und Tonanteil, teilweise stark Eisenoxidhaltig, Marne (Ton-Kalk-Schieferverwitterung (bläulich-graue Farbe), Schwarzer und brauner Schiefer. Langsame, schonende Ganztraubenpressung, statische Vorklärung (12-24 h), anschließend natürliche Gärung mit den Naturhefen im Holz (500 l, 600 l, 1200 l, 2000 l Fässer), Biologischer Säureabbau, 12 Monate auf der Hefe.
    Funkelndes Goldgelb. Intensives Bouquet von gelben und weißen Früchten (Pfirsich, Birne, Melone, Ananas), eine duftende Sommerwiese mit Blumen und wilden Kräutern. Am Gaumen kraftvoll, vollmundig, dabei jedoch ungemein filigran und elegant durch die glasklare, reintönige Stilistik und die erfrischende Säure und Mineralität. Langes imposantes Finale. Großer Wein zu Krustentieren, gegrilltem Fisch und Kalb.

    « Domaine de l´Horizon rouge 2008 »
    Auch diese Cuvée besteht aus Grenache Noir und Carignan Noir. Die Böden sind ebenfalls extrem, vielfältig. Größtenteils werden ganze, ungequetschte Beeren verarbeitet. 14 tägige offene Maischegärung in Holz- und Beton. Minimale Extraktion, 12 Monate Ausbau in 500 l, 600 l, 1.200 l und 2.000 l Fässern.
    Gedecktes Purpurrot mit blauen Anklängen, tiefes komplexes Bouquet von Waldfrüchten mit einer Spur Zimt und Gewürzen, frische Frucht, saftig und voluminös, lang. Trinkzeitpunkt: ab Mai 2010 für seine jungendliche, verführerische Frucht, in 3-4 Jahren für seine sich öffnende Komplexität und ab 2015 für sein volles entwickeltes Bouquet und seine Finesse. Am besten ebenfalls im großen Burgunderglas zu genießen.

  • Dorina Lindemann, Quinta da Pansel - Portugal


    24.03.2010

    Dorina Lindemann - Quinta da Plansel / Marques de Montemor - Alentejo / Portugal

    Die gebürtige Pfälzerin ist eine ausgewiesene Powerfrau und bringt            frischen Wind ins Alentejo, eine der aufregendsten Regionen im Weinland Portugal.

    Denn wie keine andere, ist sie mit dem größten Schatz Portugals, den über 300 autochtonen Rebsorten vertraut und dank ihrer Experimentierfreude und Kompetenz in der Lage die jeweils passenden Varietäten für ihre Weine auszuwählen.

    Sie ist Vorreiterin des neuen, landesweiten Trends zu Weinen mit weichen Tanninen und vollmundig, komplexem Charakter mit mehr Frische, Frucht und Eleganz, der Portugal in den letzten Jahren den großen Aufschwung und die verdiente internationale Anerkennung gebracht hat.

     

    Im nordwestlichen Teil des Alentejos, etwa 100 Kilometer südlich von Lissabon, liegt die QUINTA DA PLANSEL. 60 Hektar Weinberge sind rund um die Stadt Montmor-o-Novo verteilt und gehören zum DOC Anbaugebiet Évora, einem Untergebiet des Alentejos. Das Weingut wurde 1997 von der Familie Böhm-Lindemann gegründet, die aus Neustadt in der Pfalz stammt und schon seit Generationen mit dem Weinbau verwurzelt ist.

    Evora, die "Perle des Alentejo" wurde von der Unesco zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt. Die Stadt ist ein begehbares Museum, der zentrale Platz bietet einen einmaligen Mix aus gotischer Kathedrale, riesenhaften römischen Säulen (die einem Dianatempel zugeschrieben werden) und barocken Palästen. Sicher würde der Vergleich mit toskanischen Weltstädten wie Florenz oder Siena in die Irre führen, aber dafür steht in den Gassen von Evora ein geradezu betäubender Duft von blühenden Orangenbäumen.

    Das DOC - Qualitätsweinbaugebiet Alentejo mit seinen acht Untergebieten liegt im Süden von Portugal. In den weiten Ebenen dieses vom mediterranen Klima geprägten Gebietes wachsen eigenständige Rebsorten, die hier Ihren genetischen Ursprung haben und deshalb den klimatischen Bedingungen besser entsprechen als die bekannten Allerweltssorten.
    Der Alentejo, gekennzeichnet durch seine wechselhafte Geschichte, besitzt einen grossen Reichtum an weitgehend erhaltener Architektur. Die Geschichte des Weinbaus lässt sich bis in die Zeit der Römer und Phönizier verfolgen. Seinen Höhepunkt erreichte der Weinbau zum Ende des 17. Jahrhunderts durch das portugiesische Handelsabkommen mit England und die weltweit erste Klassifikation bestimmter Anbaugebiete im Jahr 1756.

    Die Landschaft des Alentejos ist vielseitig mit Naturparks und ausgedehnten Jagdflächen, die sich mit traditioneller Landwirtschaft (Korkeichen, Olivenbäume, Getreide- und Weinbau) abwechseln. Die hohe Ertragsfähigkeit der Böden wird beschränkt durch die Trockenheit der heissen regenfreien Sommermonate.

    Hansjörg (Jorge) Böhm kam 1984 nach Portugal und widmete sich der Selektion und Erforschung der alten, autochtonen Rebsorten Portugals. Seine Firma für Rebenzüchtung und Rebveredelung ist der einzige Betrieb in Portugual, die über zertifiziertes Pflanzgut verfügt. Die Reben für das Weingut kommen somit alle aus dem eigenen Anbau und können dadurch auf Boden- und Klimaverghältnisse besonders gut abgestimmt werden.

    Seine Tochter Dorina Lindemann, an der renommierten Fachhochschule Geisenheim zur Weinbau-Ingenieurin ausgebildet, leitet das Weingut und zeichnet für den charaktervollen Stil der Weine verantwortlich.
    Die "Marquês de Montemor"-Weine sind modern-fruchtig vinifizierte Cuvées aus typischen portugiesischen Rebsorten wie Arinto, Viosinho und Antão Vaz im Weißwein und Aragonez, Trincadeira, Castelão, Tinta Roriz und Touriga Nacional bei den Rotweinen.
    Das besondere Anliegen von Dorina Lindemann sind jedoch die nur in kleiner Menge verfügbaren Rebsortenweine der "Plansel Selecta" Linie, mit den Paraderebsorten Touriga Franca und Touriga Nacional, die das höchste Potential für die heiße Weinbauregion besitzen und bei günstigen Bedingungen außergewöhnlich gute Qualitäten ermöglichen. Es sind körperreiche, gut strukturierte Weine mit hoher Intensität der Farbstoffe, des Aromas mit fruchtigen Noten von reifen, dunklen Waldfrüchten und guter Balance zwischen Tanninen und Frucht.

    Die Quintessenz ihrer Weinphilosophie findet man in ihrer nur in Spitzenjahren erzeugten Reserva "Dorina Lindemann".

    Dorina Lindemann Reserva 2007

    Cuvée aus Toruiga Nacional und Aragonez
    Die über nacht gekühlten Trauben wurden 25° C. über einen Zeitraum von 12 Tagen langsam in alten Barriques vergoren und reiften zur Vollendung 15 Monate in neuen französischen Barriques.

    Der Wein präsentiert sich in intensivem Rubinrot, mit sehr vielschichtigen Aromen von Pflaumen, Lakritze und dunklen Beerenfrüchten. Nachhaltig und körperreich am Gaumen. Vollmundig mit samtigen Tanninen und edler Struktur.

    Der Jahrgang 2007 war gekennzeichnet durch eine exzellente Traubenqualität bei sehr geringen Erträgen.

    Daher gibt es leider nur 2.000 Flaschen.

    Die Rebsortenweine Plansel Selecta "Colheita Seleccionada"

    Die über Nacht gekühlten Trauben werden in traditionellen Lagars bis zu 15 Tagen langsam vergärt. Extrem schonend für die Beere, da keine Pumpen verwendet werden und die Kerne und Beerenhäute dadurch nicht mechanisch belastetet werden.

    Touriga Franca 2008

    Tiefdunkle, grantrote Farbe mit violettem Schimmer.
    Bereits in der Nase ein beeindruckender Auftakt von aromatischen Beerenfrüchten, der sich im Gaumen explosionsartig weiter entfaltet.
    Weiche Tannine vervoll-ständigen einen sehr vollmundigen und komplexen Abgang.

    Touriga Nacional 2008

    Tiefdunkle, granatrote Farbe mit violettem Einschlag.
    Frisches Aroma nach Haselnuß, Feige und Pflaume.
    Durch seine ausgewählte Rebsorte entsteht ein subtil floraler Orangenblütenduft. Im Geschmack ist der Wein vollmundig würzig, weich und sehr harmonisch.

     

    Der Biowein: Zebro 2008

    Geschichte:
    Das Zebro stammt von den iberischen Wildpferden ab. Es war weiss,grau gestreift uns ist im 16. Jhdt. ausgestorben. Als die portugiesischen Schiffe in Afrika am "Cape of Good Hope" ankamen, fanden sie dort ein ähnliches Tier vor, was sie dann Zebra nannten. Man glaubt, dass die Pferderasse Sorraia ein direkter Nachfahrer von diesem Zebra ist. Da es in der Umbgebung von Montemor, speziell um diesen Weinberg herum noch einheimisch ist, wurde beschlossen das Gebiet zu schützen. Heute darf dort nur biologisch gearbeitet werden.

    Cuvée aus Trincadeira, Aragonez, Cabernet, Alicante Bouschet und Touriga Nacional.
    Schönes kräftiges Granatrot, mit viel Frucht vor allem Pflaume und Beerenfrüchte. Harmonisch, komplex mit wunderschönen Kirsch und Beerenaromen auch am Gaumen. Im Abgang bleibt eine vielschichtige fruchtige Frische bestehen.

  • Schaeffer & Zeter, Neustadt (Pfalz)


    23.02.2010

    Ein weiteres innovatives Weinprojekt mit höchst bemerkenswerten Konzept-Weinen verfolgt Oliver Zeter gemeinsam mit Andreas Schäffer, der in Hambach ein klassisches Familienweingut führt und seinem Bruder Christian unter dem Namen Schaeffer & Zeter.

    schaeffer und zeter

    Quelle: http://www.schaeffer-zeter.de

    In der Pfalz geboren und aufgewachsen verbindet die Drei eine jahrelange Freundschaft und die Begeisterung an den Weinen ihrer Region.

    Die Freude gute Weine selbst zu machen, führte zur Idee möglichst frei von Zwängen durch Pacht oder Kauf von Weinbergen gehobene Qualität aus den besten Pfälzer Lagen produzieren zu können. Manch gute Parzelle in der Gegend wird mit Überertrag beansprucht oder nicht einwandfrei bewirtschaftet - was im besten Falle nur zu durchschnittlichen Weinen führt. Was wäre, wenn man den Besitzern dieser Weinberge einen erträglichen Festbetrag pro Hektar garantiert, um das Qualitätspotenzial bestmöglich auszuschöpfen?

    Diese Idee wurde im Jahrgang 2007 erstmals umgesetzt. Mit Traubenanbauern, denen man das Vorgehen im Weinberg während der Vegetationsphase der Rebe vorgibt, wurden Verträge zur Produktion optimalen Leseguts geschlossen. Häufige Kontrollen in den Weinbergen im Laufe der Vegetationszeit sollen zu bestmöglichem Lesegut führen. Die Übernahme der Trauben erfolgt direkt nach der Lese noch am Weinberg. So kommen sie schonend und schnell ins Weingut. Das Ziel ist die optimale Qualität des Rebstocks. Sind die Trauben erst einmal im Keller, sollte der Einfluss nur noch minimal sein: "Was in der Traube nicht ist, kann im Keller nicht entstehen".

    Andreas Schäffer ist verantwortlich für den Ausbau der Weine von SCHÄFFER & ZETER. Im Gespräch mit den Traubenproduzenten und durch das Probieren der Trauben im Weinberg erkennt er früh, welche geschmackliche Anlagen der Beere inne wohnen. Gemeinsam mit Oliver Zeter definiert er die Schritte, die im Keller zu unternehmen sind um die Frucht zu bewahren, zu veredeln und auf die Flasche zu bringen.

    Die Weine des Debut-Jahrgangs 2007 sind der Riesling „Wetterkreuz“ aus Weinbergen der Mittelhaardt. In guten Lagen der Südpfalz wachsen der Grauburgunder „Silberberg“, das Rotweincuvée „Südhang“ sowie der Spätburgunder „Bischofskreuz“.

    Info’s zu den aktuellen Jahrgängen unter: http://www.schaeffer-zeter.de/v1/v1_DE/weine.php

     

     

    Stephan Reinhardt schreibt in René Gabriels WeinWisser zu den Debut-Weinen:

    2007 Riesling trocken Wetterkreuz (7,50 !):

    „Trauben von Buntsandsteinverwitterungsböden der Mittelhaardt. Mittelintensives Gelb. Brillantes, volles Riesling-Bouquet mit feinen Noten reifer gelber Früchte und kühler, an Eisen und Gestein erinnernder Würze, zart nussige Nuancen. Am Gaumen saftig, dicht

    und pikant, spannungsreich, mit feinster Säure und klarer mineralischer Struktur.

    Entwickelt eine schöne Länge mit frischen Zitrusnoten. Insgesamt ein vorzüglicher, ziemlich geradliniger trockener Riesling von kühler Eleganz und mit weit mehr Substanz und Geschmack, als man es heute bei einem derart leichtgewichtigen Wein (11,5%) vermuten würde. Dies sollte vielen Grossen Gewächsen der Region ein Vorbild sein.“ 17/20 Punkte

    2007 Grauburgunder trocken Silberberg (7,50 !):

    „Trauben von Löss- und Lehmböden über Kalk. Mittleres Gelb. Feines reifes, vielschichtiges Burgunderbouquet mit kühler Brillanz, etwas Gesteinsmehl, einem Hauch Hefe, weißem Kernobst sowie Bratapfel. Klarer, eleganter Gaumenauftakt, dann sogleich eine präzise, animierende Frucht- und Körperfülle entwickelnd, feiner Schmelz mit delikater Säure, im kompakten Finish Zitrusnoten. Ein brillanter, geradlinig-eleganter, recht ausdrucksvoller Burgunder mit wiederum viel Geschmack und aufrichtigem Charakter bei vergleichsweise moderatem Alkoholwert.“ 17/20 Punkte

    2007 Südhang Rotweincuvée trocken (7,50 !):

    „ 45% Dunkelfelder und 30% Merlot stammen von Walsheimer Löss-Lehmböden, 25% St. Laurent vom leichten Sandboden in der Nähe von Nussdorf, alles Südpfalz.Dunkles, violettstichiges Purpur. Würziges, fruchtintensives Beerenbouquet mit Kirschen, Preisel-, Blau- und Himbeeren, dezente Rauch- und Toastaromen. Seidiger, transparent strukturierter Gaumen mit feiner dunkler Frucht, vornehmer Säure und angenehm spröden Tanninen. Herb-süsses Finish. Mittelgewichtig und noch sehr jung. Ein ornehmer, fruchtbetonter Rotwein zu Haarwild und würzigen Bergkäsen.“ 16/20 Punkte

    2007 Spätburgunder trocken Bischofskreuz (11 !):

    „ Zehnjährige Reben einer besonders klein- und lockerbeerigen Variante des klassischen Spätburgunders, auf sandigen Südpfälzer Lehmböden wurzelnd. Leuchtendes Purpur. Warmtönig-reife, angenehm entspannte Burgunderfrucht mit zart-würziger Toastnote und einem Hauch Büffelleder. Sanfter, geschmeidiger Gaumenauftakt mit schöner waldbeeriger Extraktsüsse und mit feinkörnigem, herb-würzigem Tannin. Ein generöser, momentan süss-fruchtiger Spätburgunder mit ausdrucksvollem, noch nicht ganz vom Holzfaß befreitem herben Finish. Vielleicht hätte er etwas länger im Fass liegen bleiben sollen. Dennoch mit gutem Alterungspotenzial.“ 16/20 Punkte

  • Oliver Zeter, Neustadt (Pfalz)


    21.02.2010
    Lieben Sie Sauvignon Blanc von der Loire oder Südafrika? Oder gar die seltenen und berühmten weißen Condrieus?

    Dann sollten Sie unbedingt die feinen, charaktervollen Weine von Oliver Zeter kennenlernen.

    oliver zeterIm WeinWisser Nr. 9/2008 antwortet er auf die Frage:

    „Doch weshalb eigentlich Sauvignon Blanc, Herr Zeter?:

    …Dort habe ich den bislang besten Weisswein meines Lebens getrunken. Buitenverwachting Sauvignon Blanc 1990; super sexy und gleichzeitig aristokratisch, vor Fruchtaromen strotzend und trotzdem dezent und subtil, facettenreich eben. Zudem ist ein guter Sauvignon weniger lagenabhängig, sondern er wird durchaus gemacht – durch den richtigen An- und Ausbau.

    Mit entsprechenden Maßnahmen im Weinberg wie im Keller kann man auch bei uns in Deutschland gezielt auf einen bestimmten Stil hinarbeiten.“

    Schnell machte sich der gelernte Weinbautechniker, der hauptberuflich mit seinem Vater Lutz und Bruder Christian, die von seinem Vater gegründete Weinhandelsagentur Zeter in Neustadt an der Weinstraße führt, mit seinem ersten Jahrgang 2007 einen Namen. Seine klaren, fruchtbetonten, rassig-animierenden Weine, konnte er bis auf wenige Reserven, die es bei befreundeten Händlern zu kaufen gibt, in Spitzenrestaurants und Szenelokalen wie der Sansibar auf Sylt auf die Karte bringen. Neben Sauvignon gibt es Viognier und einen roten Likörwein aus Muscat Bleu (eine Schweizer Muscat-Kreuzung aus den 1930er Jahren). Die Weine baut Oliver Zeter im Weingut seines Freundes Andreas Schäffer in Hambach aus.

    Bei einem Besuch im Spätsommer 2009 begeisterten uns auch ein feiner eleganter 2008er Chardonnay und eine beeindruckende Rotweincuvée aus Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah, schlicht „Z Rotwein“ genannt, aus dem Jahrgang 2007. Beide verkosteten wir kurz vor der Füllung ebenso als Faßprobe , wie den neuen Sauvignon Blanc 2008, der auch in einer zweiten, kurze Zeit im Barrique vergorenen Variante als Sauvignon Blanc – Fumé wieder exzellent gelungen ist. Unser Favorit war jedoch der Viognier 2008, ein Wein mit ungeheuer opulenten Fruchtaromen, der seinen fast wuchtigen, kräftigen Körper mit einer rassig-frischen Säure zügelt und mit seinem wunderbar klaren Ausdruck und seinem stoffig-cremigen Finale burgundische Größe besitzt.

    Stephan Reinhardt schreibt in René Gabriels WeinWisser zu den Weinen des Debütjahrgangs:

    2007 Sauvignon blanc (10,50 €)

    'Herrlich klares, frisches und animierendes Fruchtbouquet von präzis aufgefächerten heimischen und tropischen Früchten, dazu florale Noten, alles von feiner Intensität. Offenbar wurden alle Partien zur richtigen Stunde gelesen, denn kein grünes Gras- oder Spargelaroma trübt den Genuss. Am Gaumen einen vollen Körper zeigend, saftig, pikant und herrlich frisch, mit erneut aromatischer, sehr präziser Fruchtausprägung und animierendem Säurebiss, nachhaltig. Einer der besten Sauvignons nördlich der Alpen und selbst in Südtirol, wo Sauvignons ähnlicher Stilistik kultiviert werden, konkurrenzfähig.'' 17/20 Punkte

    Lesen Sie dazu auch: http://www.lecker.de/weinwelt/weindesmonats/artikel-959951-weindesmonats/Wein-der-Woche-aus-der-Sansibar-Sauvignon-Blanc-von-Oliver-Zeter.html

    2007 Viognier (13 €)

    „Condrieu-Klon auf fruchtbarer Pfälzer Erde – ds erfordert eine scharfe Rebschere und gnadenloses Ausdünnen. Zum Teil im Barrique nach Burgunderart ausgebaut. Reife Aprikosenfrucht und zarte Hefenoten im würzig-klaren Bouquet. Am Gaumen gehaltvoll, fast etwas wuchtig, saftig, klar, mit schöner pikanter säure- und Aromafrische, stoffige Länge. Mit zunehmendem Rebenalter wird dr Wein an Komplexität und innerer Dichte zulegen. Der 2007er ist in dieser Hinsicht bereits ein tolles Versprechen.“ 16/20 Punkte

    2007 Muscat Bleu (9,80 € - 0,375 l)

    „Likörwein, der wie Port erzeugt wird. Junges blaustichiges Purpur mittlerer Intensität. Feinwürzig-aromatischens, an Blüten, Pflaumen und Waldbeeren erinnerndes Muskatbouquet. Am Gaumen mit klarer, präziser und frischer Fruchtausprägung, feiner Würze, filigraner Säurestruktur und ausgewogenem Körper. Zart herber, frisch-fruchtiger Nachklang. Ein delikater, herrlich aromatischer Körper, Fruchtsüsse und Säure leichtfüßig balancierender Likörwein, der solo, aber auch zu Käse ein riesiges kabinettartiges Trinkvergnügen bereitet.“ 16/20 Punkte

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