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  • Falstaff Wein Trophy 2015 - Die Gewinner


    04.03.2015

    Falstaff Wein Trophy 2015 - Die Gewinner

     

    Bereits zum fünften Mal ehrte Falstaff Deutschland die herausragenden Weinpersönlichkeiten.

    Carolin Spanier-Gillot ist Winzerin des Jahres.

    »Längst überfällig« oder »verdientermaßen« hörte man die Gäste der fünften Falstaff Wein Trophy an diesem Abend häufig sagen.

    Obgleich die Zeiten lange vorbei sind, da Wein und dessen Bereitung allein in den Händen von Männern lag, werden Frauen, die ebenso Herausragendes in diesem Metier leisten, doch vergleichsweise selten geehrt.

    Wenn Carolin Spanier-Gillot vom Weingut Kühling-Gillot (Rheinhessen) heute von Falstaff Deutschland zur »Winzerin des Jahres« gekürt wurde, haben sich die Zeiten dann auch nicht geändert, sondern spiegeln sie lediglich zeitgemäß wider. Ein Anspruch, den auch Falstaff, das Magazin für kulinarischen Lifestyle, stets an sich und seine Berichterstattung stellt.

    Die Redaktion des Falstaff nominierte pro Kategorie jeweils drei Kandidaten. Bundesweit wurde eine Experten-Jury eingeladen, in geheimer Wahl jeweils einen Sieger zu ermitteln. Die fachkundigen Juroren sendeten ihre Stimmzettel an den Notar Dr. Udo Heinrich. Dieser ermittelte aus den Nominierten die Sieger der Trophy:


    Winzerin des Jahres: Carolin Spanier Gillot, Rheinhesssen


    24 Jahre jung war die studierte Önologin, als sie 2002 die gesamte Verantwortung für das elterliche Weingut Kühling-Gillot übertragen bekam. Die Herausforderung, in einer männerdominierten Weinwelt zu bestehen, nahm sie nicht nur an, sondern meisterte sie von Anbeginn mit Bravour. Heute bildet sie gemeinsam mit ihrem Mann Hans-Oliver Spanier (Weingut BattenfeldSpanier) das dialektische Dreamteam in der deutschen Weinszene.


    Newcomer des Jahres: Tobias Knewitz, Rheinhessen

     Wer Enthusiasmus und Überzeugung eines Tobias Knewitz einmal erlebt hat, wird sich verwundert die Augen reiben, wenn er das Alter dieses leidenschaftlichen Winzers aus Rheinhessens Norden erfährt.

    Gerade 24 Jahre Lenze zählt er – und sorgt mit seinen Rieslingen aus der enorm kalkhaltigen Lage Hundertgulden bereits für Aufsehen. Der Mann lebt Wein und liebt ihn, das schmeckt man. Der Beginn einer großen Karriere?


    Dr. Heinrich Wirsching (Lebenswerk)


    Seine Dissertation habe er nur geschrieben, weil er mit einer Banklaufbahn gerechnet habe, sagt Wirsching. Doch es kam zum Glück anders. Als sich sein Vater 1964 zurückzog, übernahm er mit seinem Bruder die Geschicke des elterlichen Betriebs in Iphofen. So wuchs das Weingut »Hans Wirsching« von damals zwölf nicht nur auf heute stattliche 75 Hektar, sondern ist zudem eine Chiffre großartiger fränkischer Weinbaukultur geworden. Kein Grund zum Ausruhen aber, wenn selbst in
    einem reifen Lebensalter solche Jugendlichkeit möglich ist – bei den Weinen des berühmten Iphöfer

    Den vollständigen Bericht lesen Sie bei im führenden Weinmagazin FALSTAFF oder unter Falstaff.at

    Über Falstaff
    Falstaff ist Deutschlands Magazin für kulinarischen Lifestyle. Falstaff startete im September 2010 mit der ersten Ausgabe für den deutschen Markt. Seitdem steht Falstaff für eine neue Qualität im Zeitschriftensegment der gehobenen Kulinarik- und Reisemagazine in Deutschland - inhaltlich wie optisch. Falstaff ist ein Magazin mit einer besonders anspruchsvollen, vermögenden, hochgebildeten Zielgruppe, die offen ist für Luxus, Genuss und Savoir-vivre.

  • Eichelmann 2015 "Beste deutsche Weissweinkollektion des Jahres" Jochen Beurer


    28.11.2014

    Der württembergische Winzer Jochen Beurer aus dem Remstal hat für  Gerhard Eichelmann aktuell die beste Weissweinkollektion aller deutschen Winzer im Keller!

    „Jochen Beurers Weine werden immer spannender, komplexer, behalten aber ihre Trinkfreude und relativ moderate Alkoholwerte“, schwärmt Eichelmann derweil in seiner Laudatio anläßlich der Präsentation seines Weinführers "Deutschlands Weine 2015" im November 2014 in Mannheim.

    Bis hinauf zum Prädikat Weltklasse (mit 95 Punkten) für den 2013er Riesling Großes Gewächs reichen die Einzelbewertungen. Und konsequenterweise zeichnet Eichelmann Deutschlands Weine 2015 denn auch das Stettener Weingut mit dem Titel „Beste Weißweinkollektion Deutschlands“ aus.

    „Das ist eine tolle Sache“, sagt der allgemein eher weniger zu euphorischen Regungen neigende Jochen Beurer: „Mich freut das wahnsinnig, dass die beste Weißweinkollektion aus Württemberg kommt, wo ja eigentlich die Roten zu Hause sind.“ Es sei eben so, dass Eichelmann Weine mit Ecken und Kanten gefielen oder auch mal neue Aromen – „da fühlen wir uns wohl und verstanden in unserer eigenen Art, mit anderen Strukturen und mit Eigenständigkeit“. Und gut tue es natürlich auch, dass man mit Wein aus Stetten jetzt „auf einer Stufe mit den klassischen Rieslinggebieten angekommen ist“.

  • Gambero Rosso 2014 Vini d'Italia - Tre Bicchieri - Die besten Drei Gläser-Weine aus der Toskana


    24.10.2013

    Am 19. Oktober 2013 wurde in Rom der „Gambero Rosso 2014 – Vini d’Italia“, Italiens Weinführer No. 1 durch die Weinregionen vom Aostotal bis Sizilien präsentiert.


    Mehr als 45.000 Weine wurden von den  sechzig Experten verkostet und bewertet.  Die 20.000 besten von 2.360 Produzenten werden im Führer rezensiert.
    415  Weine wruden mit den begehrten „Tre Biccheri -  Drei Gläser“ preisgekrönt..
     Unter den Regionen wahrte  Piemont mit 77 Drei Gläser-Weinen seine führende Stellung, gefolgt von der Toskana mit 72 und dem Veneto mit 36.
    Danach folgen Südtirol mit 27, Friaul-Julisch Venetien mit 24, Lombardei mit 23, Kampanien mit 20,  Sizilien mit 19, die Marken mit 18 , Apulien, Sardinien und Abruzzen mit jeweils 13 , Emilia Romagna, Umbrien und Trentino mit jeweils 11 , 7 Drei Gläser-Weine kommen aus Ligurien und 6 aus dem Aostatal. Abgerundet wird die Liste durch das Lazio mit 5, Basilicata und Kalabrien und  mit je 4 und schließlich Molise mit einem 1 Drei Gläser Wein.


    Die Tre Bicchieri - 3 Gläser - Weine aus der Toskana im Gambero Rosso 2014:

    Die großen toskanischen Weine erzielten bei den Tre Bicchieri ein hervorragendes Ergebnis und konnten die Anzahl der 3 Gläser Weine nochmals steigern.
    Die 24 Auszeichnungen allein für Chianti Classico und insbesondere deren Rückbesinnung auf die Tradition der Sangiovese-Weine ist ein sehr
    gutes Ergebnis für den italienischen Wein insgesamt.

    Für den Brunello di Montalcino lautet das Fazit: Die Jahrgänge 2008 und Riserva 2007 gehören nicht zu den besten, aber zu den stilvollsten und elegantesten Weinen. Das gleiche gilt für Bolgheri 2010. Die anderen, kleineren Gebiete tragen zu einer vielseitig sich präsentierenden Weinregion bei. Denken Sie an die Maremma, die nicht mehr nur mit Supertuscans sondern auch mit geschmackvollen und unkompliziert zu Trinkenden Weinen aufhorchen lässt. Dann Montepulciano oder die Regionen  um Lucca und Arezzo, wo kleinere Familienbetriebe mit hochklassigen Qualitäten aufhorchen lassen.



     

    Baffo Nero     ’11    Rocca di Frassinello
    Biserno    ’10    Tenuta di Biserno
    Bolgheri Rosso Sup. Grattamacco    ’10    Podere Grattamacco
    Bolgheri Sassicaia    ’10    Tenuta San Guido
    Bolgheri Sup. Argentiera    ’10    Tenuta Argentiera
    Bolgheri Sup. Campo al Fico    ’10    I Luoghi
    Bolgheri Sup. Castello di Bolgheri     ’10    Castello di Bolgheri
    Bolgheri Sup. Ornellaia    ’10    Tenuta dell' Ornellaia
    Bolgheri Sup. Sapaio    ’10    Podere Sapaio
    Bolgheri Sup. Sondraia    ’10    Poggio al Tesoro
    Brunello di Montalcino    ’08    Tenuta Le Potazzine
    Brunello di Montalcino    ’08    Uccelliera
    Brunello di Montalcino Bramante Ris.    ’07    Podere San Lorenzo
    Brunello di Montalcino Cerretalto '07 Casanova di Neri
    Brunello di Montalcino Fornace    ’08    Le Ragnaie
    Brunello di Montalcino Madonna delle Grazie    ’08    Il  Marroneto
    Brunello di Montalcino Phenomena Ris.    ’07    Sesti - Castello di Argiano
    Brunello di Montalcino Poggio al Vento Ris.    ’06    Tenuta Col d'Orcia
    Brunello di Montalcino PS Ris.    ’07    Siro Pacenti
    Brunello di Montalcino Ris.     ’07    Biondi Santi - Tenuta Il Greppo
    Brunello di Montalcino Ris.    ’07    Canalicchio di Sopra
    Brunello di Montalcino Ris.    ’07    Le  Chiuse
    Brunello di Montalcino Ris.    ’07    Poggio di Sotto
    Brunello di Montalcino Schiena d'Asino     ’08    Mastrojanni
    Brunello di Montalcino V. delle Raunate     ’08    Mocali
    Caberlot     ’10    Podere Il  Carnasciale
    Chianti Cl.    ’11    Borgo Salcetino
    Chianti Cl.    ’09    Castell'in Villa
    Chianti Cl.    ’11    Castello di Monsanto
    Chianti Cl.    ’10    Fontodi
    Chianti Cl.    ’10    Val delle Corti
    Chianti Cl. Baron'Ugo Ris.    ’09    Monteraponi
    Chianti Cl. Bugialla Ris.     ’09    Poggerino
    Chianti Cl. Colledilà    ’10    Barone Ricasoli
    Chianti Cl. Fizzano Ris.    ’10    Rocca delle Macìe
    Chianti Cl. Fontalpino    ’11    Fattoria Carpineta Fontalpino
    Chianti Cl. Le Corti    ’10    Fattoria Le  Corti
    Chianti Cl. Ris.    ’09    Badia a Coltibuono
    Chianti Cl. Ris.    ’10    Brancaia
    Chianti Cl. Ris.’09 Castello d'Albola
    Chianti Cl. Ris. ’10 Castello di Volpaia
    Chianti Cl. Ris.    ’10    Le  Miccine
    Chianti Cl. Vign. di Campolungo Ris.     ’09    Lamole di Lamole
    Coevo    ’10    Famiglia Cecchi
    Colline Lucchesi Tenuta di Valgiano     ’10    Tenuta di Valgiano
    Cortona Syrah     ’10    Stefano Amerighi
    Cortona Syrah Il Castagno    ’10   Dionisio
    Dofana '10 Carpineta Fontalpino
    Fontalloro    ’10    Fattoria di Felsina
    I Sodi di S. Niccolò     ’09    Castellare di Castellina
    Le Pergole Torte    ’10    Montevertine
    Montecucco Sangiovese Lombrone Ris. '09 Colle Massari
    Montecucco Sangiovese    ’10    Montesalario
    Morellino di Scansano Calestaia Ris.    ’09    Roccapesta
    Morellino di Scansano Madrechiesa Ris.    ’10    Terenzi
    Nobile di Montepulciano ’10 Conventino
    Nobile di Montepulciano    ’10    Fattoria del Cerro
    Nobile di Montepulciano    ’10    Salcheto
    Nobile di Montepulciano Nocio dei Boscarelli '09 Boscarelli
    Oreno    ’10    Tenuta Sette Ponti
    Orma    ’10    Podere Orma
    Paleo Rosso    ’10    Le  Macchiole
    Poggiassai     ’10    Poggio Bonelli
    Poggio ai Chiari    ’06    Colle Santa Mustiola
    Poggio de' Colli '11 Piaggia
    Rocca di Frassinello     ’11    Rocca di Frassinello
    Siepi    ’10    Castello di Fonterutoli
    Suisassi    ’10    Due Mani
    Torrione    ’11    Fattoria Petrolo
    Veneroso    ’10    Tenuta di Ghizzano
    Vernaccia di S. Gimignano Campo della Pieve    ’11    Il Colombaio di Santa Chiara
    Vernaccia di S. Gimignano Ris.     ’10    Fontaleoni
    Vigorello    ’10    San Felice

  • Gambero Rosso 2014 Vini d'Italia - Tre Bicchieri - Die besten Drei Gläser-Weine unter15 EUR


    24.10.2013

    Am 19. Oktober 2013 wurde in Rom der „Gambero Rosso 2014 – Vini d’Italia“, Italiens Weinführer No. 1 durch die Weinregionen vom Aostotal bis Sizilien präsentiert.


    Mehr als 45.000 Weine wurden von den  sechzig Experten verkostet und bewertet.  Die 20.000 besten von 2.360 Produzenten werden im Führer rezensiert.
    415  Weine wruden mit den begehrten „Tre Biccheri -  Drei Gläser“ preisgekrönt..
     Unter den Regionen wahrte  Piemont mit 77 Drei Gläser-Weinen seine führende Stellung, gefolgt von der Toskana mit 72 und dem Veneto mit 36.
    Danach folgen Südtirol mit 27, Friaul-Julisch Venetien mit 24, Lombardei mit 23, Kampanien mit 20,  Sizilien mit 19, die Marken mit 18 , Apulien, Sardinien und Abruzzen mit jeweils 13 , Emilia Romagna, Umbrien und Trentino mit jeweils 11 , 7 Drei Gläser-Weine kommen aus Ligurien und 6 aus dem Aostatal. Abgerundet wird die Liste durch das Lazio mit 5, Basilicata und Kalabrien und  mit je 4 und schließlich Molise mit einem 1 Drei Gläser Wein.


    Als besondere Kategorie werden 107 Drei Gläser-Weine erfasst, die weniger als 15 EUR kosten:


    A.A. Lago di Caldaro Cl. Sup. Leuchtenburg ’12 Erste+Neue Alto Adige
    A.A. Terlano Pinot Bianco ’12 Ignaz Niedrist Alto Adige
    A.A. Val Venosta Pinot Bianco Sonnenberg ’12 Cantina Meran Burggrafler Alto Adige
    A.A. Valle Isarco Pinot Grigio ’12 Kofererhof Gunther Kershbaumer Alto Adige
    A.A. Valle Isarco Riesling ’12 Strasserhof Hannes Baumgartner Alto Adige
    A.A. Valle Isarco Riesling Kaiton ’12 Kuenhof – Peter Pliger Alto Adige
    A.A. Valle Isarco Sylvaner Praepositus ’12 Abbazia di Novacella Alto Adige
    A.A. Val Venosta Pinot Bianco Castel Juval ’12Tenuta Unterorti – Castel Juval Alto Adige
    Aglianico del Taburno ’10 Fattoria la Rivolta Campania
    Arshura ’11 Valter Mattoni Marche
    Barbera d’Asti Montebruna ’11 Braida Piemonte
    Barbera d’Asti Sup.Nizza Sotto la Muda ’10 Paolo Avezza Piemonte
    Bardolino C. Brol Grande ’11 Le Fraghe Veneto
    Bianco Maggiore ’12 Cantine Rallo Sicilia
    Cannonau di Sardegna Dule Ris. ’10 Giuseppe Gabbas Sardegna
    Cannonau di Sardegna Mamuthone ’11 Giuseppe Sedilesu Sardegna
    Cannonau di Sardegna Ris. ’11 Pala Sardegna
    Cannonau di Sardegna Sileno Ris. ’10 Ferruccio Deiana Sardegna
    Carema Et. Bianca Ris. ’09 Cantina dei Produttori Nebbiolo di Carema Piemonte
    Carignano del Sulcis Is Arenas Ris. ’09 Sardus Pater Sardegna
    Castel del Monte Rosso V.Pedale Ris. ’10 Torrevento Puglia
    Castelli di Jesi Verdicchio Cl. Crisio Ris. ’11 Casalfarneto Marche
    Castelli di Jesi Verdicchio Cl. San Paolo Ris. ’10 Pievalta Marche
    Castelli di Jesi Verdicchio Cl. V. Novali Ris. ’10 Terre Cortesi Moncaro Marche
    Chianti Cl. ’11 Borgo Salcetino Toscana
    Chianti Cl. ’11 Castello di Monsanto Toscana
    Chianti Cl. ’10 Fontodi Toscana
    Chianti Cl. ’10 Val delle Corti Toscana
    Chianti Cl. Le Corti ’10 Fattoria Le Corti Toscana
    Cirò Rosso Duca Sanfelice Ris. ’11 Librandi Calabria
    COF Friulano V. delle Robinie ‘11 Ronc Soreli Friuli Venezia Giulia
    COF Pinot Grigio ’12 Torre Rosazza Friuli Venezia Giulia
    Colli Euganei Rosso Serro ’10 Il Mottolo Veneto
    Collio ’12 Ronco Blanchis Friuli Venezia Giulia
    Collio Malvasia ’12 Ronco dei Tassi Friuli Venezia Giulia
    Custoza Sup. Amedeo ’11 Cavalchina Veneto
    Custoza Sup. Ca’ del Magro ’11 Monte del Frà Veneto
    Dogliani Papà Celso ’11 Abbona Piemonte
    Eclisse ’12 La Roncaia Friuli Venezia Giulia
    Erbaluce di Caluso La Rustìa ’12 Orsolani Piemonte
    Erbaluce di Caluso Le Chiusure ’12 Favaro Piemonte
    Ferentano ’11 Falesco Umbria
    Fiano di Avellino ’12 Pietracupa Campania
    Fiano di Avellino Pietramara ’12 I Favati Campania
    Fiano di Avellino Selvecorte ’12 Michele Contrada Campania
    Fiano Tresinus ’12 San Giovanni Campania
    Frappato Carolina Marengo ’11 Feudi del Pisciotto Sicilia
    Friuli Grave Pinot Bianco ’12 Vigneti Le Monde Friuli Venezia Giulia
    Gioia del Colle Primitivo Et. Rossa ’11 Piantamura Puglia
    Greco di Tufo Cutizzi ’12 Feudi di San Gregorio Campania
    Grisara ’12 Roberto Ceraudo Calabria
    Ischia Biancolella Tenuta Frassitelli ’12 D’Ambra Vini d’Ischia Campania
    Lambrusco di Sorbara del Fondatore ’12 Chiarli 1860 Emilia Romagna
    Lambrusco di Sorbara Rimosso ’12 Cantina della Volta Emilia Romagna
    Lambrusco di Sorbara V. del Cristo ’12 Cavicchioli U. & Figli Emilia Romagna
    Lugana Brolettino ’11 Ca’ dei Frati Lombardia
    Lugana Molin ’12 Provenza – Cà Maiol Lombardia
    Lugana Sup. Molceo ’11 Ottella Veneto
    Merula ’11 Carvinea Puglia
    Molise Aglianico Biorganic ’11 Di Majo Norante Molise
    Montecucco Sangiovese ’10 Montesalario Toscana
    Montepulciano d’Abruzzo Ris. ’08 Contesa Abruzzo
    Nobile di Montepulciano ’10 Fattoria del Cerro Toscana
    Nobile di Montepulciano ’10 Il Conventino Toscana
    Nobile di Montepulciano ’10 Salcheto Toscana
    Offida Pecorino Artemisia ’12 Tenuta Spinelli Marche
    Op Barbera Dodicidodici ’11 Castello di Cigognola Lombardia
    Orvieto Cl. Sup. Campo del Guardiano ’11 Palazzone Umbria
    Orvieto Cl. Sup. Il Bianco ’12 Decugnano dei Barbi Umbria
    Pecorino ’12 Tiberio Abruzzo
    Pian di Stio ’12 San Salvatore Campania
    Poggio della Costa ’12 Sergio Mottura Lazio
    Reggiano Lambrusco Concerto ’12 Ermete Medici & Figli Emilia Romagna
    Riviera Ligure di Ponente Pigato ’12 Maria Donata Bianchi Liguria
    Riviera Ligure di Ponente Pigato Cycnus ’12 Poggio dei Gorleri Liguria
    Rossese di Dolceacqua ’12 Terre Bianche Liguria
    Salice Salentino Rosso Ris. ’10 Leone de Castris Puglia
    Sangiovese di Romagna I Probi di Papiano Ris. ’10 Villa Papiano Emilia Romagna
    Sangiovese di Romagna Longiano Primo Segno ’11 Villa Venti Emilia Romagna
    Sangiovese di Romagna Sup. Limbecca ’11 Paolo Francesconi Emilia Romagna
    Sangiovese di Romagna Sup. NatoRe ’10 Maria Galassi Emilia Romagna
    Sangiovese di Romagna Sup. Ora ’12 San Patrignano Emilia Romagna
    Santagostino Rosso Baglio Sorìa ’11 Firriato Sicilia
    Soave Cl. Campo Vulcano ’12 I Campi Veneto
    Soave Cl. Le Bine de Costiola ’11 Tamellini Veneto
    Soave Cl. Monte Alto ’11 Ca’ Rugate Veneto
    Soave Cl. Monte Carbonare ’11 Suavia Veneto
    Soave Cl. Monte de Toni ’12 I Stefanini Veneto
    Soave Cl. Staforte ’11 Graziano Prà Veneto
    Soave Sup. Il Casale ’12 Agostino Vicentini Veneto
    Taburno Falanghina ’12 Fontanavecchia Campania
    Torcicoda ’11 Tormaresca Puglia
    Trentino Muller Thurgau Vigna delle Forche ’12 La Vis/Valle di Cembra Trentino
    Valdobbiadene Extra Dry Giustino B. ’12 Ruggeri & C. Veneto
    Valdobbiadene Rive di Farra di Soligo Brut Col Credas ’12 Adami Veneto
    Valle d’Aosta Chardonnay ’12 Di Barrò Valle d’Aosta
    Valle d’Aosta Petite Arvine ’12 Chateau Feuillet Valle d’Aosta
    Valle d’Aosta Petite Arvine ’12 Elio Ottin Valle d’Aosta
    Valle d’Aosta Pinot Gris ’12 Lo Triolet Valle d’Aosta
    Valpolicella Cl. Sup. Camporenzo ’10 Monte dall’Ora Veneto
    Valpolicella Cl. Sup. Sanperetto ’11 Roberto Mazzi Veneto
    Verdicchio dei Castelli di Jesi Cl. Sup. Ylice ’12 Poderi Mattioli Marche
    Verdicchio di Matelica Collestefano ’12 Collestefano Marche
    Verdicchio di Matelica Meridia ’10 Belisario Marche
    Verdicchio di Matelica Vign. Fogliano ’10 Bisci Marche
    Vernaccia di S. Gimignano Campo della Pieve ’11 Il Colombaio di Santa Chiara Toscana
    Vernaccia di S. Gimignano Ris. ’10 Fontaleoni Toscana

  • Gambero Rosso 2014 Vini d'Italia - Tre Bicchieri - Die besten Drei Gläser-Weine aus Südtirol, Trentino und Friaul


    24.10.2013

    Am 19. Oktober 2013 wurde in Rom der „Gambero Rosso 2014 – Vini d’Italia“, Italiens Weinführer No. 1 durch die Weinregionen vom Aostotal bis Sizilien präsentiert.


    Mehr als 45.000 Weine wurden von den  sechzig Experten verkostet und bewertet.  Die 20.000 besten von 2.360 Produzenten werden im Führer rezensiert.
    415  Weine wruden mit den begehrten „Tre Biccheri -  Drei Gläser“ preisgekrönt..
     Unter den Regionen wahrte  Piemont mit 77 Drei Gläser-Weinen seine führende Stellung, gefolgt von der Toskana mit 72 und dem Veneto mit 36.
    Danach folgen Südtirol mit 27, Friaul-Julisch Venetien mit 24, Lombardei mit 23, Kampanien mit 20,  Sizilien mit 19, die Marken mit 18 , Apulien, Sardinien und Abruzzen mit jeweils 13 , Emilia Romagna, Umbrien und Trentino mit jeweils 11 , 7 Drei Gläser-Weine kommen aus Ligurien und 6 aus dem Aostatal. Abgerundet wird die Liste durch das Lazio mit 5, Basilicata und Kalabrien und  mit je 4 und schließlich Molise mit einem 1 Drei Gläser Wein.


    Die Tre Bicchieri - 3 Gläser - Weine aus Südtirol (Alto Adige) Trentino und Friaul im Gambero Rosso 2014:

     

    Südtirol

    A. A. Cabernet Sauvignon Lafòa ’10 Cantina Produttori Colterenzio
    A. A. Gewürztraminer Crescendo Aureus ’12 Tenuta Ritterhof
    A. A. Gewürztraminer Kastelaz ’12 Elena Walch
    A. A. Gewürztraminer Nussbaumer ’12 Cantina Tramin
    A. A. Lago di Caldaro Cl. Sup. Leuchtenburg ’12 Erste+Neue
    A. A. Lagrein Abtei Muri Ris. ’10 Cantina Convento Muri-Gries
    A. A. Lagrein Taber Ris. ’11 Cantina Bolzano
    A. A. Moscato Giallo Passito Serenade ’10 Cantina di Caldaro
    A. A. Moscato Rosa ’11 Franz Haas
    A. A. Müller Thurgau Feldmarschall von Fenner zu Fennberg ’11 Tiefenbrunner
    A. A. Pinot Bianco Passion Ris. ’11 Cantina Produttori San Paolo
    A. A. Pinot Bianco Sirmian ’12 Cantina Nals Margreid
    A. A. Pinot Bianco St. Valentin ’11 Cantina Produttori San Michele Appiano
    A. A. Pinot Bianco Vorberg Ris. ’10 Cantina Terlano
    A. A. Pinot Nero Mazzon ’11 Gottardi
    A. A. Pinot Nero Trattmann Ris. ’10 Cantina Girlan
    A. A. Santa Maddalena Antheos ’12 Tenuta Waldgries
    A. A. Sauvignon Andrius Andriano ’11 Cantina Terlano
    A. A. Terlano Pinot Bianco ’12 Ignaz Niedrist
    A. A. Terlano Pinot Bianco Eichhorn ’12 Manincor
    A. A. Val Venosta Pinot Bianco Sonnenberg ’12 Cantina Meran Burggräfler
    A. A. Valle Isarco Pinot Grigio ’12 Köfererhof - Günther Kershbaumer
    A. A. Valle Isarco Riesling ’12 Strasserhof - Hannes Baumgartner
    A. A. Valle Isarco Riesling Kaiton ’12 Kuenhof - Peter Pliger
    A. A. Valle Isarco Sylvaner Praepositus ’12 Abbazia di Novacella
    A. A. Valle Venosta Pinot Bianco Castel Juval ’12 Tenuta Unterortl - Castel Juval
    A. A. Valle Venosta Riesling ’12 Falkenstein - Franz Pratzner

    Trentino

    Carmenère ’07 Tenuta San Leonardo
    Fratagranda ’10  Pravis
    Granato  ’10 Foradori
    Pinot Nero Rodel Pianezzi ’09 Pojer & Sandri
    Teroldego Rotaliano Pini ’09  Roberto Zeni
    Trentino Müller Thurgau Vigna delle Forche ’12 La Vis/Valle di Cembra
    Trento Brut Altemasi Graal Ris. ’06 Cavit
    Trento Brut Domini ’08 Abate Nero
    Trento Brut Letrari Ris. ’08 Letrari
    Trento Extra Brut Perlé Nero ’07 Ferrari
    Trento Rotari Flavio Ris.’06 MezzaCorona

    Friaul-Julisch Venetien

    Braide Alte ’11 Livon
    Breg Anfora ’06 Gravner
    COF Bianco Eclisse ’12 La Roncaia
    COF Friulano ’11 Davino Meroi
    COF Friulano V. delle Robinie ’11 Ronc Soreli
    COF Merlot V. Cinquant'Anni ’09 Le Vigne di Zamò
    COF Pinot Bianco Zuc di Volpe ’12 Volpe Pasini
    COF Pinot Grigio ’12 Torre Rosazza
    COF Rosazzo Bianco Terre Alte ’11 Livio Felluga
    COF Rosso Sacrisassi ’11 Le Due Terre
    COF Sauvignon Zuc di Volpe ’12 Volpe Pasini
    Collio ’12 Ronco Blanchis
    Collio Friulano ’12 Franco Toros
    Collio Malvasia ’12 Doro Princic
    Collio Malvasia ’12 Dario Raccaro
    Collio Malvasia ’12 Ronco dei Tassi
    Collio Malvasia Miklus’10Draga
    Collio Sauvignon Ronco delle Mele ’12 Venica & Venica
    Friuli Grave Pinot Bianco ’12 Vigneti Le Monde
    Friuli Isonzo Friulano Dolée ’11 Vie di Romans
    Friuli Isonzo Pinot Grigio Gris ’11  Lis Neris
    Malvasia ’09 Damijan Podversic
    Ograde Non Filtrato ’11 Skerk
    Vintage Tunina ’11 Jermann

     

  • Gambero Rosso 2014 Vini d'Italia - Tre Bicchieri - Die besten Drei Gläser-Weine aus biologischem und biodynamischem Anbau


    24.10.2013

    Am 19. Oktober 2013 wurde in Rom der „Gambero Rosso 2014 – Vini d’Italia“, Italiens Weinführer No. 1 durch die Weinregionen vom Aostotal bis Sizilien präsentiert.


    Mehr als 45.000 Weine wurden von den  sechzig Experten verkostet und bewertet.  Die 20.000 besten von 2.360 Produzenten werden im Führer rezensiert.
    415  Weine wruden mit den begehrten „Tre Biccheri -  Drei Gläser“ preisgekrönt..
     Unter den Regionen wahrte  Piemont mit 77 Drei Gläser-Weinen seine führende Stellung, gefolgt von der Toskana mit 72 und dem Veneto mit 36.
    Danach folgen Südtirol mit 27, Friaul-Julisch Venetien mit 24, Lombardei mit 23, Kampanien mit 20,  Sizilien mit 19, die Marken mit 18 , Apulien, Sardinien und Abruzzen mit jeweils 13 , Emilia Romagna, Umbrien und Trentino mit jeweils 11 , 7 Drei Gläser-Weine kommen aus Ligurien und 6 aus dem Aostatal. Abgerundet wird die Liste durch das Lazio mit 5, Basilicata und Kalabrien und  mit je 4 und schließlich Molise mit einem 1 Drei Gläser Wein.


    Die Tre Bicchieri - 3 Gläser - Weine aus biologischem und biodynamisch zertifiziertem Anbau im Gambero Rosso 2014:

    AA Gewurztraminer Nussbaumer '12 Cantina Tramin South Tyrol
    AA Moscato Giallo Wine Cellar '10 Serenade Caldaro Alto Adige
    AA Terlano Pinot Bianco Alto Adige Manincor Eichhorn '12
    Aglianico del Taburno '10 Farm Revolt Campania
    Aglianico del Vulture Don Anselmo '09 Paternoster Basilicata
    Aglianico Vulture of The Signature of Notary Basilicata '10 Cellars
    Barbera d'Asti Sup Nice ACSE '10 Scrimaglio Piedmont
    Bardolino Cl. The Great brol '11 Fraghe Veneto
    Barolo Bricco Pernice '08 Elvio Cogno Piedmont
    '09 Ceretto Barolo Bricco Rocche Piedmont
    Barolo Ca 'Mia '09 Brovia Piedmont
    Barolo Rocche di Castiglione '09 Farms and Cellars Oddero Piedmont
    Barolo V. Gris '09 Conterno Fantino Piedmont
    White Maggiore '12 Cantine Rallo Sicily
    Bolgheri Rosso Sup Grattamacco '10 Podere Grattamacco Tuscany
    AA Gewurztraminer Nussbaumer '12 Cantina Tramin South Tyrol
    AA Moscato Giallo Wine Cellar '10 Serenade Caldaro Alto Adige
    AA Terlano Pinot Bianco Alto Adige Manincor Eichhorn '12
    Aglianico del Taburno '10 Farm Revolt Campania
    Aglianico del Vulture Don Anselmo '09 Paternoster Basilicata
    Aglianico Vulture of The Signature of Notary Basilicata '10 Cellars
    Barbera d'Asti Sup Nice ACSE '10 Scrimaglio Piedmont
    Bardolino Cl. The Great brol '11 Fraghe Veneto
    Barolo Bricco Pernice '08 Elvio Cogno Piedmont
    '09 Ceretto Barolo Bricco Rocche Piedmont
    Barolo Ca 'Mia '09 Brovia Piedmont
    Barolo Rocche di Castiglione '09 Farms and Cellars Oddero Piedmont
    Barolo V. Gris '09 Conterno Fantino Piedmont
    White Maggiore '12 Cantine Rallo Sicily
    Bolgheri Rosso Sup Grattamacco '10 Podere Grattamacco Tuscany
    Bolgheri Sup Campo al Fico '10 Places Tuscany
    Brunello di Montalcino '08 The Furnace Ragnaie Tuscany
    Brunello di Montalcino Poggio al Vento Ris. '06 Tenuta Col d'Orcia Tuscany
    Brunello di Montalcino Res. '07 The Closed Tuscany
    Brunello di Montalcino Res. '07 Poggio di Sotto Tuscany
    Cannonau Silenus Res. '10 Ferruccio Deiana Sardinia
    Castel del Monte Rosso V.Pedale Res. '10 Torrevento Puglia
    Verdicchio Castelli di Jesi Cl.
    Canticle of Figure Res. '10 Andrea Felici Marche
    Verdicchio Castelli di Jesi Cl. St. Paul Res. '10 Pievalta Marche
    Verdicchio Castelli di Jesi Cl. Villa Bucci Res. Brands Bucci '10
    Chianti Cl. '10 Fontodi Tuscany
    Chianti Cl. '10 Val delle Corti Tuscany
    Chianti Cl. Baron'Ugo Res. '09 Monteraponi Tuscany
    Chianti Cl. Bugialla Res. '09 Poggerino Tuscany
    Chianti Cl. Ris. '09 Badia a Coltibuono Tuscany
    Chianti Cl. Ris. '10 Castello di Volpaia Tuscany
    Berici Carmenere
    Oratorio di San Lorenzo Res. '09 Inama Veneto
    Colline Lucchesi Tenuta di Valgiano Valgiano '10 Tenuta di Toscana
    Dofana '10 Farm Carpineta Fontalpino Tuscany
    Etna Rosso Feud '11 Jerome Russian Sicily
    Etna Rosso Santo Spirito '11 Tenuta delle Terre Nere Sicily
    '09 Barone Pizzini Franciacorta Brut Nature Lombardy
    Joy Muro del Colle Sant'Angelo
    Contrada Barbatto '10 Chiaromontes Puglia
    Primitivo Gioia del Colle 17 '10 Polvanera Puglia
    Primitivo Gioia del Colle Et. Red '11 Piantamura Puglia
    Granato '10 Foradori Trentino
    Greek di Tufo Cutizzi '12 Feudi di San Gregorio Campania
    Calabria Ceraudo Grisara '12 Roberto
    Occhipinti Frappato '11 Sicily
    '09 Damijan Podversic Malvasia Friuli Venezia Giulia
    Masino '11 iGreco Calabria
    Masseria Li Veli ' 10 Puglia Masseria Li Veli
    Merula '11 Carvinea Apulia
    Molise Biorganic '11 Di Majo Norante Aglianico Molise
    Montecucco Sangiovese Lombrone Res. '09 Colle Massari Tuscany
    Montepulciano d'Abruzzo '10 Cocciapazza Torre dei Beati Abruzzo
    Montepulciano d'Abruzzo Res. '09 Castorani Abruzzo
    Moscato Passito '12 Luigi Viola Calabria
    '10 Nobile di Montepulciano Tuscany Fattoria del Cerro
    Nobile di Montepulciano Tuscany '10 The Convent
    Nobile di Montepulciano Tuscany Salcheto '10
    '11 Ograde Skerk Friuli Venezia Giulia
    Orvieto Cl. Sup Mold Noble Calcaia '10Barberani Umbria
    Pian di San Salvatore Campania Stio '12
    Pinot Noir '09 Rodel Pianezzi Pojer & Sandri Trentino
    Poggio della Costa '12 Sergio Mottura Lazio
    Primitivo di Puglia Manduria Dunico '10 Raceme
    Roero Mompissano Res. '10 Cascina Ca 'Rossa Piedmont
    Sangiovese di Romagna Longiano
    First Sign '11 Villa Venti Emilia Romagna
    Sangiovese di Romagna Sup Limbecca '11 Paolo Francesconi Emilia Romagna
    Sangiovese di Romagna Sup Natore '10 Galassi Maria Emilia Romagna
    Sangiovese di Romagna Sup Now ' 12 San Patrignano Emilia Romagna
    Santagostino Red Baglio Sorìa '11 Firriato Sicily
    Soave Cl. La Rocca '11 Leonildo Pieropan Veneto
    Suisassi '10 Two Hands Tuscany
    Coste '08 Contrada di Taurasi Taurasi Campania
    Campania Galardi Terra di Lavoro '11
    '11 Torcicoda Tormaresca Puglia
    Torgiano Rosso V. Monticchio Res. '08 Lungarotti Umbria
    Trebbiano d'Abruzzo '10 C'Incanta Cantina Tollo Abruzzo
    Trebbiano d'Abruzzo '11 V.di Capistrano Valley Real Abruzzo
    Trentino Muller Thurgau Vigna delle Forche '12 La Vis / Cembra Trentino
    Valpolicella Cl. Sup
    Field Casal Vegri '11 Ca 'La Bionda Veneto
    Valpolicella Cl. Sup '10 Monte Camporenzo the Now Veneto
    Veneroso '10 Tenuta di Ghizzano Tuscany
    Verdicchio di Matelica Collestefano '12 Collestefano Brands
    Vernaccia di San Gimignano
    Campo della Pieve '11 Colombaio di Santa Chiara Tuscany
    Vernaccia di S. Gimignano Res. '10 Fontaleoni Tuscany

     

  • Gambero Rosso 2014 Vini d'Italia - Tre Bicchieri - Die besten Drei Gläser-Weine aus dem Piemont


    24.10.2013

    Am 19. Oktober 2013 wurde in Rom der „Gambero Rosso 2014 – Vini d’Italia“, Italiens Weinführer No. 1 durch die Weinregionen vom Aostotal bis Sizilien präsentiert.


    Mehr als 45.000 Weine wurden von den  sechzig Experten verkostet und bewertet.  Die 20.000 besten von 2.360 Produzenten werden im Führer rezensiert.
    415  Weine wruden mit den begehrten „Tre Biccheri -  Drei Gläser“ preisgekrönt..
     Unter den Regionen wahrte  Piemont mit 77 Drei Gläser-Weinen seine führende Stellung, gefolgt von der Toskana mit 72 und dem Veneto mit 36.
    Danach folgen Südtirol mit 27, Friaul-Julisch Venetien mit 24, Lombardei mit 23, Kampanien mit 20,  Sizilien mit 19, die Marken mit 18 , Apulien, Sardinien und Abruzzen mit jeweils 13 , Emilia Romagna, Umbrien und Trentino mit jeweils 11 , 7 Drei Gläser-Weine kommen aus Ligurien und 6 aus dem Aostatal. Abgerundet wird die Liste durch das Lazio mit 5, Basilicata und Kalabrien und  mit je 4 und schließlich Molise mit einem 1 Drei Gläser Wein.


    Die Tre Bicchieri - 3 Gläser - Weine aus dem Piemont im Gambero Rosso 2014:

    Nicht nur Rotweine erhielten die Tre Bicchiere.  Das Piemont ist insgesamt zurück an der Spitze. Auch im Hinblick auf Schaumweine, schnitten Moscato d’Asti und Asti Spumante, aber auch Sekte nach der klassischen Methode sehr gut ab und stellen mit dem Alta Langa Brut Zero Cantina Maestra Enrico Serafino  auch den Sieger des Jahres.
    Dann kommen Weine aus der Nebbiolo-Traube gefolgt von Barbera, Dolcetto und Timorasso.
    Unter den Weissweinen auch Erbaluce und Riesling. Die prämierten Weine stammen aus einer weiten Zeitspanne von 2004 bis2012, mit großen und sehr unterschiedlichen Jahrgängen.
    Ein tolles Ergebenis das Piemont als die führende Weinregion Italiens bestätigt:


     

    Alta Langa Brut Zero Cantina Maestra    ’07    Enrico Serafino
    Barbaresco Asili     ’10    Ca' del Baio
    Barbaresco Camp Gros Martinenga    ’09    Tenute Cisa Asinari dei Marchesi di Grésy
    Barbaresco Crichët Pajé    ’04    I Paglieri - Roagna
    Barbaresco Currà    ’10    Cantina del Glicine
    Barbaresco Gallina    ’09    Piero Busso
    Barbaresco Pajoré    ’10    Sottimano
    Barbaresco Rabajà    ’10    Giuseppe Cortese
    Barbaresco Rabajà    ’10    Bruno Rocca
    Barbaresco Rombone    ’09    Fiorenzo Nada
    Barbaresco Roncaglie Ris.    ’08    Bel Colle
    Barbaresco Ronchi    ’10    Albino Rocca
    Barbaresco Serraboella    ’09    F.lli Cigliuti
    Barbaresco Vign. in Ovello Ris.     ’08    Produttori del Barbaresco
    Barbera d'Asti Montebruna    ’11    Braida
    Barbera d'Asti Pomorosso    ’10    Coppo
    Barbera d'Asti Sup. La Mandorla    ’10    Luigi Spertino
    Barbera d'Asti Sup. Nizza Acsé    ’10    Scrimaglio
    Barbera d'Asti Sup. Nizza Sotto la Muda    ’10    Paolo Avezza
    Barbera del M.to Sup. Cima    ’07    Giulio Accornero e Figli
    Barolo    ’09    Bartolo Mascarello
    Barolo Arborina    ’09    Elio Altare
    Barolo Baudana Luigi Baudana    ’09    G. D. Vajra
    Barolo Bric del Fiasc    ’09    Paolo Scavino
    Barolo Bricco Fiasco     ’09    Azelia
    Barolo Bricco Pernice    ’08    Elvio Cogno
    Barolo Bricco Rocche    ’09    Ceretto
    Barolo Brunate    ’09    Mario Marengo
    Barolo Bussia    ’09    Giacomo  Fenocchio
    Barolo Bussia Bricco Visette '09 Ghisolfi
    Barolo Bussia Dardi Le Rose    ’09    Poderi Colla
    Barolo Ca' Mia     ’09    Brovia
    Barolo Castelletto '09 Manzone
    Barolo Cerequio    ’09    Michele Chiarlo
    Barolo Gavarini Chiniera    ’09    Elio Grasso
    Barolo La Serra    ’09    Giovanni Rosso
    Barolo Le Coste    ’09    Diego Conterno
    Barolo Le Rocche del Falletto Ris.    ’07    Bruno Giacosa
    Barolo Liste    ’08    Giacomo Borgogno & Figli
    Barolo Marenca    ’09    Luigi Pira
    Barolo Massara    ’08    Castello di Verduno
    Barolo Monfortino Ris.    ’06    Giacomo Conterno
    Barolo Monprivato    ’08    Giuseppe Mascarello e Figlio
    Barolo Monvigliero    ’09    F.lli Alessandria
    Barolo Ornato    ’09    Pio Cesare
    Barolo Ravera    ’08    Flavio Roddolo
    Barolo Rocche dell'Annunziata    ’09    Renato Corino
    Barolo Rocche di Castiglione    ’09    Oddero Poderi e Cantine
    Barolo Sarmassa    ’09    Marchesi di Barolo
    Barolo Sottocastello    ’08    Ca' Viola
    Barolo V. Cerretta    ’09    Ca' Rome' - Romano Marengo
    Barolo V. del Gris    ’09    Conterno Fantino
    Barolo V. Lazzairasco    ’09    Guido Porro
    Barolo Villero Ris.    ’06    Vietti
    Carema Et. Bianca Ris.    ’09    Cantina dei Produttori  Nebbiolo di Carema
    Carema Et. Nera     ’08    Ferrando
    Colli Tortonesi Timorasso Derthona    ’11    Luigi Boveri
    Colli Tortonesi Timorasso Fausto    ’11    Vigne Marina Coppi
    Colline Novaresi Gattinara    ’09    Torraccia del Piantavigna
    Dogliani Papà Celso     ’11    Abbona
    Dogliani Sup. Bricco Botti    ’10    Pecchenino
    Dolcetto di Ovada Sup. Du Riva    ’10    Luigi Tacchino
    Erbaluce di Caluso La Rustìa    ’12    Orsolani
    Erbaluce di Caluso Le Chiusure     ’12    Favaro
    Gattinara Osso S. Grato    ’09    Antoniolo
    Gavi del Comune di Gavi  Monterotondo    ’11    Villa Sparina
    Ghemme Chioso dei Pomi    ’07    Rovellotti
    Langhe Bianco Hérzu    ’11    Ettore Germano
    Langhe Nebbiolo Costa Russi     ’10    Gaja
    M.to Rosso Sonvico    ’09    Cascina La  Barbatella
    Montecitorio    ’11    Vigneti Massa
    Nebbiolo d'Alba Cumot    ’10    Bricco Maiolica
    Roero Bric Valdiana    ’11    Giovanni Almondo
    Roero Mompissano Ris.    ’10    Cascina Ca' Rossa
    Roero Printi Ris.    ’09    Monchiero Carbone
    Roero Ròche d'Ampsèj Ris.    ’09    Matteo Correggia
    Roero Sudisfà Ris.    ’10    Negro Angelo e Figli

  • Gambero Rosso 2014 Vini d'Italia - Die Superlative des Jahres


    24.10.2013

    Am 19. Oktober 2013 wurde in Rom der „Gambero Rosso 2014 – Vini d’Italia“, Italiens Weinführer No. 1 durch die Weinregionen vom Aostotal bis Sizilien präsentiert.

    Mehr als 45.000 Weine wurden von den  sechzig Experten verkostet und bewertet.  Die 20.000 besten von 2.360 Produzenten werden im Führer rezensiert.
    415  Weine wruden mit den begehrten „Tre Biccheri -  Drei Gläser“ preisgekrönt.

    Unter den Regionen wahrte  Piemont mit 77 Drei Gläser-Weinen seine führende Stellung, gefolgt von der Toskana mit 72 und dem Veneto mit 36.
    Danach folgen Südtirol mit 27, Friaul-Julisch Venetien mit 24, Lombardei mit 23, Kampanien mit 20,  Sizilien mit 19, die Marken mit 18 , Apulien, Sardinien und Abruzzen mit jeweils 13 , Emilia Romagna, Umbrien und Trentino mit jeweils 11 , 7 Drei Gläser-Weine kommen aus Ligurien und 6 aus dem Aostatal. Abgerundet wird die Liste durch das Lazio mit 5, Basilicata und Kalabrien und  mit je 4 und schließlich Molise mit einem 1 Drei Gläser Wein.
    Als besondere Kategorie werden 107 Drei Gläser-Weine erfasst, die weniger als 15 EUR kosten. 50 Weine haben es zum ersten Mal in die illustre Runde geschafft.

    DIE SUPERLATIVE DES JAHRES im Gambero Rosso - Vini d'Italia 2014


    Rotwein des Jahres
    Amarone della Valpolicella Cl. Calcarole ’09 – Guerrieri Rizzardi

    Weisswein des Jahres
    A. A. Pinot Bianco Sirmian ’12 – Cantina Nals Margreid

    Schaumwein des Jahres
    Alta Langa Brut Zero Cantina Maestra ’07 – Enrico Serafino

    Süsswein des Jahres

    Orvieto Cl. Sup. Muffa Nobile Calcaia ’10 – Barberani

     

    Weingut des Jahres
    Colle Massari

    Beste Preis-/Leistung
    Bianco Maggiore ’12 – Rallo

    Winzer des Jahres
    Sandro Princic

    Aufsteiger des Jahres

    Pala

    Preis für Nachhaltigkeit
    Salcheto

  • Eichelmann 2013 "Deutschlands Weine"


    12.12.2012

    EICHELMANN Deutschlands Weine

    "Reich-Ranicki" für Weingüter und Weine,  urteilte der Hessische Rundfunk, ¿der umfassendste und kritischste Guide zu Deutschlands Weinen¿ die Zeit über vorausgegangenen Ausgaben. Nun liegt die neue Bestandsaufnahme deutschen Weins vor: "Eichelmann 2013" Deutschlands Weine¿ bietet eine Einführung in die deutschen Weinanbaugebiete, alphabetisch geordnete Porträts zu den besten Erzeugern und die Bewertung und Beschreibung ihrer Weine. Preisangaben, Rebsorten-Glossar, Jahrgangstabellen und Register mit Schnäppchen- und Bestenlisten, Orts- und Lagenverzeichnis runden diesen einmaligen Führer ab.


    In nur wenigen Jahren hat sich der Einkaufsführer von Gerhard Eichelmann "Deutschlands Weine" als ein Standardwerk für deutschen Wein etabliert. Der Autor stellt in der neuen Ausgabe  930 Weingüter und 9666 Weine vor.  Darüber hinaus zeichnet der Autor Weingüter aus, die ihm besonders aufgefallen sind. Bei der Auszeichnung "Weingüter des Jahres" liegt das Augenmerk auf der gesamten Kollektion der Weingüter, nicht auf einzelnen Spitzenweinen. Es werden die beste Weißweinkollektion, die beste Rotweinkollektion und die beste edelsüße Kollektion des Jahres ausgezeichnet. Ein Weingut wird als Aufsteiger des Jahres benannt. Neben den vier Weingütern des Jahres präsentiert Gerhard Eichelmann einen Wein des Jahres.

    Eichelmann 2013 Deutschlands Weine

     

    In der heute im Heidelberger Schloss präsentierten neuesten Ausgabe des Weinführers „Eichelmann 2013 Deutsche Weine“ werden 930 deutsche Weingüter und 9.666 Weine vorgestellt.

    Gault Millau Winzer des Jahres Joachim Heger wird auch bei Eichelmann ausgezeichnet, diesmal für die beste Rotweinkollektion.
     
    Wie jedes Jahr zeichnen der Autor Gerhard Eichelmann und sein Verkostungsteam Weingüter aus, die ihnen besonders aufgefallen sind. Bei der Buchpräsentation im Heidelberger Schloss präsentierte  Eichelmann diese unter dem Motto „Große Weine, große Lagen“.

    Die beste Weißweinkollektion des Jahres hat demnach das Weingut Rainer Sauer aus Escherndorf in Franken.  „Wer sich für Silvaner interessiert, der kommt an ihm nicht vorbei, und wer sich bisher noch nicht für Silvaner interessiert, der sollte nach Escherndorf fahren, Rainer Sauer besuchen“, erklärte Eichelmann in seiner Laudatio.

    Die beste Rotweinkollektion des Jahres hat für Gerhard Eichelmann das Weingut Dr. Heger aus Ihringen am Kaiserstuhl. Joachim Heger erzeuge Jahr für Jahr faszinierende Spätburgunder, sowohl aus dem Ihringer Winklerberg als auch aus dem Achkarrer Schlossberg. In den letzten Jahren seien sie noch feiner und komplexer geworden, noch burgundischer. „Faszination Pinot“, betitelt Eichelmann die rote Kollektion Hegers.

    Die Auszeichnung für die beste edelsüße Kollektion des Jahres geht in diesem Jahr an Thomas Haag und sein Weingut Schloss Lieser in Lieser an der Mosel. „So soll Mosel sein“ erklärte Eichelmann in seiner Laudatio, „alle Weine faszinieren mit Finesse und Eleganz, mit reintöniger Frucht, mit Komplexität und viel Länge“.

    Aufsteiger des Jahres ist Andre Landgraf mit seinem Weingut Landgraf in Saulheim in Rheinhessen, „Alles stimmt und es geht stetig voran“, attestiert ihm Gerhard Eichelmann. Der biologisch arbeitende Betrieb stehe exemplarisch für den Aufschwung in Rheinhessen. (Foto: Weingut Landgraf)

    Neben den vier Weingütern des Jahres präsentiert Gerhard Eichelmann einen Weinklassiker, der damit in die „Mondo-Klassiker-Bibliothek“ aufgenommen wird, in der „die großen Weine Deutschlands versammelt“ sind. Seine Wahl fiel auf einen Riesling aus Rheinhessen, den Morstein „GG“ Riesling vom Weingut Wittmann in Westhofen, der für Eichelmann seit über einem Jahrzehnt zu den faszinierenden, großen Rieslingen Deutschlands gehört.

    Auch hat eine Jury in Blindverkostungen die besten 2002er Weine in den Kategorien Riesling, Spätburgunder und sonstige Rotweine ausgewählt. Werner und Frank Schönleber wurden für den besten Riesling 2002 ausgezeichnet, für eine Auslese trocken aus dem Monzinger Halenberg. Bei den  sonstigen besten Rotweinen 2002 fiel die Wahl auf den Lemberger trocken „S“ vom Weingut Dautel aus Bönnigheim in Württemberg. Zum besten 2002er Spätburgunder hat die Jury den Spätburgunder „R“ Bürgstadter Centgrafenberg des Weinguts Paul Fürst in Bürgstadt erkoren.

    Für die Neuauflage des Weinführers wurden über 13.000 Weine von mehr als 1.300 Betrieben verkostet. Das Buch erscheint am 15. November 2012 und ist für 29,95 € im Handel erhältlich.

  • Gault Millau WeinGuide 2013 - Die 13 deutschen Anbaugebiete im Überblick


    08.11.2012

    Buch - Gault&Millau WeinGuide Deutschland 2013: Der Weinführer für Genießer

    Für Feinschmecker und Weinliebhaber ist der November alles andere als trüb!
    Bereits am 9. erscheint in diesem Jahr der Gault&Millau WeinGuide in seiner 20. Ausgabe.

    Seit 20 Jahren. Der Weinführer!

    Der kompetente Guide durch die deutsche Weinlandschaft, herausgegeben von Chefredakteur Joel B. Payne.
    Ausführliche Artikel über mehr als 1.000 Winzer.
    Alle Weingüter mit Kontaktadressen, alle Weinbaugebiete mit Übersichtskarten; mit Weinhändlerlisten.

    Die Autoren stellen die 40 besten Betriebe des Anbaugebiets ausführlich
    mitsamt ihren Weinen vor und geben 26 weitere Empfehlungen, die oft zu
    interessanten und auch preiswerten Weinen führen.
    Gault&Millau WeinGuide Deutschland 2013
    20. Jahrgang, 928 Seiten, EUR 29,95
    ISBN 978-3-86244-204-4, Christian Verlag, München

     

     

     

     

     

     

     

    Die 13 deutschen Anbaugebiete im Überblick

    Ahr:

    Spätburgunder aus 2011 erinnern an große Jahrgänge. Dichte Frucht, Kirscharomen, reife Tannine und gute Länge prägen die Stilistik der ersten probierten Rotweine des Jahrgangs 2011, haben die Experten des Gault&Millau WeinGuide bei ihren Verkostungen festgestellt. Die 2011er Spätburgunder erinnern sie an die Stilistik der Jahrgänge 2006 und 2009. Doch Spitzenweine haben laut Gault&Millau nur jene Winzer erzeugt, die im Oktober 2011 alles richtig gemacht haben: vor allem schnelle Lese,
    um eine Überreife zu verhindern, und Kühlung der Trauben im Kelterhaus, die bei sommerlichen Temperaturen geerntet wurden. Dass der Jahrgang 2010 nicht unbedingt in die Geschichtsbücher der Ahr eingehen würde, war den kritischen Prüfern bereits im Vorjahr klar geworden. Die meisten VDP-Güter trugen der eher mittleren Güte der Spätburgunder denn auch Rechnung und verzichteten auf die Abfüllung »Großer Gewächse«. Dass sich dann doch zwei Betriebe (Nelles, Meyer-Näkel) nicht
    an die VDP-Linie hielten, kommentieren die Autoren so: »Einigkeit sieht anders aus.«


    Schon seit Jahren überzeugt das Weingut Brogsitter mit immer präziseren
    Weinen. Lohn dafür ist nun die Verleihung der dritten Traube, womit das
    Gut zu den Spitzenbetrieben der Region aufschließt. Über die zweite Traube
    dürfen sich die Genossen der Weinmanufaktur Dagernova freuen. Ihnen bescheinigt
    die Redaktion charaktervolle Weine abseits der Massenerzeugung.
    Zwei rote Trauben schmücken nun das Weingut Kriechel, eine rote
    Traube geht an Stefan Kurth. Neu bei den empfehlenswerten Betrieben sind
    die Weingüter Adolf Schreiner in Rech und Stark in Bad Neuenahr-
    Ahrweiler, berichten Christoph Dirksen und der Chefredakteur des
    Gault&Millau WeinGuide, Joel Payne.
    Das Spitzenquartett, das die Ahr anführt, ist unangefochten: Adeneuer,
    Deutzerhof, Meyer-Näkel und Jean Stodden. Insgesamt 22 Betriebe mit einer
    und mehr Trauben werden ausführlich besprochen, acht weitere sind
    empfehlenswert.
    Seite 5 von 15
    Baden: Joachim Heger ist »Winzer des Jahres«
    Vor 15 Jahren war er bereits »Aufsteiger des Jahres«, jetzt verleiht die
    Redaktion des Gault&Millau WeinGuide Joachim Heger den Ehrentitel
    »Winzer des Jahres 2013«. »Schon damals wusste Heger mit seinen
    brillanten Weißweinen zu überzeugen, jetzt haben auch seine
    Spätburgunder zur deutschen Spitze aufgeschlossen«, finden Otto Geisel
    und der Chefredakteur des Gault&Millau WeinGuide, Joel Payne. Heger krönt
    im Jahrgang 2011 seine Leistung mit zwei großartigen weißen
    Burgundersorten, die zu den bundesdeutschen Top Ten gehören: ein
    Grauburgunder aus dem Schlossberg und ein Weißburgunder aus dem
    Winklerberg.
    Viele hatten den Jahrgang 2010 schon abgeschrieben, doch hat die Redaktion
    etliche feine Spätburgunder entdeckt. Es sind mitunter hochelegante,
    feingliedrige und dennoch selbstbewusst ausdrucksstarke Weine. » Sie stehen
    in deutlichem Kontrast zu den Kraftprotzen des Vorjahrs 2009«, findet
    Otto Geisel. Wenig Freude haben bei den Verkostungen jene Weine aus dem
    Jahrgang 2011 ausgelöst, denen nachträglich Weinsäure zugesetzt wurde.
    Dieser Eingriff ist zwar erlaubt, führte aber in vielen Fällen zu unbalancierten
    Weinen, die mit spitzer Säure ausgestattet sind, bemängeln die Verkoster.
    Bernhard Huber rangiert nach wie vor mit fünf Trauben alleine an der Gebietsspitze.
    Warum das so ist, machte der Malterdinger mit einem Ausnahmewein
    deutlich. Sein 2010 Spätburgunder Wildenstein ließ die gesamte
    Konkurrenz souverän hinter sich: nicht einen Punkt, sondern gleich zwei
    Punke trennen diesen Wein vom Zweitplatzierten. 97 Punkte, die der Wildenstein
    bekam, wurden bislang erst einmal für einen Rotwein von der Redaktion
    vergeben. Dass Huber mit seinem Schlossberg noch einen zweiten
    Wein unter die besten fünf platzierte, spricht für sich, finden Geisel und
    Payne. Claus Schneider und Ziereisen sind zwei weitere Betriebe aus Baden,
    die ihre besten Spätburgunder in den Top Ten unterbringen konnten.
    Einige Bewegung gebe es in diesem Jahr bei den Trauben-Betrieben, berichten
    Geisel und Payne. Dem Weingut Konstanzer in Ihringen wird die dritte
    Traube verliehen, Bimmerle und Schloss Eberstein können sich über die
    zweite Traube freuen. Gleich sechs neue Betriebe werden mit der ersten
    Traube dekoriert, darunter Jürgen von der Mark, von dem die Redaktion in
    den nächsten Jahren noch einiges erwartet. Bieselin, Engelhof, Gravino,
    Herbster und Kalkbödele sind die weiteren Neulinge.
    Schöne Entdeckungen gibt es wieder bei vielen Genossenschaften zu machen.
    Fündig kann der Weinfreund auch bei den empfehlenswerten Betrieben
    werden, zumal hier oft ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis herrscht.
    Insgesamt werden im neuen Gault&Millau WeinGuide 94 Erzeuger aus Baden
    ausführlich porträtiert, weitere 41 Betriebe gelten als empfehlenswert.
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    Franken: Die besten Silvaner Deutschlands
    Franken hat zwei schwierige und vor allem knappe Jahrgänge hinter sich.
    Schon in 2010 gab es wenig Wein. 2011 schlug der Frost Anfang Mai gravierend
    zu. Manche Betriebe verzeichneten stattliche Ausfälle. Der Silvaner ist
    insgesamt hinsichtlich Qualität und Quantität Gewinner des Jahrgangs.
    Zum Finale konnten auch reichlich edelsüße Weine eingebracht werden, berichten
    Rudolf Knoll und der Chefredakteur des Gault&Millau WeinGuide,
    Joel Payne.
    Die drei besten trockenen Silvaner (91 Punkte) des Jahrgangs 2011, die
    zugleich die besten in ganz Deutschland sind, stammen aus Randersacker
    und Escherndorf, ganz vorn zwei »Große Gewächse«: der Sonnenstuhl von
    Störrlein & Krenig und der Lump von Horst Sauer. Rang drei geht an Rainer
    Sauer und seine Spätlese »L«. Rainer Sauer belegt mit seinem Lump zudem
    noch den fünften Rang; davor rangieren die Alten Reben aus dem Katzenkopf
    von Max Müller I. Auf den Plätzen folgen weitere großartige Silvaner
    vom Weingut am Stein, von Fürst Löwenstein, vom Sulzfelder Zehnthof, vom
    Juliusspital und von Weltner.
    An der Spitze im Gebiet steht nunmehr ein Trio, wobei Fürst aus Bürgstadt
    die Nase vorn hat, was sich in vier roten Trauben niederschlägt. Horst Sauer
    und das Juliusspital runden die führende Riege ab. Mit drei roten Trauben
    dürfen sich schmücken: Fürst Castell, Hofmann in Röttingen, Max Müller,
    Reiss, Rainer Sauer, Graf von Schönborn und das Weingut am Stein. Es folgen
    14 weitere Drei-Trauben-Betriebe. In die Drei-Trauben-Liga aufgestiegen
    ist Weltner, während Otmar Zang den Sprung unter die Zwei-Trauben-Güter
    schaffte. Gleich sechs Betriebe ziert erstmals ein Träubchen: Ernst Popp,
    Regie-Apfelbacher, Wilhelm Arnold, Stadt Klingenberg, Mößlein und Römmert.
    Insgesamt werden 73 Güter und ihre Weine im neuen Gault&Millau WeinGuide
    ausführlich vorgestellt, 30 weitere schafften die Aufnahme in die Rubrik
    der empfehlenswerten Betriebe.
    Hessische Bergstraße: Ideale Bedingungen für Jahrgang 2011
    Für die Winzer an der Hessischen Bergstraße brachte der Jahrgang 2011 nahezu
    ideale Bedingungen. Die Jungweine strotzten nach Beobachtung der
    Redaktion des Gault&Millau WeinGuide vor Kraft, zeigten dabei eine feine
    Frucht mit harmonischem Süße-Säure-Spiel. Dazu kommen Rotweine, die in
    dieser Konzentration lange nicht erreicht wurden.
    Besonders gut zu nutzen wusste das Weingut Simon-Bürkle die Vorzüge
    des Jahrgangs, urteilt die Redaktion. Es steht an der Spitze der kleinen
    Weinbauregion südlich von Darmstadt. Einen positiven Trend verzeichnet
    auch das Hessische Staatsweingut: die Domäne Bergstraße hat Fortschritte
    gemacht. Die Bergsträßer Winzergenossen rechtfertigten ihren Aufstieg im
    vergangenen Jahr. Das Weingut Edling tischte eine Kollektion guten Niveaus
    auf.
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    Vor allem seine bemerkenswerten Rotweine verschaffen Hanno Rothweiler
    nun die erste Traube. Auch die Odenwälder Winzergenossenschaft Vinum
    autmundis konnte die Erwartungen mehr als erfüllen. Am besten kommt
    man in den Genuss der Weine bei einem Besuch an der Bergstraße, raten
    Hans-Wilhelm Apelt und der Chefredakteur des Gault&Millau WeinGuide,
    Joel Payne, den Weinfreunden.
    Fünf Traubenbetriebe von der Hessischen Bergstraße sind im neuen Wein-
    Guide gelistet, sechs weitere Güter werden als empfehlenswert eingestuft.
    Mittelrhein: Josten und Klein »Entdeckung des Jahres«
    Die »Entdeckung des Jahres« machte die Gault&Millau-Redaktion am Mittelrhein.
    Josten und Klein heißt das erst Anfang 2012 gegründete Weingut
    mit Sitz in Remagen. Die hervorragenden Rieslinge werden ergänzt durch
    überzeugende Spätburgunder, die Marc Josten und Torsten Klein an der Ahr
    gewinnen. »Ihre Erstlingswerke können sich ohne Weiteres neben anderen
    Weinen renommierter Winzer der Region schmecken lassen«, lobt Chefredakteur
    Joel Payne.
    Der Jahrgang 2011 zeigte am Mittelrhein zunächst ideale Bedingungen, die
    Winzer hofften schon auf große Weine. Doch letztlich schossen vielfach die
    Mostgewichte nach oben, die Säuren rauschten in den Keller. So probierten
    die Verkoster vom Gault&Millau nicht selten Weine mit hohem Alkoholgehalt,
    denen es an Frische fehlt. Deshalb empfiehlt die Redaktion: Die besten
    2010er noch ruhen lassen und zuvor die zugänglicheren 2011er wegtrinken!
    Matthias Müller ist die größte Konstante in der Region zwischen Bingen und
    Bonn. Der Spayer Winzer hat seinen Vorjahrestitel »Winzer des Jahres«
    vollauf rechtfertigt mit einer rundum starken 2011er Kollektion. Schon seine
    2010er Weine waren durch die Bank von hoher Qualität. »Was die feinherben
    Rieslinge angeht, ist Müller Jahr für Jahr ganz vorn dabei in Deutschland;
    der hochklassige feinherbe Riesling ist so etwas wie sein Markenzeichen
    geworden«, freuen sich Peter Gebler und der Chefredakteur des
    Gault&Millau WeinGuide, Joel Payne.
    Müllers Nachbar Florian Weingart hat hingegen nicht mehr ganz die Form
    früherer Jahre und wurde von der Redaktion auf drei rote Trauben zurückgestuft
    – in der Gewissheit, dass der Winzer bald zur gewohnten Stärke zurückfinden
    wird. Weingart findet sich nun auf einer Stufe mit Toni Jost aus
    Bacharach, der sich in konstant guter Form befindet. Der zweite Bacharacher
    Spitzenbetrieb, Ratzenberger, folgt mit knappem Abstand.
    Das romantische Mittelrheintal, von der Unesco zum Weltkulturerbe erhoben,
    bleibt fest in den Händen einiger leistungsfähiger Familienbetriebe,
    von denen der neue Gault&Millau WeinGuide 18 in der Traubenklasse vorstellt.
    Hinzu kommen sechs empfehlenswerte Betriebe.
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    Mosel: Die Saar ist der Gewinner des Jahrgangs 2011
    An der Mosel hat der mit viel Vorschusslorbeer bedachte Jahrgang 2011
    beileibe nicht nur Spitzenweine hervorgebracht. Das ist das Fazit der Redaktion
    des Gault&Millau WeinGuide nach zahlreichen Verkostungen. Der
    Jahrgang präsentierte sich heterogener als erwartet, vor allem an der Mittelmosel.
    Nur an der Saar, da sind sich Dr. Peter Henk und Dr. Eckhard Kiefer
    sowie der Chefredakteur des Gault&Millau WeinGuide, Joel Payne, einig,
    begeistern die Weine fast ausnahmslos, sowohl an der Basis, als auch in
    der Spitze.
    Ein Blick in die Spitzenreiter-Listen belegt dies eindrucksvoll. So stellen
    Saar und Ruwer die vier besten Riesling Kabinette des Jahrgangs. Und die
    zwei besten Auslesen kommen ebenfalls von der Saar. Allein das Weingut
    Zilliken stellt zwei Siegerweine des Jahres, beide aus der Lage Saarburger
    Rausch: Kabinett und Auslese. Erneut in Bestform zeigt sich auch das
    Weingut Egon Müller, das mehrere Weine in den Bestenlisten auf vorderen
    Plätzen platzieren konnte. Müller ist der einzige, der bei den edelsüßen
    Rieslingen die Rheingau-Dominanz brechen konnte: Mit seiner Scharzhofberger
    Trockenbeerenauslese belegt er Platz zwei.
    Doch auch unterhalb der Fünf- und Vier-Trauben-Klasse gibt es an der Saar
    in 2011 großartige Rieslinge. Etwa vom Weingut Dr. Wagner in Saarburg,
    das sich mit einer beeindruckenden Kollektion die dritte Traube zurückeroberte.
    Auch bislang eher unbekannte Betriebe machten von sich reden. Mit
    einem feinen Sortiment holt sich Helmut Plunien mit dem Weingut Vols die
    zweite Traube, was auch Reinert gelingt. Dass guter trockener Riesling nicht
    teuer sein muss zeigt das »Schnäppchen des Jahres«, das ebenfalls an der
    Saar gewachsen ist: im Niedermenniger Sonnenberg des Falkensteiner
    Hofs.
    Kein anderes Anbaugebiet verfügt über eine solche Phalanx an Spitzen-
    Weingütern wie die Mosel. Fritz Haag, Egon Müller und Joh. Jos. Prüm bilden
    das Triumvirat der weltbesten Weinerzeuger an der Gebietsspitze. Ihm folgt
    ein Dutzend Weingüter mit vier Trauben. Über die darf sich nun Aufsteiger
    Jos. Christoffel jun. in Ürzig freuen, der seit vielen Jahren Moselrieslinge im
    traditionellen Stil erzeugt, die zum Genuss animieren.
    In keiner anderen Region ist das Mittelfeld im Traubenbereich so stark wie
    an Mosel, Saar und Ruwer. Aufgestiegen in die Drei-Trauben-Klasse ist neben
    Wagner das Weingut von Franz-Josef Eifel. Zwei Trauben führt nun neben
    Vols und Reinert auch das Weingut Gietzen. Lang ist die Liste der neuen
    Ein-Trauben-Güter mit insgesamt zehn Aufsteigern, so viele wie in keinem
    anderen Gebiet. Die Neulinge Julian Haart und Schmitt-Weber sind auf Anhieb
    mit einer rote Traube ausgezeichnet worden.
    Insgesamt 140 Betriebe und ihre Weine haben die Autoren an Mosel, Saar
    und Ruwer ausführlich besprochen, soviel wie in keiner anderen deutschen
    Weinregion. Dazu kommen 63 als empfehlenswert eingestufte Güter.
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    Nahe: Karsten Peter vom Gut Hermannsberg »Aufsteiger des Jahres«
    Die Nahe ist für die Redaktion des Gault&Millau WeinGuide der Gewinner
    des Jahrgangs. Während die Bedingungen 2011 in vielen anderen Gebieten
    für zahlreiche unharmonische Weine gesorgt hätten, seien die Winzer an
    der Nahe herausragend gut mit dem Jahrgang zurecht gekommen. »Ja, es
    ist ein fabelhafter Jahrgang an der Nahe. Keine andere Region Deutschlands
    kann bei den 2011ern mithalten. Es ist das Jahr der Nahe!« lautet das begeisterte
    Fazit von Carsten Henn und Joel Payne, Chefredakteur des
    Gault&Millau WeinGuide.
    Die Nahe kann zahlreiche Auszeichnungen vorweisen. Karsten Peter vom
    Gut Hermannsberg ist »Aufsteiger des Jahres«. Früher war der 1901 gegründete
    Betrieb als Staatliche Weinbaudomäne weltbekannt – und der Leuchtturmbetrieb
    an der Nahe. Heute firmiert er, benannt nach einer im Monopol
    befindlichen Niederhäuser Lage, als Gut Hermannsberg. Der aus der Pfalz
    stammende Betriebsleiter Karsten Peter habe die Lagen innerhalb kürzester
    Zeit verstanden und schaffe es, die Würze der Mittleren Nahe in konzentrierter
    Form auf die Flasche zu bringen, lobt die Redaktion.
    Die großartigste Kollektion stellte wieder einmal das Monzinger Weingut
    Emrich-Schönleber vor: »Weltklasse, ohne Frage«, resümiert Carsten Henn.
    Die Ausnahmestellung kann man auch in den Spitzenreiterlisten ablesen.
    Schönlebers Halenberg ist die Nummer zwei unter den besten trockenen
    Rieslingen Deutschlands (95 Punkte), auch die zweitbeste Riesling Spätlese
    kommt aus dem Halenberg (94 Punkte). Ein weiterer Halenberg gehört zu
    den besten vier Auslesen das Jahrgangs (94 Punkte) und eine Beerenauslese
    aus gleicher Lage (97 Punkte) steht in den Top Ten der edelsüßen Weine.
    Auch andere Nahe-Spitzengüter haben grandios gearbeitet. Das trifft vor allem
    auf das Weingut Schäfer-Fröhlich zu. Einige von Tim Fröhlichs Weinen
    sind so rassig, dass man sie glatt für 2010er halten könnte. Auch Dr. Crusius
    gehört mit einer starken Kollektion zu den Gewinnern des Jahrgangs
    2011. Erneut kann das Schlossgut Diel in vielen Kategorien glänzen, besonders
    auch im edelsüßen Bereich. Helmut Dönnhoff bringt seine Paradelage
    Hermannshöhle wieder voll zur Geltung.
    Bei den Drei-Trauben-Betrieben wussten vor allem Kruger-Rumpf, Lindenhof,
    Joh. Bapt. Schäfer und Schneider in Niederhausen den Jahrgang zu interpretieren.
    Immer besser wird das Weingut Klostermühle, dessen zwei
    Trauben jetzt in rot erstrahlen. Von den Ein-Trauben-Gütern überzeugten
    Mathern, Schild und Heinrich Schmidt in besonderem Maße. Neu mit einer
    Traube ausgezeichnet wurden die Güter Genheimer-Kiltz in Gutenberg sowie
    das Weingut Hees in Auen bei Monzingen.
    Neben Emrich-Schönleber konnten weitere Güter von der Nahe wieder Weine
    in den bundesdeutschen Spitzenreiter-Listen platzieren. Gleich zweimal
    ist das Schlossgut Diel dabei: Mit 93 Punkten wurde die Grande Cuvée Mo
    Brut nature zweitbester deutscher Winzersekt, Diels Riesling aus dem Goldloch
    gehört zu den sechs besten Kabinettweinen des Jahrgangs im Land.
    Schäfer-Fröhlichs »Großes Gewächs« aus der Kupfergrube steht in der Top
    Ten der besten trockenen Rieslinge, sein »Schiefergestein« gehört zu den
    besten fünf Kabinetten des Jahrgangs, und bei den Riesling Spätlesen landete
    der Bockenauer einen Doppelschlag: Spätlese des Jahres und Rang
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    vier für Felseneck und Felseneck Goldkapsel. Die Nahe-Phalanx rundet das
    Gut Hermannsberg ab, das mit seiner Kupfergrube eine der zehn besten
    Auslesen des Jahrgangs stellt, und das Weingut Bamberger in Meddersheim,
    dessen Cuvée Pinot »S« Brut zu den acht besten Winzersekten des
    Jahres gehört.
    Insgesamt 44 Betriebe haben die Autoren ausführlich beschrieben und deren
    Weine bewertet, 21 weitere werden empfohlen.
    Pfalz: Hansjörg Rebholz stellt die »Kollektion des Jahres«
    Mit insgesamt sechs Weinen in den bundesdeutschen Bestenlisten setzte
    das Weingut Ökonomierat Rebholz in Siebeldingen einen Meilenstein und
    erhält die Auszeichnung »Kollektion des Jahres«. »Der Weißburgunder verzaubert
    mit himmlischem Schmelz, der Riesling ist in Flaschen gefangene
    spielerische Leichtigkeit mit endloser Tiefe. Wer auf diesem Niveau Wein in
    all seinen Facetten erzeugt, darf als der vielleicht kompletteste Betrieb
    Deutschlands bezeichnet werden«, schwärmen Matthias Mangold, Jürgen
    Mathäß und der Chefredakteur des Gault&Millau WeinGuide, Joel Payne.
    Dass Rebholz gleich drei Weine in den Top Ten der besten weißen Burgundersorten
    des Jahrgangs platziert, ist allein schon ungewöhnlich. Gleichzeitig
    noch zwei Rieslinge unter den besten acht des Jahrgangs zu haben – das
    sei einzigartig, findet die Redaktion. Abgerundet wird diese Leistung des
    Siebeldinger Winzers mit einem Riesling Brut aus 2008, der zu den vier besten
    Winzersekten Deutschlands gehört.
    Doch auch andere Pfälzer Güter haben ihre besten Weine ganz oben in den
    Hitlisten unterbringen können. Erstmals stellt das Weingut Kranz aus Ilbesheim
    einen Siegerwein. Boris Kranz hat seine Leistungen in den letzten Jahren
    kontinuierlich verbessert und schoss nun mit seinem 2011er Weißen
    Burgunder »Großes Gewächs« aus der Ilbesheimer Kalmit den Vogel ab:
    Platz eins in der Bundesfinalprobe. Da Kranz auch bei den Basisweinen und
    im mittleren Segment bestens gearbeitet hat, steigt er in die Vier-Trauben-
    Klasse auf.
    Auch bei den trockenen Rieslingen war die Pfalz wieder nicht zu schlagen.
    Insgesamt fünf Weine stellt sie in den Top Ten. Neben Rebholz konnten
    Christmann und von Winning ihre besten Rieslinge platzieren. Unschlagbar
    aber war wieder einmal ein Wein von Dr. Bürklin-Wolf, diesmal nicht der Seriensieger
    Kirchenstück, sondern ein Ausnahme-Riesling aus dem Forster
    Pechstein. Mit 96 Punkten setzte er sich deutlich von der nachfolgenden
    Konkurrenz ab.
    Friedrich Becker steht nicht mehr ganz so einsam an der Spitze der besten
    Rotweinerzeuger der Region. Knipser hat aufgeschlossen; man trifft sich
    auf Augenhöhe. »Es ist lediglich eine Stilfrage, ob man dem frischen, eindringlichen
    und kraftvollen Knipser den Vorzug gibt oder der schmelzigen
    Eleganz Beckers, der samtene Würze in den Vordergrund stellt«, findet Matthias
    Mangold.
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    In der Hierarchie der Güter gibt es Bewegung. Zwei Betriebe können sich
    auf die dritte Traube freuen: Matthias Gaul und Bernhard Koch. In der Zwei-
    Trauben-Klasse ist jetzt Borell-Diehl. Gleich sieben neue Betriebe wurden in
    die Traubenklasse aufgenommen: Aloisiushof, Emil Bauer, Hollerith, Krebs,
    Uli Metzger, Karl-Heinz und Andreas Meyer sowie Wolf in Birkweiler.
    Insgesamt zählen die Autoren 97 Erzeuger zu den Traubenbetrieben. Außerdem
    werden 47 weitere Betriebe empfohlen.
    Rheingau: Feinherbe und edelsüße Prachtstücke
    Der Jahrgang 2011 hat im Rheingau wieder das Können der Winzer herausgefordert.
    Neben der Qualität der Weinberge, der rigorosen und peniblen
    Selektion der faulen Trauben war eine späte, aber zügige Lese vielerorts
    das Erfolgsrezept. Vielfach wurde entweder zu früh geerntet, was sich in
    grünen Geschmacksnoten zeigt. Oder es wurde zu zögerlich geerntet, was
    zu überreifen Trauben führte. Einige Rieslinge erinnern an die schweren
    Weine des Hitzejahres 2003, hat die Redaktion des Gault&Millau WeinGuide
    in zahlreichen Verkostungen festgestellt. »Doch die besten Betriebe haben
    zum Teil außergewöhnliche Weine präsentiert«, loben Giuseppe Lauria
    und der Chefredakteur des Gault&Millau WeinGuide, Joel Payne.
    An der Spitze der Region festigt das Weingut Weil mit grandiosen Edelsüßen
    seine Sonderstellung. Dicht dahinter haben sich zwei Rüdesheimer
    Ausnahmebetriebe positioniert. Einer ist Johannes Leitz, der den Jahrgang
    gut im Griff hatte. So finden sich gleich vier Rieslinge in unseren
    Bestenlisten; sein feinherber Kaisersteinfels landete in seiner Kategorie
    sogar auf Platz zwei. Georg Breuer überraschte mit grandiosen feinherben
    Rieslingen aus dem Berg Schlossberg und dem Rauenthaler Nonnenberg:
    Platz eins und drei bei der Bundesfinalprobe.
    Mit einer durchweg überzeugenden Kollektion geht Schloss Johannisberg
    auf Tuchfühlung mit dem Spitzentrio: elegantes Erstes Gewächs, stilvolle
    Spätlese, famose Trockenbeerenauslese mit der Traumnote 98 Punkte und
    bester edelsüßer Riesling des Jahrgangs im ganzen Land. Insgesamt stellt
    der Rheingau im Jahrgang 2011 fünf der zehn besten edelsüßen Rieslinge in
    Deutschland.
    Neu in der Spitze des Rheingaus ist ein alter Bekannter: Peter Jakob Kühn
    schaffte mit einer sehr starken Kollektion, in der nicht nur die Top-Rieslinge
    überzeugten, den Wiederaufstieg in die Vier-Trauben-Klasse. Vom Basiswein
    bis zu den köstlichen Edelsüßen haben die auf biodynamischen Anbau
    schwörenden Kühns die homogenste Kollektion des Rheingaus aufgetischt.
    »Schon seine klirrend-klaren Basis-Rieslinge zeigen vitale Kraft, seine
    fruchtigen und edelsüßen Rieslinge sind elegant und finessenreich. Die
    Trockenbeerenauslese »E« gehört zu den drei besten Süßweinen des Jahrgangs
    «, lobt die Redaktion.
    Aufsteiger in die Riege mit zwei Trauben sind Baron Knyphausen und die
    Georg-Müller-Stiftung. Die Redaktion heißt zudem zwei Neulinge mit einer
    Traube willkommen: das Sekthaus Bardong und das Weingut Ernst.
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    Im neuen Gault&Millau WeinGuide werden insgesamt 71 Güter und ihre
    Weine ausführlich vorgestellt. 22 empfehlenswerte Betriebe runden das
    Angebot aus dieser Region ab.
    Rheinhessen: Raumland-Sekt mit 95 Punkten in neuer Dimension
    Im größten Anbaugebiet Deutschlands hat längst eine neue Ära begonnen.
    In Zeiten des Klimawandels kämpfen zumindest die Spitzenwinzer nicht
    mehr um jedes Grad Oechsle, versuchen nicht mehr in puncto Reife alles
    herauszuholen, was herauszuholen ist. Das galt gerade im Jahrgang 2011
    mit seinem Hang zu Alkoholbomben und fetten Weinen. »Den Weinen bei
    voller Reife die Eleganz und Frische zu bewahren, das ist das große Kunststück,
    das immer mehr Spitzenwinzer beherrschen wollen«, haben Manfred
    Lüer und der Chefredakteur des Gault&Millau WeinGuide, Joel Payne,
    festgestellt.
    Klaus-Peter Keller hat erneut eine beeindruckende Kollektion vorgestellt.
    Sein »Großes Gewächs« aus dem Brunnenhäuschen Abtserde gehört zu den
    zehn besten trockenen Rieslingen des Landes, sein Riesling »R« zu den
    besten halbtrockenen Rieslingen des Jahrgangs, die Hubacker Auslese ***
    schafft erneut den Sprung unter die besten in ihrer Kategorie und gleich
    zwei Riesling Trockenbeerenauslesen machten bei den besten Edelsüßen
    Furore. Und als ob es nichts wäre, stellt Keller dann auch noch den besten
    Silvaner Rheinhessens, sein »Feuervogel« bringt es auf starke 91 Punkte.
    Auf diesem Niveau mithalten kann nur Philipp Wittmann, der mit 2011 die
    vielleicht stärkste Kollektion seiner Karriere vorweisen kann. Schon seit
    Jahren beeindruckt der Westhofener Ökowinzer die Redaktion mit der
    durchgängig hohen Qualität seiner Sortimente, gerade auch im Basisbereich.
    Dazu kommen grandiose Spitzenweine wie das »Große Gewächs«
    aus dem Morstein, mit 94 Punkten bester trockener Riesling des Jahrgangs
    in Rheinhessen, und bundesweit auf Platz vier. Längst hat Wittmann auch
    den Nachweis erbracht, wie gut seine Weine heranreifen. Erneut gewinnt er
    die »Bernhard-Breuer-Trophy« für den besten trockenen Riesling »Zehn Jahre
    danach«. Auch Wittmanns 2002er Morstein bringt es auf 94 Punkte.
    Die Fahne Rheinhessens hält seit Jahren auch das Sekthaus Raumland hoch.
    Wer dachte, hier seien alle Möglichkeiten ausgereizt, sah sich erneut eines
    Besseren belehrt. Nach seinem rekordverdächigen 2001 »MonRose« Brut
    setzte Volker Raumland diesmal noch eins drauf: Er erzeugte, wie die
    Redaktion feststellt, »den besten jemals in Deutschland erzeugten Sekt«. Es
    ist der 2002er Chardonnay Prestige Brut Blanc de Blancs, der mit 95
    Punkten die bislang höchste Sekt-Bewertung bekam. Bleibt nur noch
    anzumerken, dass zwei weitere Sekte Raumlands unter die besten Fünf des
    Landes kamen.
    Die Spitze des Gebiets stellt sich zunehmend breiter auf. Die Vier-Trauben-
    Betriebe haben mit dem Weingut Battenfeld-Spanier nun Zuwachs bekommen.
    Auch drei Trauben wurden neu vergeben: an die Weingüter Bischel
    und Schätzel. Die Zwei-Trauben-Güter haben sich mit Pfannebecker und
    Steitz verstärkt. Dazu kommen sieben neue Ein-Trauben-Betriebe: Dautermann,
    Kampf, Liebrecht, Schmitt Herrnsheim, Spohr, Wechsler und Werther
    Windisch.
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    Insgesamt 98 Trauben-Betriebe werden ausführlich beschrieben. 74 weitere
    sind als empfehlenswert eingestuft, darunter einige Neulinge.
    Saale-Unstrut: Gussek und Pawis jetzt gleichauf
    An der Spitze der Region scheint sich ein »Machtwechsel« anzubahnen:
    »André Gussek bewies schon 2010 viel Fingerspitzengefühl für den schwierigen
    Jahrgang. Auch im Jahrgang 2011 glänzen vor allem die Spitzenweine
    mit enormer Tiefe und Mineralität«, lautet das Fazit der Gault&Millau-
    Redaktion nach umfangreichen Verkostungen. Gussek, jetzt mit drei Trauben
    ausgestattet, könnte sich bald vor Bernard Pawis setzen und damit an
    die Spitze des weiterhin wachsenden, größten östlichen Anbaugebiets. Neu
    unter den Traubenbetrieben ist das Weingut Born in Höhnstedt am Süßen
    See.
    Nach der Neugründung eines regionalen VDP-Verbandes zusammen mit
    Weingütern aus Sachsen erregt nun eine neue Winzergruppierung
    Aufsehen, welche eine eigene Qualitätspyramide oberhalb der gesetzlichen
    Mindestanforderungen anstrebt. »Breitengrad 51« steht nicht nur für die
    geografische Position dieser Weingüter, sondern bezeichnet auch die
    besten Weine eines jeden Weingutes (momentan acht Erzeuger). Der Vorsitz
    liegt bei Matthias Hey, dem wohl dynamischsten Jungwinzer der neuen
    Bundesländer.
    Die Winzer an Saale und Unstrut haben 2011 einen guten Jahrgang eingefahren.
    Vom Gutswein über Kabinette mit nicht zu viel Alkohol bis hin zu
    Spitzenqualitäten wurde eine erstaunliche Vielfalt eingebracht. »Alle von
    uns verkosteten Weine zeigen eine ausreichende Reife, gut eingebundene
    Säurestruktur und eine erfreulich mineralische Prägung. Im Gegensatz zu
    anderen Regionen wirken selbst die Spitzenweine nicht zu alkoholisch«,
    hat Matthias Dathan zusammen mit dem Chefredakteur des Gault&Millau
    WeinGuide, Joel Payne, bei seinen Verkostungen festgestellt.
    Insgesamt zehn Erzeuger wurden mit Trauben ausgezeichnet. Weitere
    sechs Betriebe halten die Autoren für empfehlenswert.
    Sachsen: Zimmerling zieht an Schloss Proschwitz vorbei
    Das kleine Weingut von Klaus Zimmerling hat sich an die Spitze des Gebiets
    gesetzt. Das zumindest haben die strengen Prüfer des Gault&Millau Wein-
    Guide bei ihren Verkostungen festgestellt. »Klaus Zimmerling hat mit dem
    Jahrgang 2011 den wohl besten seiner Geschichte abgeliefert. Die Weine
    haben eine große Präzision, ganz egal, von welcher Rebsorte sie stammen
    «, urteilt die Redaktion. Folglich wurde Zimmerling mit drei roten Trauben
    belohnt und rangiert nun vor Schloss Proschwitz, das viele Jahre im Alleingang
    die sächsische Spitze gebildet hatte.
    Auf zwei rote Trauben bringt es das Sächsische Staatsweingut auf Schloss
    Wackerbarth, dem der Gault&Millau ausdrucksstarke Weine und
    hochwertige Sekte bescheinigt. Die größten Qualitätssprünge kamen von
    jungen Betrieben, etwa von Friedrich Aust und Frederic Fourré. Sie erzeugen
    eigenständige und mineralische Weine. Neben dem Weingut Drei Herren hat
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    sich besonders das Weingut Hoflößnitz positiv entwickelt und stößt in die
    Traubenkategorie vor. Ganz neu ist der Betrieb Rothes Gut auf linkselbischer
    Seite in der Nähe von Meißen.
    Der Weinbau in Sachsen erlebte in den letzten Jahren zwar eine Renaissance.
    Doch nur der Jahrgang 2008 füllte zuletzt die Keller. 2009 und 2010
    gab es nur geringe Erntemengen. Die Erträge in 2011 haben nun die Situation
    etwas entspannt, berichten Matthias Dathan und der Chefredakteur des
    Gault&Millau WeinGuide, Joel Payne.
    Erwähnenswert ist die Verbesserung der Weinqualität der Genossenschaft
    in Meißen. Mit über 150 Hektar deckt die Kooperative einen großen Teil der
    Gesamtfläche ab. Ansonsten bleibt weiterhin die kleine Schar an qualitätsorientierten
    Weingütern, die ihre Weine auch überregional erfolgreich vermarkten.
    Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an Kleinbetrieben, die den
    regionalen Markt bedienen oder ihre Weine im hauseigenen Gutsausschank
    an den Gast bringen.
    Es sind insgesamt neun Güter, die in Sachsen mit einer oder mehr Trauben
    ausgezeichnet wurden. Hinzu kommen vier empfehlenswerte Betriebe.
    Württemberg: Aldinger und Schnaitmann auf Augenhöhe
    An der Gebietsspitze sieht der Gault&Millau WeinGuide derzeit die beiden
    Fellbacher Winzer Aldinger und Schnaitmann gleichauf. »Jeder für sich
    scheint in seinen Paradedisziplinen unangreifbar: Aldinger bei Riesling,
    Sauvignon und Lemberger, Schnaitmann bei den roten Burgundersorten«,
    stellen Frank Kämmer und Chefredakteur Joel Payne nach zahlreichen Verkostungen
    fest. Doch die Verfolger schlafen nicht, allen voran das altehrwürdige
    Schlossgut des Grafen Neipperg, dem die Redaktion eine bemerkenswerte
    Entwicklung in den letzten Jahren bescheinigt. Gleichauf liegen
    Dautel und Albrecht Schwegler, die sich alle mit drei roten Trauben schmücken
    dürfen.
    Beim Riesling hatte sich bereits bei den Verkostungen des Jahrgangs 2010
    Ernüchterung breit gemacht – und die Erkenntnis, dass schwäbische Rieslinge,
    wenn sie denn nicht vollständig ausreifen können, schnell in eine
    herbe Rustikalität verfallen. Im Jahrgang 2011 nun fehlt es den Rieslingen
    merklich an innerer Spannung und Rückgrat, haben die Tester festgestellt.
    Waren viele 2010er eher karg und uncharmant, litten etliche 2011er an Säurearmut
    und mangelnder Mineralität. Immerhin stellt der Riesling hinter
    dem Trollinger die meisten Rebstöcke im Ländle.
    Bei den 2010er Rotweinen erlebten die Verkoster hingegen einige positive
    Überraschungen. »Nach den teilweise doch sehr saftigen Weinen aus 2009
    können so manche 2010er mit ihrer schlanken, frischen Frucht und dem
    lebhaften Charme durchaus gefallen, wenngleich in ganz anderem Stil«, loben
    Frank Kämmer und der Chefredakteur des Gault&Millau WeinGuide, Joel
    Payne. Insbesondere die Spätburgunder der Spitzenerzeuger scheinen
    dies zu bestätigen, allen voran die betörenden »Großen Gewächse« von
    Schnaitmann, Neipperg oder dem Staatsweingut Weinsberg, die jeweils 90
    oder mehr Punkte erreichen konnten.
    Seite 15 von 15
    Der Sauvignon Blanc hat längst eine Nische in Württemberg besetzt. Viele
    Betriebe haben Weine dieser Rebsorte vorgestellt, und offensichtlich treffen
    diese auf eine rege Nachfrage in der Region – anders lässt sich das teilweise
    doch sehr selbstbewusste Preisniveau nicht erklären. Einige zählen auch
    dieses Jahr wieder zum Besten, was die Sorte in Deutschland zu bieten hat,
    darunter zwei Weine von Aldinger (drei Sterne und »Ovum«), sowie der Drei-
    Sterne-Sauvignon von Schnaitmann.
    An der Hitliste der Betriebe hat sich kaum etwas geändert. Bemerkenswert
    ist allerdings der Aufstieg des Weinguts Zimmerle in Korb auf nunmehr zwei
    Trauben. Neu in der Traubenriege begrüßt die Redaktion das Weingut Ungerer.
    Bei den Genossenschaften, die hier rund drei Viertel der Ernte verarbeiten,
    bestätigt die Weinmanufaktur Untertürkheim ihre Stellung als beste
    Kooperative Deutschlands.
    Die Autoren stellen die 40 besten Betriebe des Anbaugebiets ausführlich
    mitsamt ihren Weinen vor und geben 26 weitere Empfehlungen, die oft zu
    interessanten und auch preiswerten Weinen führen.
    Gault&Millau WeinGuide Deutschland 2013
    20. Jahrgang, 928 Seiten, EUR 29,95
    ISBN 978-3-86244-204-4, Christian Verlag, München
     

  • Der neue Gault Millau WeinGuide Deutschland 2013 ist da


    08.11.2012

    WeinGuide Deutschland 2013: Pressemeldungen

    Jahrgang 2011: Viele gute Weine, aber kein Jahrhundertjahrgang. Der »Winzer des Jahres« kommt aus Baden, der Aufsteiger von der Nahe, die Entdeckung vom Mittelrhein/Ahr und die »Kollektion des Jahres« aus der Pfalz.

    Gault Millau WeinGuide Deutschland 2013

    Hohe Temperaturen im Herbst, geradezu explodierende Mostgewichte – das machte den Jahrgang 2011 schon vor der Ernte fast zur Legende. Dass er ein Jahrhundertereignis werden würde, war schnell beschlossene Sache. Gar vom Kometenjahrgang war die Rede, von einer Reihe grandioser 11er Jahrgänge: Nach 1811 und 1911 nun der 2011er. »Es tut uns leid, dass wir nun etwas Wasser in den Wein gießen müssen. Sicherlich gab es auch in 2011 wieder große Weine, doch leider sind gerade die Spitzen oft von zuviel Alkohol geprägt und lassen vor allem Frische vermissen“, bedauert Joel Payne.

    Unter der Aufsicht des Chefredakteurs des Gault&Millau WeinGuide hat ein Team von über 20 Verkostern mehr als 12.500 Weine auf die Zunge genommen – und kommt zu einem überraschenden Ergebnis: Es sind oft die einfachen Erzeugnisse, die Basisweine der Güter, die in 2011 punkten können. »Selten gab es so einen Andrang in unseren Schnäppchen- und  Gutsweinlisten, selbst zahlreiche Literweine können Trinkfreude auslösen“, so Payne. Die besten Weine aus einem unübersehbaren Angebot herauszufiltern, das gelingt mit dem neuen WeinGuide spielend.

    Mit der Ausgabe für 2013 feiert der Gault&Millau WeinGuide ein kleines Jubiläum. Vor nunmehr 20 Jahren wurde die erste Nummer in Angriff genommen. Joel Payne dankt ausdrücklich seinem langjährigen Weggefährten Armin Diel, der mit ihm zusammen vor zwei Jahrzehnten Gründer des WeinGuide war. Der neue Weinführer ist fast doppelt so dick wie die Ausgabe vor zehn Jahren. Im Vergleich zur ersten Ausgabe vor 20 Jahren wird der Mehrwert noch deutlicher: Heute gibt es vier mal so viele Betriebe und sechs mal so viele Weine wie in der Ausgabe 1994. Damit der Weinfreund einfacher und schneller die besten und günstigsten Weine entdecken kann, helfen weitere Übersichten im Gault&Millau WeinGuide Deutschland 2013.

    Auf 928 Seiten sind in der 20. Ausgabe des Gault&Millau WeinGuide nunmehr 721 Betriebe mit mindestens einer Traube verzeichnet, weitere 355 sind als empfehlenswert eingestuft. Mehr als 12.500 Weine wurden verkostet, rund 8.700 finden schließlich Erwähnung im Buch. Unter diesen Weinen ist manche Entdeckung zu machen. Die Redaktion hat zahlreiche Spitzenweine herausgefiltert, die für wenig Geld viel Trinkvergnügen bereiten.

    Ein wesentliches Merkmal der deutschen Weinlandschaft ist ihre Vielfalt. Hierzulande findet der Konsument eigentlich Weine für jeden Geschmack – er muss nur wissen, wo. Dabei hilft der Gault&Millau WeinGuide, der auch die neuen Trends der Weinszene widerspiegelt. Die Modeweine vom Sauvignon blanc bis zum Blanc de Noirs sind im Führer mit ihren besten Exemplaren gelistet. Ausgefallene Rotwein-Cuvées haben ebenso ihren Platz wie die Klassiker, deren Pflege sich die Redaktion besonders verbunden führt. Dabei stehen der Spätburgunder und der Riesling im Vordergrund.

    Der Riesling allein bietet eine ungeheure Vielfalt. Im Gault&Millau WeinGuide wird sein außerordentlich facettenreiches Spektrum aufgeblättert. Kein Weingut und kein Wein von Bedeutung fehlt im Buch. Dies unterscheidet den Gault&Millau entscheidend von anderen Publikationen und Wettbewerben. Erneut werden in einer eigenen Liste »Leichter trockener Riesling«, einem vielfachen Genießerwunsch folgend, auch Exemplare mit nur 11,5 und 11 Prozent Alkohol aufgeführt.

    Dass die Bewertungen des Gault&Millau WeinGuide auch über längere Zeit Bestand haben, zeigt die Verkostung »Zehn Jahre danach – Bernhard Breuer Trophy«, in der vor einer Dekade getestete trockene Rieslinge nochmals auf den Prüfstand kommen, dieses Jahr zum elften Mal. »Vor allem Spitzenweine aus Rheinhessen, der Pfalz und von der Nahe des Jahrgangs 2002 haben sich eindeutig zu ihrem Vorteil entwickelt«, sagt Herausgeber Joel Payne. Erneuter Sieger wurde ein »Großes Gewächs« von Wittmann, diesmal aus dem Westhofener Morstein (94 Punkte). Bei der »Zehn-Jahre-danach«-Verkostung der 2002er Spätburgunder war die Spitze erheblich dünner besetzt. Letztlich machte der »R« von Bernhard Huber aus Baden (93 Punkte) das Rennen.

    Der Jahrgang 2002 stand beim Riesling immer etwas im Schatten des sehr guten 2001ers. Bei der Nachverkostung der 2002er Riesling Spätlesen aber zeigte sich, dass überall gute bis sehr gute Qualitäten in der Flasche herangereift sind. »Wie sich bei unserer Probe herausstellte, überzeugt der Jahrgang vor allem mit seiner überragenden Frische«, urteilten die Verkoster rund um Chefredakteur Joel Payne. Sieben Moselweine finden sich unter den besten zehn, doch der Sieger kommt von der Nahe. Emrich-Schönlebers »Rutsch« aus dem Monzinger Frühlingsplätzchen war mit 94 Punkten nicht zu schlagen.

    Zum »Winzer des Jahres« der Ausgabe 2013 kürt die Gault&Millau-Redaktion
    Joachim Heger vom Weingut Dr. Heger in Ihringen am Kaiserstuhl. »Seit Jahrzehnten holt er weiße Burgunder von allererster Güte aus dem fabelhaften Ihringer Winklerberg und dem großartigen Schlossberg in Achkarren. Nun haben auch seine Spätburgunder zur badischen Spitze aufgeschlossen«, lobt Joel Payne den sympathischen Winzer.

    Der Ehrentitel »Kollektion des Jahres« geht diesmal in die Pfalz: an Hansjörg Rebholz, der in 2011 ein großartiges Sortiment erzeugt hat. »Ob Weißburgunder, Chardonnay, Riesling oder Spätburgunder – der Siebeldinger Ausnahmewinzer beherrscht die ganze Klaviatur par excellence. Und was im Jahrgang 2011 glänzt, ist wirklich pures Gold«, hebt die Redaktion hervor.

    Der »Aufsteiger des Jahres« kommt von der Nahe: Betriebsleiter Karsten Peter vom Gut Hermannsberg in Niederhausen. »In nur drei Jahren führte er diesen ehedem weltberühmten Betrieb zurück in die Gebietsspitze. Vom Gutswein bis zur edelsüßen Rarität – ein Sortiment aus einem Guss. Der Leuchtturm an der Nahe brennt wieder«, erklärt Joel Payne während der Präsentation.

    Der Titel »Entdeckung des Jahres« geht an das Weingut Josten und Klein: »Dies ist eine der wenigen Neugründungen im Lande. Gleich in zwei Gebieten starten die beiden Winzer durch: am Mittelrhein und an der Ahr. Mit Riesling, Spätburgunder und Sauvignon Blanc punktet das dynamische Duo«, sagt Joel Payne bei der Präsentation des WeinGuide in der Rheinland-Pfalz Bank in Mainz.

    Zum »Sommelier des Jahres« wurde Thomas Sommer vom Schlosshotel Lerbach in Bergisch Gladbach (Nordrhein-Westfalen) gekürt. »Sein Herz gehört dem deutschen Wein, vor allem großen Rieslingen. Dabei bleibt er offen für junge Winzertalente und weltweite Trends. Vorbildlich!« lobt die Chefredaktion.

    Der Titel »Weinkarte des Jahres« geht an Jianhua Wu, der in Berlin das Restaurant Hot Spot betreibt. »Der Chinese verbindet auf ideale Weise die Liebe zu seiner Heimat mit der zum deutschen Riesling. Und er demonstriert beispielhaft, wie gut gereifte Weine mit der asiatischen Küche harmonieren. Selbst Winzer aus der ganzen Republik pilgern zu ihm«, bemerkt die Gault&Millau-Redaktion.

    Mit dem neuen Gault&Millau WeinGuide wird es dem Genießer leicht gemacht, den Lieblingswein zu finden. Auf großes Interesse preisbewusster Weinfreunde stößt die Zusammenstellung der Betriebe mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Neben einer Liste der günstigsten Weißweingüter sind auch Produzenten roter Schnäppchen verzeichnet. Zudem haben die Autoren die süffigsten Schoppenweine in der Literflasche aufgeführt – alles Wegweiser zu guter Qualität, die nicht die Welt kostet. Außerdem erleichtert ein Verzeichnis von Fachhändlern den Weg zum deutschen Spitzenwein.

    In neun Kategorien, wovon drei trockenen Weinen vorbehalten sind, listet der Gault&Millau WeinGuide die besten Weißweine des Jahrgangs 2011 und die vorzüglichsten 2010er Rotweine Deutschlands. Die Gruppenbesten werden als »Siegerweine des Jahres« ausgezeichnet. Zwei davon stammen von der Saar (bester Riesling Kabinett und beste Riesling Auslese), zwei aus der Pfalz (bester Weißer Burgunder und bester trockener Riesling), zwei aus dem Rheingau (bester feinherber Riesling und bester edelsüßer Riesling), einer aus Rheinhessen (bester Winzersekt), einer von der Nahe (beste Riesling Spätlese) und einer aus Baden (bester Spätburgunder).

    Der Gault&Millau WeinGuide steht in der Tradition des »Reiseführer für Genießer« Gault&Millau Deutschland, der seit 30 Jahren fundierte Restaurantkritik und strenge Bewertungen mit Lesevergnügen verbindet.

    Bei der Bewertung der Weingüter steht die Weinqualität an erster Stelle. Der WeinGuide dient außerdem als touristisches Nachschlagewerk. Er zeigt dem Reisenden die Routen zu den Gütern, verzeichnet Anschriften und Öffnungszeiten sowie Hinweise auf Verkostungsmöglichkeiten, Vinotheken, Gutsausschank und Verkauf. Beide Ausgaben des Gault&Millau 2013 sind auch als App für iPhone und – neu – für Android-Smartphones erhältlich.

  • Mondial des Pinots 2012: 47 Medaillen für Deutsche Pinots


    07.09.2012

    47 Medaillen für Pinots aus Deutschland

     

     

    Vor ein paar Jahren ließen die Schweizer Veranstalter neben dem Pinot Noir auch andere Pinotsorten für den Wettbewerb zu.

    Nun haben Sie den Namen des Wettbewerbs an die zugelassenen Weine angepasst. Deutsche Weine kamen wie schon im Vorjahr auf 47 Medaillen.

    Erneut waren die badischen Burgunder am erfolgreichsten vertreten.

    Der Mondial du Pinot Noir firmiert nun als Mondial des Pinots und wurde zum 15. Mal im Wallis in der Schweiz ausgetragen.

    Neun deutsche Anstellungen wurden mit einer Goldmedaille prämiert:

    Für Pinot Noir das Schlossgut Ebringen, Baden (Pinot Noir S 2008),
    das Weingut Clauss, Baden (Belemnit CB 2009),
    das Weingut L. Bastian, Baden (Endinger Engelsberg 2009)
    und das Weingut Rings, Pfalz (Freinsheimer Gottesacker 2009).

    Für Pinot blanc das Weingut Kalkbödele, Baden (Weißburgunder Reserve 2011),
    das Weingut Aufricht, Baden (Weißburgunder Eine Lilie 2011)
    und das Weingut Gröhl, Rheinhessen (Kalkstein 2011).

    Für Pinot Gris das Weingut Kiefer, Baden (Dreistern 2011)
    und die Winzergenossenschaft Königschaffhausen, Baden (Barrique Hasenberg 2010).

    38 weitere deutsche Weine erhielten eine Silbermedaille, darunter 21 für Pinot Noir, 8 für Pinot Gris, 4 für Pinot Blanc, 1 für Pinot-Sekt und 4 für edelsüße Pinots.

    Bei der 15. Auflage des Wettbewerbs „Mondial des Pinots“ wurden 1.274 (Vorjahr 1.314) Weine  angestellt, 298 Weine kamen nicht aus der Schweiz. Die international besetzte Jury vergab 5 Mal Grosses Gold, 99 Mal Gold und 253 Mal Silber. Verkostet wurden die Weine im August 2012 in Sierre im schweizerischen Wallis.

    Alle Ergebnisse des Wettbewerbs finden Sie unter www.mondial-des-pinots.com

  • Internationaler Biowein - Preis 2012


    22.06.2012

    Goldregen beim Inernationalen Bioweinpreis 2012

    Einen guten Jahrgang hatten die Verkoster beim Internationalen Bioweinpreis 2012 auf dem Verkostungstisch stehen.

    So wurden von 505 angestellten Weinen 429 mit einer Medaille ausgezeichnet oder mit einer Empfehlung versehen.
     
    Über 180 und damit die meisten Medaillen und Empfehlungen gingen an deutsche Bioweine.

    Waren es für deutsche Rotweine 36 Medaillen und Empfehlungen, so brachten es die deutschen Bio-Weißweine auf 123 Auszeichnungen, hinzu kamen weitere 14 für Roséweine, 5 für Schaumweine und 6 für Dessertweine.

    Die Höchstauszeichnung „Grosses Gold“ wurde fünf deutschen Weinen zuerkannt, einem Rotwein Cabernet Mitos 2008 des Weinguts Schäfer–Heinrich Elke & Andreas Hieber (Württemberg), einem Dessertwein Riesling Auslese 2011 des Weinguts Im Zwölberich (Nahe) sowie drei Weißweinen, einer Weißburgunder Spätlese 2010 der Gebrüder Streng, einer Rieslaner Spätlese 2011 des Weinguts Helmut Christ (beide Franken) sowie einer Weißburgunder Selektion 2011 des Weinguts Lämmlin-Schindler (Baden). Neben fünfmal Grosses Gold erreichten deutsche Bioweine 55 Gold- und 78 Silbermedaillen sowie weitere 48 Empfehlungen.

    21 erfahrene Juroren beteiligten sich an der Verkostung für den 3. Internationalen Bioweinpreis, die Mitte Juni in Bad Dürkheim stattfand. Im Mittelpunkt stand bei den Weißweinen der sehr gute Jahrgang 2011. Im Vergleich zum Vorjahr lag die durchschnittliche Bewertung auf der 100-Punkteskala deutlich höher. Dabei durchlief jede Probe mindestens zwei Durchgänge in verschiedenen Testergruppen.

    Gisela Wüstinger, Organisatorin des Wettbewerbs und Geschäftsführerin der WINE System AG, Frasdorf, freute sich über die große Resonanz bei den Winzern. Erneut beteiligten sich über 100 Winzer aus elf Ländern mit über 500 Weinen.

    Alle Ergebnisse unter www.bioweinpreis.de

    (Quelle: wwww.deutscheweine.de)

  • Die Sieger des Internationalen Wettbewerbs "Best of Riesling 2012" stehen fest


    15.06.2012

    Mit einem Rekord ist der internationale Wettbewerb "Best of Riesling 2012" des rheinland-pfälzischen Weinbauministeriums über die Bühne gegangen.

    2.372 Rieslinge aus elf Nationen und von drei Kontinenten wurden im Mai verkostet und bewertet.

    »Ich freue mich, dass sich Best of Riesling als renommierter Wettbewerb etabliert hat und unser Engagement für den Riesling auch international auf positive Resonanz stößt«, erklärte Weinbaustaatssekretär Thomas Griese bei der Präsentation der Sieger in Mainz am 13. Juni 2012.

    Realisiert wurde Best of Riesling 2012 vom Ministerium für Umwelt, Ernährung, Landwirtschaft, Weinbau und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz und dem MEININGER VERLAG, Neustadt/Weinstraße.


    Die Sieger 2012


    Kategorie I - trocken bis einschließlich 12,5% Alkohol


    1. Platz : 2011 Eitelsbacher Karthäuserhofberg Riesling Tyrell‘s Edition Spätlese Mosel, trocken, Weingut Karthäuserhof, Trier-Eitelsbach
    2. Platz 2011 Riesling Qualitätswein Pfalz, trocken, Weingut Thorsten Krieger, Rhodt unter Rietburg
    3. Platz 2011 Michelbacher Apostelgarten Riesling Heilmännchen Kabinett Franken, trocken, Weingut Heilmann, Alzenau

    Kategorie II - trocken ab 13,0% Alkohol
    1. Platz 2011 Wachenheimer Königswingert Riesling Spätlese Pfalz, trocken, Weingut Zimmermann, Wachenheim
    2. Platz 2011 Riesling Steinreich Spätlese Pfalz, trocken, Weingut Heiner Sauer, Böchingen
    3. Platz 2011 Kallstadter Saumagen Riesling Spätlese Pfalz, trocken, Weingut Petri, Herxheim am Berg


    Kategorie III - halbtrocken
    1.Platz 2011 Enkircher Steffensberg Riesling Spätlese Mosel, halbtrocken, Weirich Weine, Starkenburg über der Mosel
    2. Platz 2011 Monzinger Frühlingsplätzchen Riesling Spätlese Nahe, halbtrocken, Weingut Udo Weber, Monzingen
    3. Platz 2011 Riesling Qualitätswein Rheinhessen, feinherb, Weingut Neef-Emmich, Bermersheim


    Kategorie IV - fruchtig & süß
    1. Platz 2011 Lieser Niederberg-Helden Riesling Spätlese Mosel, Weingut Ulrich Schumann, Lieser
    2. Platz 2011 Valwiger Herrenberg Riesling Edition F Spätlese Mosel, edelsüß, Weingut Lönartz-Thielmann, Ernst
    3. Platz  Kröver Steffensberg Riesling Finesse Spätlese Mosel, süß, Weingut Trossen, Traben-Trarbach

    Kategorie V - edelsüß
    1. Platz 2009 Würzburger Stein Riesling Beerenauslese Franken, edelsüß, Staatlicher Hofkeller Würzburg
    2. Platz 2009 Kirrweiler Oberschloss Riesling Eiswein Pfalz, edelsüß, Weinhaus Hermann Zöller, Kirrweiler
    3. Platz 2001 Forster Ungeheuer Riesling Auslese Pfalz, edelsüß, Weingut Reichsrat von Buhl, Deidesheim


    Außerdem wurden insgesamt vier Sonderpreise vergeben
    :

    Den Preis für den besten europäischen Riesling erhielt das Weingut Brandl aus Zöbing (Österreich) für einen 2011 Kogelberg Riesling Reserve Qualitätswein DAC Kamptal. Als besten Riesling aus der Neuen Welt zeichnete die Jury einen 2011 Riesling Columbis Valley von den Ste Michelle Wine Estates aus dem US-amerikanischen Woodinville (Bundesstaat Washington) aus.

    Als bester Steillagenriesling wurde ein 2011 Ürziger Würzgarten Riesling Von Alten Reben Spätlese Mosel, trocken des Weinguts Rebenhof, Ürzig, ausgezeichnet. Die Weinkellerei Reh Kendermann erhielt für ihren 2011 Riesling Roter Hang Nierstein Qualitätswein Rheinhessen, trocken den Preis für den besten Riesling im Lebensmittel-Einzelhandel.

    Quelle: Weinwirtschaft.de

     

  • Falstaff 1/2012: Die 100 Besten Weine der Welt


    03.04.2012

    FALSTAFF DIE 100 BESTEN WEINE DER WELT

    In der Ausgabe No. 1/2012 vom 15. Februar 2012 veröffentlicht das Gourmet-Magazin
    Falstaff  eine Liste der 100 besten Weine der Welt.

    Chefredakteur Peter Moser schreibt dazu:

    „Ein Ranking, das für viel Diskussionsstoff sorgt - Finden Sie hier die Top 100 und diskutieren Sie mit!

    Eine Top-100-Liste wie diese ist ­immer umstritten und diskussions­würdig. So ist sie entstanden: ­Zunächst wurde der Bewertungszeitraum ab dem Jahrgang 2000 gewählt. Im Vordergrund steht die Qualität eines Weines, diese wird durch die Arbeit der internationalen Weinkritik bestätigt, regel­mäßig höchste Punkte in den einschlägigen Publikationen dokumentieren das. Das in­ternationale Image eines Topweines spiegelt sich auch in seiner Präsenz in den wichtigsten Weinauktionen der Welt sowie auf den Weinkarten der führenden Restaurants wider. ­Daraus lässt sich der Wert, aber auch die Wertbeständigkeit ableiten. Um in die Liste der weltbesten 100 Weine aufgenommen zu werden, bedarf es neben der absolut untadeligen Qualität auch weiterer Faktoren wie Unverwechselbarkeit und Originalität, die aus der guten Flasche Wein ein gesuchtes Objekt für Kenner und Sammler werden lassen.

    R
    ot dominiert
    Um eine möglichst große Vielfalt darzustellen, wurde pro Weingut immer nur der am höchsten eingeschätzte Wein ausgewählt. Die Domaine de la Romanée-Conti hat mit La Tâche und Le Montrachet noch weitere absolute Topweine im Angebot, das gilt vergleichsweise auch für die Lagen-Trilogien bei Angelo Gaja (San Lorenzo, Sori Tildin, Costa Russi), für Masseto und Ornellaia oder für die Spitzen-Côte-Rôties von Guigal (La Turque, La Mouline, La Landonne). Berücksichtigt sind Weiß-, Rot- und Süßweine sowie die besten Schaumweine. Die Rotweine dominieren deutlich, insgesamt 77 Rotweinen stehen 23 weiße und edelsüße Gewächse gegenüber. Neben den objektiven Kriterien wie Auktionsergebnissen oder einer das Angebot ständig übersteigen­den Nachfrage sind es auch subjektive Kriterien, Meinungen und Einschätzungen von Fachleuten, denen Falstaff bei der Zusammenstellung gefolgt ist.“

    Den vollständigen Artikel inklusive 10 vielversprechenden Weinen für die Zukunft und die Liste der 100 besten Weine der Welt mit Beschreibungen finden Sie im aktuellen Falstaff Nr. 01/2012 - Jetzt im Handel!

     Die Angebote unserer Partnershops haben wir bereits mit unserer Weinsuchmaschine für Sie verlinkt, zum Bestellen einfach auf den Button „Zum Shop“ klicken!

     

    FALSTAFF TOP 100

    01           Romanée-Conti - Domaine de la Romanée-Conti (Burgund, Frankreich)

    02           Château Lafite-Rothschild (Bordeaux, Frankreich)

    03           Château Latour (Bordeaux, Frankreich)

    04           Château Pétrus (Bordeaux, Frankreich

    05           Château Cheval Blanc (Bordeaux, Frankreich)

    06           Château Haut-Brion (Bordeaux, Frankreich)

    07           UNICO Reserva Especial – Vega Sicilia (Ribera del Duero, Spanien)

    08           Château Margaux (Bordeaux, Frankreich)

    09           Château Mouton-Rothschild (Bordeaux, Frankreich)

    10           Grange BIN 95 Shiraz – Penfolds (Australien)

    11           Château Ausone (Bordeaux, Frankreich)

    12           Château d’Yquem (Bordeaux, Frankreich)

    13           LE PIN (Bordeaux, Frankreich

    14           Clos des Mesnil – Krug (Champagne, Frankreich)

    15           Château Lafleur (Bordeaux, Frankreich)

    16           Domaine A. Rousseau – Chambertin Clos de Beze (Burgund, Frankreich)

    17           Dominio de Pingus – Pingus (Ribera del Duero, Spanien)

    18           Tenuta Dell 'Ornellaia Masseto (Toskana, Italien)

    19           Château Léoville-las-Cases (Bordeaux, Frankreich)

    20           Corton-Charlemagne Coche-Dury (Burgund, Frankreich)

    21           Sori San Lorenzo – Angelo Gaja (Piemont, Italien)

    22           Cabernet Sauvignon Screaming Eagle (Napa, Kalifornien, USA)

    23           Scharzhofberger Riesling – Egon Müller Scharzhofberg (Mosel, Deutschland)

    24           Hermitage Cuvée Cathelin – J. L. Chave (Rhônetal, Frankreich)

    25           Sassicaia – Tenuta San Guido (Toskana,Italien)

    26           Proprietary Red – Harlan Estate  (Napa, Kalifornien, USA)

    27           Château Cos d’Estournel (Bordeaux, Frankreich)

    28           Chambertin Domaine Leroy (Burgund, Frankreich)

    29           Riesling Wehlener Sonnenuhr – J.J. Prüm (Mosel, Deutschland)

    30           Côte Rôtie La Turque – Guigal (Rhônetal, Frankreich)

    31           DOM PERIGNON  (Champagne, Frankreich)

    32           L’Ermita – Alvaro Palacios (Priorat, Spanien)

    33           Gewürztraminer Selection de Grains Nobles – Zind-Humbrecht (Elsass, Frankreich)

    34           Hill of Grace Shiraz – Henschke (Eden Valley, Australien)

    35           Château Palmer (Bordeaux, Frankreich)

    36           Barolo Cerequio – Roberto Voerzio (Piemont, Italien)

    37           Le Montrachet – Domanie Leflaive (Burgund, Frankreich)

    38           Cariad Proprietary Red – Colgin (Napa, Kalifornien, USA)

    39           Chablis Le Clos – Domaine Raveneau (Burgund, Frankreich)

    40           Grande Cuvée TBA – Weingut Kracher (Neusiedlersee, Österreich)

    41           Musigny Vielles Vigne   – Comte George De Vogüé ( Burgund, Frankreich)

    42           Syrah – Sina Qua Non (Kalifornien, USA)

    43           Barolo Riserva Monfortino – Giacomo Conterno (Piemont, Italien)

    44           Château Pavie ( Bordeaux, Frankreich)

    45          Vina El Pison – Artadi (Rioja, Spanien)

    46           Riesling G Max – Keller (Rheinhessen, Deutschland)

    47           Hermitag La Chapelle – Jaboulet (Rhônetal, Frankreich)

    48           Bollinger La Grande Année (Champagne, Frankreich)

    49           La Romanée – Domaine du Comte Liger-Belair ( Burgund, Frankreich)

    50           La Muse – Verité (Sonoma, Kalifornien, USA)

    51           Astralis Syrah – Clarendon Hills (McLaren Vale, Australien)

    52           Brunello di Montalcino – Fattoria Poggio di Sotto (Toskana, Italien)

    53           La Mondotte – Stephan von Neipperg (Bordeaux, Frankreich)

    54           Clos Erasmus – Clos i Terrasses Daphne Glorian (Priorat, Spanien)

    55           CONTADOR – Benjamin Romeo (Rioja, Spanien)

    56           Riesling Niederhäuser Hermannshöhle Grosses Gewächs – Hermann Dönnhoff (Nahe, Deutschland)

    57           COMTESSE – Château Pichon (Bordeaux, Frankreich)

    58           Grüner Veltliner Kellerberg Smaragd – F.X. Pichler (Wachau, Österreich)

    59          Barolo Cannubi Boschis – Luciano Sandrone (Piemont, Italien)

    60           Giorgio Primo – La Massa (Toskana, Italien)

    61           Châteauneuf-du-Pape – Château Rayas (Rhônetal, Frankreich)

    62           CRISTAL – Champange Louis Roederer (Champagne, Frankreich)

    63           Château Montrose (Bordeaux, Frankreich)

    64           Château Angelus (Bordeaux, Frankreich)

    65           ARO – Bodegas MUGA (Rioja, Spanien)

    66           Barolo Granbussia Riserva – Aldo Conterno (Piemont, Italien)

    67           Monte Bello – Ridge Vineyards (Santa Cruz, Kalifornien, USA)

    68           Châteauneuf-du-Pape Hommage à Jaques Perrin – Château de Beaucastel (Rhônetal, Frankreich

    69           Château La Mission Haut-Brion (Bordeaux, Frankreich)

    70           PESUS – Hermanos Sastre (Ribera del Duero, Spanien)

    71           MONTRACHET – Domaine des Comtes Lafon (Burgund, Frankreich)

    72           Barbaresco Santo Sefano – Bruno Giacosa (Piemont, Italien)

    73           Malleolus de Valderramiro – Bodegas Emilio Moro (Ribera del Duero, Spanien)

    74           Riesling Kiedricher Gräfenberg Grosses Gewächs – Robert Weil (Rheingau, Deutschland)

    75           Brunello di Montalcino – Salvioni (Toskana, Italien)

    76           Riesling Singerriedel Smaragd – Franz Hirtzberger (Wachau, Österreich)

    77           PERCALRLO – San Giusta a Rentennano  (Toskana, Italien)

    78          AMANCIO – Vinedos Sierra Cantabria (Rioja, Spanien)

    79          Brunello di Montalcino Cerretalto – Casanova di Neri (Toskana,Italien)

    80           Riesling Brauneberger Juffer Sonnenuhr Riesling Ausles Goldkapsel – Fritz-Haag (Mosel, Deutschland)

    81           AURUS – Finca Allende (Rioja, Spanien)

    82           SOLAIA – Marchesi Antinori (Toskana, Italien)

    83           Riesling Monzinger Halenberg Grosses Gewächs – Emrich-Schönleber (Nahe, Deutschland)

    84           Riesling Morstein Grosses Gewächs – Philipp Wittmann (Rheinhessen, Deutschland)

    85           CIRSION – Bodegas Roda (Rioja, Spanien)

    86           Vigna D’Alceo – Castello Die Rampolla (Toskana, Italien)

    87           Vinha da Ponte – Quinta do Crasto (Douro, Portugal)

    88           Chardonnay Point Rouge – Peter Michael Winery (Sonoma, Kalifornien, USA)

    89          CLOS MOGADOR – René Barbier, Clos Mogador (Priorat, Spanien)

    90          Flaccianello – Fontodi (Toskana, Italien)

    91           GALATRONA – Petrolo (Toskana, Italien)

    92           Riesling Birkweiler Kastanienbuch Grosses Gewächs – Rebholz (Pfalz, Deutschland)

    93           Hillside Select – Shafer Vineyards (Napa, Kalifornien, USA)

    94           COLUMELLA – Sadie Family (Swartland, Südafrika)

    95           Termanthia – Numanthia (Toro, Spanien)

    96           Château Trotanoy (Bordeaux, Frankreich)

    97           CEPPARELLO – Isole e Olena (Toskana, Italien)

    98           Cabernet Sauvignon Thorevilos – Arbreu (Napa, Kalifornien, USA)

    99           MESSORIO – Le Macchiloe (Toskana, Italien)

    100         Pinot Noir – Gantenbein (Graubünden, Schweiz)

     

  • Gault Millau WeinGuide Deutschland 2012 - Die Auszeichnungen des Jahres


    15.11.2011

    Zum »Winzer des Jahres

    proklamiert die Gault Millau-Redaktion Matthias Müller vom gleichnamigen Weingut in Spay am Mittelrhein. »Mit akribischer Arbeit schaffte er den Sprung an die Spitze der Region und prägte seinen eigenen, opulenten Stil. Seine Rieslinge sind spannend und zugleich freundlich kalku-liert. Ein Leuchtturm im Weltkulturerbe Mittelrhein!«, lobt Payne den sympathi-schen Winzer, der das kleine Anbaugebiet zwischen Bingen und Bonn anführt.

    Der »Aufsteiger des Jahres

    kommt aus der Pfalz: Stephan Attmann vom Wein-gut von Winning – Dr. Deinhard in Deidesheim. »Vor vier Jahren wurde hier ein neues Kapitel aufgeschlagen. Genauso eigenwillig wie die Weine ist der Guts-verwalter – eine echte Persönlichkeit! Ein großer Zugewinn für Deidesheim und die deutsche Weinlandschaft«, so Joel Payne.

    Die Entdeckung des Jahres

    hat die Redaktion in Württemberg gemacht. Es sind die Weingärtner in Cleebronn-Güglingen, die die Redaktion überrascht haben:

    »In kurzer Zeit wurde in dieser Genossenschaft konsequent ein neues Qualitätsbewusstsein umgesetzt. Lohn sind Weine, die großes Trinkvergnügen für kleines Geld bieten. Und die Roten gehören schon zur Gebietsspitze«, sagt Joel Payne bei der Präsentation des WeinGuide in der Rheinland-Pfalz Bank in Mainz.

    Der Ehrentitel »Kollektion des Jahres«

    geht diesmal an die Saar, und zwar an Egon Müller, der phantastische 2010er Rieslinge erzeugt hat. »Auch in kleinen Jahren sind die Weine dieses legendären Guts vortrefflich, im Jahrgang 2010 aber wurde hier pures Gold auf Flaschen gezogen. Ein Wein besser als der ande-re – viele davon nahe der Perfektion«, hebt die Redaktion hervor.

    Zum »Sommelier des Jahres«

    wurde Magdalena Brandstätter vom Restaurant Waldhotel Sonnora in Wittlich in Rheinland-Pfalz gekürt. Die gebürtige Österrei-cherin liebt gereifte Mosel-Rieslinge, forciert generell deutsche Weine und über-rascht durch unkonventionelle Empfehlungen. Das hat die Chefredaktion beeindruckt.

    Der Titel »Weinkarte des Jahres«

    geht an die Schwarzwaldstube im Hotel Traube Tonbach in Baiersbronn, wo Heiner Finkbeiner und Stéphane Gass seit Jahren die Weinkultur in Deutschland mitprägen. Auf ihrer grandiosen Karte findet der Kenner nicht nur fein gereifte Weine, sondern auch etliche Schnäppchen – und das in einem der höchstbewerteten Gourmetrestaurants Deutschlands (Gault Millau Deutschland: 19,5 Punkte)!

  • Gault Millau WeinGuide Deutschland 2012: Aktuelles aus den dreizehn Anbaugebieten.


    15.11.2011

    Die 13 deutschen Anbaugebiete im Überblick

    Ahr: Schumacher und Sermann-Kreuzberg mit drei Trauben

    Eine erfrischende Art und rotfruchtige Aromen wie Sauerkirsche prägen die Stilistik der ersten probierten Rotweine des Jahrgangs 2010, haben die Fachautoren des Gault Millau WeinGuide bei ihren Verkostungen festgestellt. Wem es gelang, die teilweise sehr hohe Säure mit zarter Restsüße einzubinden, hat si-cherlich den richtigen Weg gewählt, diesen eher leichgewichtigen Jahrgang zu interpretieren. Von den gehobenen Qualitäten, die im nächsten Jahr auf den Markt kommen, erwartet die Redaktion des Gault Millau einen eleganten, verspielten und leichteren Typ im Vergleich zu 2009.
    Mit den ausgezeichneten Spätburgunder aus dem Jahrgang 2009 konnten sich einige Güter stark profilieren. Die Kollektion von Paul Schumacher geriet so überzeugend, dass die dritte Traube Pflicht war. Sein Kräuterberg gehört in 2009 zum Feinsten, was die Ahr zu bieten hat. Auch das Gut Sermann-Kreuzberg in Altenahr hat den Aufstieg in die Drei-Trauben-Klasse verdient, stellt die Redaktion fest. Vom Brot- und Butterwein bis zur Spitze ist jeder Wein eine Empfehlung wert. Auf Tuchfühlung mit dem Spitzenquartett gehen die Weingüter Burggarten und Kreuzberg.
    Zu den Zwei-Trauben-Betrieben hat sich Erwin Riske vorgearbeitet. Das Gut von Hans-Joachim Brogsitter erhält zwei rote Trauben, nicht nur für die feinen 2010er, sondern auch für die Steigerung des Gesamtniveaus der vergangenen Jahrgänge. Mit je einer Traube ausgezeichnet wurden die Güter Kurth und Gebrüder Bertram. Die Kellerei Franz Sebastian aus Rech gehört jetzt mit einem soliden Sortiment zu den empfehlenswerten Betrieben, befinden Christoph Dirksen und der Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide, Joel Payne.
    Das Spitzenquartett, das die Ahr anführt, ist unangefochten: Adeneuer, Deutzerhof, Meyer-Näkel und Jean Stodden. Die Güte des 2009er Jahrgangs kommt auch in den Spitzenreiter-Listen der besten zehn Spätburgunder des Jahrgangs zum Ausdruck. Gleich zwei Ahrweine schafften den Sprung: Das »Große Ge-wächs« aus der Walporzheimer Gärkammer von Adeneuer und die Goldkapsel von Stodden.
    Insgesamt 22 Betriebe mit einer und mehr Trauben werden ausführlich bespro-chen, sechs weitere sind empfehlenswert.

    Baden: 2010er Grauburgunder die ganz großen Gewinner

    Der Ausnahmejahrgang 2009 hatte mit perfekt ausgereiftem Lesegut die allergrößten Erwartungen ausgelöst. Die Gault Millau Redaktion hat die sagenumwobenen Spätburgunder probiert und festgestellt, dass sie nicht ganz so sortentypisch und fein wie die Pinot Noirs aus dem sehr guten Vorjahr 2008 sind, eher kraftvoll mit viel Tiefgang und noch kaum entwickeltem Bouquet. Die Weine machen neugierig auf das, was die Flaschenreife noch bringen wird. Die Fülle und die reifen Tannine verführen schon zum baldigen Trinkgenuss, doch werden jene belohnt, die den besten Vertretern dieses langlebigen Jahrgangs noch ein paar Jahre Ruhe gönnen, finden Otto Geisel und der Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide, Joel Payne.

    Ganz großes Trinkvergnügen dagegen bieten sofort die feinnervigen, diesmal nicht ganz so opulent wie gewohnt ausfallenden Grauburgunder des Jahrgangs 2010. Diese Rebsorte, der es häufig an Säure mangelt, ist der ganz große Gewinner des eher schlanken und säurebetonten Jahrganges 2010, hat die Redaktion bei ihren zahlreichen Verkostungen ermittelt. Das Nachsehen haben ein wenig die Weißburgunder und Rieslinge, weshalb die Bewertungen im Vergleich zu den letzten drei Jahren etwas weniger hoch ausfallen.
    Schöne Entdeckungen gibt es wieder bei vielen Genossenschaften mit feingliedrigen Weißweinen (Auggen), ausdrucksstarken Rotweinen (Sasbach) und mit besonders gut gelungenen edelsüßen Raritäten (Durbach). Fündig kann der Weinfreund auch bei den empfehlenswerten Betrieben werden, zumal hier oft ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis herrscht.
    Viel Bewegung gibt es in diesem Jahr bei den Trauben-Betrieben. Junge Güter mit neuen Konzepten drängen nach vorne und konkurrieren sehr selbstbewusst mit den etablierten Betrieben um die Gunst der Weinfreunde, berichten Geisel und Payne. Stellvertretend hierfür steht der bekennende Markgräfler Hanspeter Ziereisen. Mit einem markant kompromisslosen Stil sind seine Gewächse an Charakter derzeit wohl kaum zu übertreffen. Auf drei Trauben stieg Heinrich Männle aus Durbach auf, sympathischer Spezialist für im Holzfass gereifte Spätburgunder, die oft erst nach Jahren auf die Flasche gezogen werden. Gleich sieben Betriebe dürfen sich nunmehr mit zwei Trauben schmücken. Dazu bereichern neun Neulinge die Traubenriege.
    Bernhard Huber rangiert nach wie vor mit fünf Trauben alleine an der Gebietsspitze. Der Malterdinger punktete bei den Spitzenreitern gleich zweimal dop-pelt. Zum einen gelang es ihm, zwei Sekte unter die besten zehn aus ganz Deutschland zu platzieren (2005 Hecklinger Schlossberg Brut nature Rosé und 2005 Pinot Brut). In seiner Paradedisziplin, dem Spätburgunder, gehören der Wildenstein und der Hecklinger Schlossberg zu den besten fünf des Jahrgangs 2009. Zweimal schafft Bercher den Sprung in die Top Ten: mit einem Spätbur-gunder und einem Grauburgunder, beide aus dem Burkheimer Feuerberg.
    Insgesamt werden im neuen Gault Millau WeinGuide 93 Erzeuger aus Baden ausführlich dargestellt, weitere 39 Betriebe gelten als empfehlenswert.

    Franken: Auch in 2010 die besten Silvaner Deutschlands

    Nach einem ausgezeichneten Silvaner-Jahrgang in 2009 stehen die 2010er in der Qualität kaum nach. Vor allem Winzer, die die letzten 14 Oktobertage für die Lese nutzten, wurden mit hohen Mostgewichten überrascht, berichten Rudolf Knoll und der Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide, Joel Payne. Insgesamt registrierte die Redaktion ein ausgezeichnetes, gleichmäßiges Niveau. Gegen-über dem hoch eingeschätzten Jahrgang 2009 gibt es allenfalls Abstriche bei der »Gewichtsklasse« zu machen. Weißweine mit deutlich mehr als 13 Volu-menprozent Alkohol waren selten. Die spielerische Leichtigkeit vieler Silvaner und Rieslinge sorgt für Trinkvergnügen.
    Die besten Silvaner des Jahrgangs, die zugleich die besten in ganz Deutschland sind, stammen gleich zweimal vom Würzburger Juliusspital (Würzburger Stein und Iphöfer Julius-Echter-Berg). Doch auch das Iphofener Gut Wirsching kann einen Doppelschlag landen: mit Silvaner aus dem Julius-Echter-Berg und dem Kronsberg. Zweifache Erwähnung auch für Rainer Sauer (Escherndorfer Lump und »Freiraum«) sowie für Horst Sauer (Escherndorfer Lump und »Sehnsucht«).
    Schmitts Kinder, Fürst Löwenstein und das Würzburger Bürgerspital komplettieren die Liste der besten Silvaner des Jahrgangs 2010.
    An der Spitze im Gebiet steht nach wie vor ein Quartett, wobei Fürst (Bürgstadt) die Nase leicht vorn hat. Horst Sauer, Fürst Castell und das Juliusspital runden die führende Riege ab. Eine Stufe weiter unten machten die Weine von Rainer Sauer und von Graf von Schönborn auf breiter Front besonders viel Spaß. Der Staatliche Hofkeller in Würzburg hat sich ebenso behauptet wie die letztjährigen Mitaufsteiger Egon Schäffer, Glaser-Himmelstoß und Dr. Heigel.
    Ansonsten gab es wenig Bewegung in der Hierarchie der Traubenbetriebe. Ein-zig die Zwei-Trauben-Klasse erhielt Zuwachs: Christian Stahl aus Auernhofen am Rande des Taubertals präsentierte eine überzeugende Kollektion. Neu unter den Traubenbetrieben ist Christine Pröstler aus Retzbach.
    Insgesamt werden 68 Güter und ihre Weine im neuen Gault Millau WeinGuide ausführlich vorgestellt, 26 weitere schafften die Aufnahme in die Rubrik der empfehlenswerten Betriebe.

    Hessische Bergstraße: Die Bergsträßer Winzer steigen auf

    Das lange Hängenlassen der Trauben bescherte den Bergsträßer Weinen des Jahrgangs 2010 oft eine frappante Aromendichte. Doch nur wenige Weine sind dicht, lang, zeigen eine wunderbare Frucht und eine reife Säure. Im führenden Weingut Simon-Bürkle muss man nach solchen Weinen nicht lange suchen. Und die Bergsträßer Winzergenossenschaft darf sich dank ihrer konstant guten Leistungen künftig in der Zwei-Trauben-Riege beweisen.
    Einen positiven Trend verzeichnet auch das Hessische Staatsweingut: Die Domäne Bergstraße hat Fortschritte gemacht. Das Weingut Edling kam mit den 2010ern gut zurecht und tischte eine Kollektion guten Niveaus auf. Die bemerkenswerten Rotweine von Hanno Rothweiler werden von einer erfreulichen Weißweinkollektion ergänzt. Auch die Odenwälder Winzergenossenschaft konnte die Erwartungen weitgehend erfüllen. Als sichere Bank erwies sich einmal mehr das Weingut Brücke-Ohl. Und es gibt zwei Neulinge: das Weingut Weinfieber und die Weinmanufaktur Montana.
    Wegen der geringen Erntemenge wird es sicherlich zu Engpässen kommen. Am besten kommt man in den Genuss der Weine bei einem Vor Ort-Besuch an der Bergstraße, raten Hans-Wilhelm Apelt und Joel Payne, Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide, den Weinfreunden.
    Vier Traubenbetriebe von der Hessischen Bergstraße sind im neuen WeinGuide gelistet, sieben weitere Güter werden als empfehlenswert eingestuft.

    Mittelrhein: Matthias Müller ist »Winzer des Jahres«

    Matthias Müller ist vielleicht die größte Konstante in der Region zwischen Bingen und Bonn. Bereits in den Anfangsjahren des WeinGuide war er »Entdeckung des Jahres«. Fast 15 Jahre später wird seine großartige Arbeit nun mit der höchsten Auszeichnung belohnt, dem Ehrentitel «Winzer des Jahres«.
    Müller hat sich auch diese Ehrung wahrlich verdient, wie die aktuelle Kollektion zeigt. Die 2010er Weine sind durch die Bank von gewohnt hoher Qualität, das

    »Große Gewächs« trägt seinen Namen völlig zu Recht, und auch die anderen Spitzengewächse, die den Zusatz »MM« tragen, sind wieder beeindruckend gelungen, etwa der feinherbe Mandelstein, der wieder einmal zu den besten zehn des Jahrgangs gehört. »Müller ist auf Top-Ten-Weine in dieser Kategorie quasi abonniert, jedes Jahr sind Weine von ihm ganz vorn dabei. Der hochklas-sige feinherbe Riesling ist so etwas wie ein Markenzeichen Müllers geworden«, freuen sich Peter Gebler und der Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide, Joel Payne.
    2010 war kein leichter Jahrgang – ein Anbaugebiet, das sich so stark auf den Riesling stützt, wird naturgemäß von einem solch säurereichen Jahrgang stark tangiert. Oft kamen Trauben in die Keller, die sich zunächst gar nicht für trocke-ne Spitzenweine eigneten. Die Erntemenge war klein – Rückgänge gegenüber einem normalen Jahr von 30 bis 50 Prozent wurden gemeldet. Wer den Mut hat-te, mehr restsüße Weine zu produzieren, lag richtig, meint die Redaktion. Bei den edelsüßen Weinen ist es ohnehin klar, dass die Säure ein gutes Rückgrat für langlebige Weine bietet, in dieser Kategorie wurden einige Prachtexemplare verkostet.
    In der Hierarchie der besten Mittelrhein-Betriebe hat es kaum Veränderungen gegeben. In dem schwierigen Jahr 2010 hat sich gezeigt, dass die bekannten Könner auch in diesem Jahr ihre Aufgabe erfolgreich gemeistert haben. Bei den Vier-Trauben-Betrieben kommen die Weine weiterhin vom Bopparder Hamm, Matthias Müller hatte bei den trockenen Weinen die Nase vorn, und Florian Weingart hat im edelsüßen Bereich die Spitze geliefert. Das Verfolgerduo sind nach wie vor Jost und Ratzenberger aus Bacharach. Die Redaktion des WeinGuide nahm einen neuen Betrieb mit einer Traube auf: das Weingut Sebastian Schneider in Bad Hönningen.
    Das romantische Mittelrheintal, von der Unesco zum Weltkulturerbe erhoben, bleibt fest in den Händen von einigen leistungsfähigen Familienbetrieben, von denen der neue Gault Millau WeinGuide 18 in der Traubenklasse vorstellt. Dazu kommen weitere acht empfehlenswerte Betriebe.

    Mosel: Egon Müller erzeugt die »Kollektion des Jahres«

    Als im Herbst 2010 noch Trauben an den Stöcken hingen, hatten viele Auguren den Jahrgang bereits in Bausch und Bogen verdammt. Richtig ist, dass Glanz und Elend in einem Jahr wohl selten so nahe beieinander lagen. »Zwischen gött-lich und grausam pendelten die Eindrücke unserer ausgedehnten Verkostungen. Eine Vielzahl enttäuschender Weine wurde gefüllt, auf der einen Seite. Aber es entstanden auch Auslesen, die besser kaum sein könnten, echte Weltklasse eben«, sagen Dr. Peter Henk und Dr. Eckhard Kiefer sowie der Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide, Joel Payne.
    Einer derjenigen, die solche Ausnahme-Rieslinge auf die Flaschen brachten, ist Egon Müller vom legendären Scharzhof an der Saar. Dem Traditionsgut ist es mit den 2010ern gelungen, solch großen Jahrgängen wie 2003 und 2005 einen ebenbürtigen Konkurrenten an die Seite zu stellen. Die Titel »Beste Riesling Spätlese« (sensationelle 96 Punkte) und »Beste Riesling Auslese« (98 Punkte) sowie eine mit 100 Punkten geadelte Trockenbeerenauslese sind die Glanzpunkte eines grandiosen Sortiments aus dem Scharzhofberg – der »Kollektion des Jahres«!


    Ein Jahr wie 2010 bringt es mit sich, dass unterschiedlichste Interpretationen des Auslese-Stils vorgestellt werden. Zwischen den einzelnen Weinen können Mostgewichtsunterschiede von bis zu 50 Grad Öchsle und mehr liegen. Die gan-ze Bandbreite von klassisch-elegant bis zu opulenter, edelsüßer Fülle wird ab-gedeckt. Das herausragende Beispiel hierfür ist die Brauneberger Juffer-Sonnenuhr Auslese Lange Goldkapsel des Weinguts Fritz Haag, ein großer edel-süßer Wein. Diese Perfektion würdigt der Gault Millau WeinGuide mit 100 Punk-ten!
    Wirklich herausragende trockene und feinherbe Rieslinge muss man in 2010 schon mit der Lupe suchen. Bei der unvermeidlichen Entsäuerung wurde selten das rechte Maß getroffen. Viele dieser Rieslinge zeigen eine beachtliche Kon-zentration, wirken aber fast leblos oder weisen krautige Noten auf. Dass es auch anders ging, belegen die kraftvollen »Großen Gewächse« von Kesselstatt, Grans-Fassian und Loosen sowie Markus Molitors Klassiker aus der Zeltingen Sonnenuhr. Von dort stammt auch der beste Kabinett des Jahrgangs: ein saftig-konzentriertes Molitor-Meisterstück.
    Die Saar hat diesmal durchweg die Nase vorn. Die herrlich animierende feinherbe Spätlese des Hauses von Hövel aus dem Scharzhofberg ist der Siegerwein des Jahres in der Kategorie der feinherben Rieslinge. Prachtvolle Sortimente stellten auch Lauer, der Urbans-Hof sowie Zilliken und an der Ruwer Maximin Grünhaus vor. Dieses altrenommierte Gut der Familie von Schubert hat die letzt-jährige Aufstufung in vollem Umfang bestätigt und scheint auf dem Weg zu noch höheren Leistungen zu sein.
    An der Mittelmosel sind einige sehr feine Spätlesen entstanden. In der Regel weisen diese Weine Restzuckergehalte wie gute Auslesen auf. Doch die prägnante Säure des Jahrgangs gibt ihnen belebendes Spiel. An erster Stelle sind hier Theo Haarts Ohligsberg und die Wehlener Sonnenuhr Versteigerung von J. J. Prüm zu nennen.
    Kein anderes Anbaugebiet verfügt über eine solche Phalanx an Spitzen-Weingütern wie die Mosel. Fritz Haag, Egon Müller und Joh. Jos. Prüm bilden das Triumvirat der weltbesten Weinerzeuger an der Gebietsspitze. Ihm folgt ein Dutzend Weingüter mit vier Trauben. In keiner anderen Region ist das Mittelfeld im Traubenbereich so stark wie an Mosel, Saar und Ruwer.
    Über drei Trauben darf sich das Weingut Ansgar Clüsserath freuen. In die Zwei-Trauben-Riege sind aufgestiegen Frank Brohl, Falkensteiner Hof, Immich und Günther Steinmetz. Lang ist die Liste der neuen Ein-Trauben-Güter mit insgesamt 12 Aufsteigern, so viele wie in keinem anderen Gebiet.
    Insgesamt 134 Betriebe und ihre Weine haben die Autoren an Mosel, Saar und Ruwer ausführlich besprochen, so viele wie in keiner anderen deutschen Weinregion. Hinzu kommen 64 als empfehlenswert eingestufte Güter.

    Nahe: Jakob Schneider und Hermannsberg bärenstark

    Das Weingut Schäfer-Fröhlich hat im Jahrgang 2010 am besten gearbeitet und die stärkste Kollektion an der Nahe vorgestellt, gefolgt von den filigranen Glanzstücken Emrich-Schönlebers und den in sich ruhenden Preziosen Helmut Dönnhoffs. Beim Schlossgut Diel wirken die trockenen Weine filigran und mineralisch wie nie zuvor und strahlen eine ganz eigene Faszination aus.

    Die Überraschung des Jahres aber stammt von der Mittleren Nahe: Die Formkurve des Weinguts Jakob Schneider aus Niederhausen weist seit Jahren steil nach oben. Sowohl bei den trockenen wie bei den edelsüßen 2010er Rieslingen wur-den die Feinheiten der Weine aus den Weinbergen Hermannshöhle, Dellchen, Klamm und Felsensteyer beeindruckend herausgearbeitet, lautet das Fazit von Carsten Henn und Joel Payne, Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide.
    Mit gigantischen Schritten nähert sich das Gut Hermannsberg der Gebietsspitze – die 2010er Kollektion ist hier sogar noch stärker als die 2009er. Der körper-reich-massive Stil bringt eine ganz neue Farbe in die Weinwelt der Nahe. Christian Bamberger aus Bad Sobernheim erhält dank modern vinifizierter Weißweine und üppiger Roter die erste Traube. Das trifft auch auf Steffen Montigny zu, der nun ein eigenes Weingut in Bretzenheim führt. Weingenießer finden dort übri-gens auch Tropfen aus Schleswig-Holstein, wo Montigny auf zwei Hektar Reben anpflanzte. Auch das Weingut Clemens Honrath in Langenlonsheim hat sich die erste Traube verdient.
    Fielen beim 2009er Jahrgang, den manche Nahe-Winzer für einen der besten ihrer Karriere halten, viele weiße Burgunder für die Region untypisch muskulös aus, zeigen sie 2010 wieder eine rassige Säure. Neben den Windesheimer Be-trieben wie Lindenhof, Poss und Gebrüder Kauer präsentierten auch die Klostermühle und das Weingut von Sascha Montigny in Laubenheim starke Tropfen, wobei die Grauburgunder fast immer die Nase vorn haben.
    Einige Weine konnten Nahegüter in diesem Jahr auch wieder in den bundes-deutschen Spitzenreiter-Listen platzieren. Die meisten Nennungen erzielte erneut das Weingut Schäfer-Fröhlich aus Bockenau. Bei den Riesling Spätlesen landeten gleich zwei Weine von Tim Fröhlich in den Top Ten: aus der Hauslage Bockenauer Felseneck, einmal mit und einmal ohne Goldkapsel. Beide Weine erzielten starke 93 Punkte. Mit einem Riesling schnitt Fröhlich auch bei den Kabinetten erfolgreich ab.
    Übertrumpft wurde er in dieser Kategorie aber von Altmeister Helmut Dönnhoff, der seinen Kabinett aus dem Oberhäuser Leistenberg unter den besten sechs platzieren konnte – und damit als einziger die Phalanx der starken Moselweine durchbrach. Einen Doppelschlag landete Werner Schönleber: Sein halbtrockener Halenberg verpasste mit dem hervorragenden Platz zwei nur knapp den Sieg in der Kategorie Riesling feinherb, und sein Eiswein Goldkapsel aus gleicher Lage räumte bei den Edelsüßen satte 98 Punkte ab!
    Insgesamt 42 Betriebe haben die Autoren ausführlich mit Weinbewertungen beschrieben; 21 weitere werden empfohlen.

    Pfalz: Von Winning ist der »Aufsteiger des Jahres«

    Das Deidesheimer Weingut von Winning – Dr. Deinhard mit seinem Geschäftsführer Stephan Attmann ist »Aufsteiger des Jahres 2012«. »Was wir an trockenen Weinen verkosteten gehörte zum Besten des Jahres in der Pfalz. Die Kabinettweine sind mustergültige Beispiele für Lagentypizität. Es ist vor allem die bril-lante Finesse und die feinsalzige Mineralität der Rieslinge, die uns begeistern«, lautet das Urteil von Jürgen Mathäß, Matthias Mangold und dem Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide, Joel Payne. Eine außergewöhnliche Reihe von sechs »Großen Gewächsen«, von denen die besten ganz vorne mitspielen, ergeben ein beeindruckendes Gesamtbild.

    Während 2009 die Rieslinge der Pfalz wieder etwas kraftvoller ausfielen, gingen die 2010er noch stärker in die schlanke, säurebetonte Richtung. Da nicht jedes Weingut dies zur Harmonie brachte, konnte man sowohl unnatürlich entsäuerte wie aggressiv saure Weine verkosten, allerdings auch hervorragende, filigrane und lebendige Weine im allerschönsten Rieslingstil. Neben der erneut beeindru-ckenden Riesling-Phalanx von Bürklin-Wolf an der Spitze gab es vor allem bei Mosbacher, Kranz, Pfeffingen, von Winning, Bassermann-Jordan und Rebholz gleich mehrere großartige Beispiele, dazu aber auch eine Reihe hervorragender einzelner Weine anderer Erzeuger.
    2009 bescherte den Winzern großartige Möglichkeiten, überdurchschnittliche Rotweine zu keltern. Der Schweigener Fritz Becker ist zwar nach wie vor uner-reicht auf diesem Segment. Doch die Zahl der hervorragenden Spätburgunder stieg 2009 nicht nur aufgrund guter Witterung, sondern weil vermehrt Keller-meister an Stil und Qualität dieser Sorte arbeiten. Neben seit Jahren stabilen Spitzenerzeugern wie Wehrheim, Bernhart, Rebholz, Knipser oder Philipp Kuhn erreichen nun auch Weingüter Top-Bewertungen, die mit großen Spätburgundern bisher weniger aufgefallen waren. Dazu gehören beispielsweise Bernhard Koch, der Wilhelmshof, der Hirschhorner Hof oder das Freinsheimer Weingut Rings, das insgesamt eines der spektakulärsten Sortimente verschiedener Rebsorten vorstellen konnte.
    Für edelsüße Weine war 2010 kein besonders geeigneter Jahrgang. Umso er-staunlicher sind einige Spitzenleistungen, bei denen fast alles zusammenpasste – weithin überragt von einer schier unglaublichen Scheurebe Trockenbeeren-auslese des Weinguts Dengler-Seyler mit sensationellen 97 Punkten.
    Bei der Bundesfinalprobe räumte die Pfalz regelrecht ab. Insgesamt 25 Weine landeten in den trockenen Kategorien unter den jeweils zehn Besten des Landes. Etliche Mehrfachnennungen sind darunter. Hansjörg Rebholz schaffte den Sprung gleich viermal. Sein Pinot-Sekt belegte Rang zwei, bei den weißen Burgundersorten gingen die Plätze zwei und drei an den Siebeldinger Winzer, und auch sein trockener Riesling aus dem Kastanienbusch rangiert ganz vorne. Friedrich Becker aus Schweigen stellt den Rotwein des Jahres, ein weiterer Spätburgunder gehört zu den besten vier im Lande. Dazu kommt sein Graubur-gunder »Kalkmergel« in den Top Ten der weißen Burgundersorten.
    Drei Spitzenplätze kann auch das Weingut Knipser in Laumersheim vorweisen. Gleich zwei Spätburgunder unter den ersten sechs sind dabei, der RdP hat gar den Sprung auf Rang zwei geschafft. Außerdem stellt Knipser einen der besten Sauvignon blancs im Lande. In diesem neuen Ranking teilen sich die Pfalz und Württemberg die oberen Plätze. Erwähnt werden muss noch der Mandelberg Weißburgunder von Dr. Wehrheim, der wieder einmal seine Kategorie gewinnen konnte. Mit seinem Chardonnay »Keuper« brachte der Birkweiler Winzer gar noch einen zweiten Wein unter die besten zehn.
    In der Hierarchie der Güter gibt es Bewegungen. Gleich drei Betriebe können sich über die dritte Traube freuen: Der Süßwein-Spezialist Frey in Essingen, das Bad Dürkheimer Weingut Egon Schmitt und der Wiederaufsteiger Siegrist in Leinsweiler. In der Zwei-Trauben-Klasse sind jetzt Jülg, Bernhard Koch und Karl Schaefer. Gleich sieben neue Betriebe wurden in die Traubenklasse aufgenom-men: Hirschhorner Hof, Andres und Mugler, Braun, Kirchner, Langenwalter, am Nil und Valentin Ziegler.
    Insgesamt zählen die Autoren 91 Erzeuger zu den Traubenbetrieben. Außerdem werden 46 weitere Betriebe empfohlen.

    Rheingau: Spannende Weiße und grandiose Rote

    Der Jahrgang 2010 im Rheingau wird als herausforderndes, aber letztlich besser als befürchtetes Jahr in die Historie eingehen. Wer spät ernten konnte, profitierte von dem großartigen Herbstwetter, das für viele Winzer buchstäblich in letzter Minute das Blatt wendete. Es zeigt sich einmal mehr, dass schwierige Jahre keine schlechten sein müssen, denn gerade hier trennt sich die Spreu vom Wei-zen. »Wir verkosteten rassig-pikante Rieslinge mit schlanker Eleganz, klirrender Klarheit und einer animierend zupackenden Fruchtsäure«, loben Giuseppe Lauria und der Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide, Joel Payne.
    Die rest- und edelsüßen Weine werden, wegen des ausgeprägten Spannungs-bogens von Süße und lebendiger Säure, noch in Jahrzehnten begeistern. Eine weitere positive Seite des Jahrgangs ist der moderate Alkohol. Spitzenrieslinge mit 12 Volumenprozent Alkohol waren im letzten Jahrzehnt eher selten.
    An der Spitze der Region festigt das Weingut Weil mit einer äußerst homogenen Kollektion mit grandiosen Edelsüßen seine Spitzenstellung. Dicht dahinter hat sich Johannes Leitz mit beeindruckenden Qualitäten formiert. Die Breuers gewannen aus ihren Rüdesheimer Steillagen wieder charakterstarke Rieslinge, allen voran aus dem Berg Schlossberg, der wieder in der Kategorie der besten trockenen Rieslinge Deutschlands landete. Gunter Künstler bescherte erneut eine bärenstarke Kollektion, mit der er den letztjährigen Aufstieg eindrucksvoll bestätigte. Die stärksten Weine von den Drei-Trauben-Gütern zeigte Kühn.
    Noch nie hat die Gault Millau Redaktion im Rheingau eine solche Phalanx an großartigen Rotweinen verkostet wie aus dem Jahr 2009. Allen voran präsentierte der Rotweinpapst Kesseler exzellente Tropfen mit einer unverkennbaren La-gentypizität aus Assmannshausen und Rüdesheim. Doch auch die Rotweinspe-zialisten aus dem Drei-Trauben-Bereich wie die Domäne Assmanshausen, das Weingut Krone sowie Robert König konnten überzeugen.
    Neu in der Drei-Trauben-Klasse ist das Weingut Ress in Hattenheim, das eine rundum überzeugende Leistung bot. Bei den Zwei-Trauben-Betrieben präsen-tierten Langwerth von Simmern, August Eser und Corvers-Kauter die stärksten Kollektionen. Mit Allendorf und Abel schafften gleich zwei Güter aus Oestrich-Winkel den Aufstieg in die Zwei-Trauben-Klasse. Ebenso wie Chat Sauvage, das sich mit »burgundischen« Pinots als Rotweinspezialist im Rheingau etabliert.
    Im neuen Gault Millau WeinGuide werden insgesamt 69 Güter und ihre Weine ausführlich vorgestellt. 16 empfehlenswerte Betriebe runden das Angebot aus dieser Region ab.

    Rheinhessen: Keller und Raumland Spitze

    Rheinhessen hat den trockenen Weißwein revolutioniert und bietet für Konsumenten eine große Bandbreite an Silvanern, Weißburgundern, Rieslingen oder Scheureben zu teils außerordentlich günstigen Preisen. Das ist das Fazit von Manfred Lüer und dem Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide, Joel Payne, nach umfangreichen Verkostungen.
    Dabei zieht sich der Qualitätsanspruch inzwischen wie ein roter Faden quer durch die gesamte Region: Der Wonnegau, einst Epizentrum der neuen Umwäl-zungen, hat keine Vormundschaft mehr. Starke Weine wachsen von Nord nach
    Süd, etwa bei Bingen (Riffel), Appenheim (Bischel, Hofmann, Knewitz), Mainz-Ebersheim (Eva Vollmer), Saulheim (Landgraf, Thörle), Ingelheim (Bettenheimer), Gau-Odernheim (Becker Landgraf), Alzey-Heimersheim (Koehler), Nierstein (Schätzel), Bechtheim (Dreissigacker, Weinreich), Osthofen (May) bis nach Met-tenheim (Sander), Hohen-Sülzen (Battenfeld-Spanier) und Monsheim (Milch).
    Tatsächlich gibt es Weine aus 2010 in Rheinhessen, die mit außergewöhnlich hohen Extrakten und einer rassigen, festen Säure ihren Vorgängern überlegen sind. Bei den rest- und edelsüßen Rieslingen etwa kelterte Klaus-Peter Keller ein atemberaubendes Füllhorn an Spitzenweinen. Der Bogen reicht von der mineralisch-kühlen, feinen Spätlese aus dem Pettenthal bis zur grandiosen Essenz einer Trockenbeerenauslese Goldkapsel aus der Westhofener Abtserde: Ein Meisterwerk, das ein Menschenleben überdauern wird – und von der Redaktion auf Anhieb die Traumnote 100 bekam.
    Aber natürlich ließ es Klaus-Peter Keller mit dem besten edelsüßen Riesling des Jahrgangs nicht bewenden. Sein »Großes Gewächs« aus dem Westhofener Mor-stein ist der beste trockene Riesling des Jahrgangs in Deutschland – und mit 95 Punkten auch der am höchsten bewertete. Mit einem Punkt weniger ergatterte der »G-Max« auch noch den vierten Platz in der Hitliste. Nur zwei Plätze dahinter steht ein weiterer beeindruckender trockener Rheinhesse, ebenfalls aus dem Westhofener Morstein, ebenfalls ein »Großes Gewächs«: Philipp Wittmann überzeugte mit diesem Ausnahmewein auf der diesjährigen Bundesfinalprobe.
    Mit Kellers fulminantem Auftritt konnte beim Finale nur ein Betrieb aus Rheinhessen mithalten: das Sekthaus Raumland, auch in Flörsheim-Dalsheim zuhause. Gleich drei Sekte von diesem Ausnahme-Betrieb schafften den Sprung in die Top Ten der besten Winzersekte des Landes. Die Plätze eins, drei und fünf gingen an Raumland. An der Spitze steht der 2001 »MonRose« Brut, ein Sekt, der sogar die kritischen Verkoster auf der Finalprobe ins Schwärmen brachte: »Verführerischer Duft von Brioche, Herbstblättern und Buttercremetorte, behauptet sich spielend zwischen Prestige-Champagnern, einer der besten jemals in Deutschland produzierten Sekte«.
    Gleich vier Güter schafften den Sprung in die Zwei-Trauben-Riege: Neben Braunewell aus Essenheim, Koehler in Alzey-Heimersheim, Landgraf in Saulheim auch Eva Vollmer in Mainz-Ebersheim. Die Redaktion begrüßt sieben Neulinge (und alte Bekannte) in der Ein-Trauben-Klasse: Bürgermeister Carl Koch Erben in Oppenheim, Müller-Dr. Becker in Flörsheim-Dalsheim, Jakob Neumer in Uelversheim, den Rappenhof in Alsheim, Arno Schröder aus Wahlheim, Wagner aus Essenheim sowie Weinreich in Bechtheim.
    Insgesamt 94 Trauben-Betriebe in Rheinhessen werden ausführlich beschrie-ben. 66 weitere sind als empfehlenswert eingestuft, darunter einige Neulinge.

    Saale-Unstrut: Vermehrt Kabinettweine erzeugt

    Im Jahr 2010 wurden an Saale und Unstrut kaum Spätlese-Qualitäten eingefah-ren. Dafür präsentieren die Winzer vermehrt Kabinett-Weine. Einige Erzeuger setzten auf kompromisslos trockene Weine, andere pufferten die hohen Säure-werte durch mehr Restzucker ab. »Positiver Nebeneffekt sind eher niedrige Al-koholwerte bei den Weißweinen. Behutsames Entsäuern zum richtigen Zeit-punkt brachte die besten Ergebnisse«, hat Matthias Dathan zusammen mit dem Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide, Joel Payne, bei zahlreichen Verkos-tungen festgestellt.

    Die beste Kollektion kam erneut vom Weingut Pawis, das nun schon seit Jahren an der Spitze steht. Doch auch hier gab es in 2010 nur sehr wenig Wein. Die Weine von Uwe Lützkendorf zeigen eine mineralische Ausprägung, wie sie im Gebiet sonst nur sehr selten zu finden ist. Auf ähnlich hohem Niveau bewegt sich André Gussek aus Naumburg. Seine Weine aus Alten Reben überzeugen jedes Jahr und die Rotweine bilden wieder die Regionsspitze, auch wenn die 2009er schlanker ausfallen.
    Das Weingut Zahn hat sich in den letzten beiden Jahren sehr positiv entwickelt. Dafür gibt es von der Redaktion die erste Traube. Die erste Kollektion kam vom Weinhaus zu Weimar, einer Gründung des Prinzen zur Lippe aus Sachsen. Öst-lich von Weimar hat er Reben auf über 35 Hektar historischer Flächen gepflanzt. Eine neue Betriebsstätte wird noch durch ein Kellergebäude erweitert.
    Die meisten Winzer an Saale und Unstrut haben in den letzten Jahren viel inves-tiert. So wurden auch neue Weinberge angelegt, flächenmäßig rangiert das Ge-biet jetzt sogar vor der Ahr. Die Nachfrage nach den Weinen ist stärker denn je.
    Insgesamt neun Erzeuger wurden mit Trauben ausgezeichnet. Weitere sechs Betriebe halten die Autoren für empfehlenswert.

    Sachsen: Von 2010 gibt es kaum Basisweine

    Der Weinbau in Sachsen erlebte in den letzten Jahren zwar eine Renaissance, doch nur der Jahrgang 2008 füllte zuletzt die Keller. 2009 reduzierte Frost die Mengen erheblich, 2010 hatten die Winzer vor allem mit Fäulnisproblemen und zu hoher Säure zu kämpfen – und am Ende erneut erhebliche Mengeneinbußen zu verzeichnen. Selbst bei großen Weingütern gab es nur wenig Basisweine aus Müller Thurgau oder Goldriesling.
    Die 2010er Weine können sehr unterschiedlich ausfallen. Viele Weine zeigen Spuren unbeherrschten Einsatzes von Entsäuerung, andere Weine wurden sogar in ihrer hohen Säure belassen. Gut war der Jahrgang aber für den Traminer, der oft eine eher untypische Frische und Säure aufweist. Die 2009er Rotweine ha-ben eine gute Struktur, sie animieren zum Trinken. Das haben Matthias Dathan und der Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide, Joel Payne, in zahlreichen Verkostungen ermittelt.
    Die größeren Weingüter kamen mit den Problemen in 2010 noch am besten zurecht. Die besten Weine stellten Proschwitz und Schloss Wackerbarth vor. Nur wenige kleinere Betriebe können da mithalten, am ehesten noch Klaus Zimmer-ling, Martin Schwarz und Friedrich Aust.
    Erwähnenswert ist die Verbesserung der Weinqualität der Genossenschaft in Meißen. Mit über 150 Hektar deckt die Kooperative einen großen Teil der Ge-samtfläche ab. Ansonsten bleibt weiterhin die kleine Schar an qualitätsorien-tierten Weingütern, die ihre Weine auch überregional erfolgreich vermarkten. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an Kleinbetrieben, die den regionalen Markt bedienen oder ihre Weine im hauseigenen Gutsausschank an den Gast bringen.
    Es sind ingesamt acht Güter, die in Sachsen mit einer oder mehr Trauben ausge-zeichnet wurden. Hinzu kommen noch fünf empfehlenswerte Betriebe.

    Württemberg: Weingärtner Cleebronn-Güglingen »Entdeckung des Jahres«

    Die Weingärtner in Cleebronn-Güglingen sind die »Entdeckung des Jahres« im Gault Millau WeinGuide 2012. Es ist absolut vorbildlich, mit wie viel Sorgfalt in dieser immerhin 280 Hektar großen Genossenschaft selbst die »kleinen« Weine erzeugt werden. In der Mittelklasse ragen Lemberger und Spätburgunder mit tollem Preis-Genuss-Verhältnis hervor, doch auch die 2010er Weißweine können gefallen. Und in der Rotwein-Spitzenklasse kann man locker mit den »Großen Gewächsen« der Region mithalten. »Wir sind beeindruckt, wie konsequent sich hier ein neues Qualitätsbewusstsein durchgesetzt hat«, loben Frank Kämmer und der Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide, Joel Payne.
    Beim Riesling hat sich bei den Verkostungen des Jahrgangs 2010 Ernüchterung breit gemacht. »Wir wähnten uns in der Gewissheit, dass charmefreie Rieslinge mit grüner Säure in Württemberg längst überwundene Relikte aus den 1980er Jahren seien», heißt es in der Redaktion. Doch der Jahrgang 2010 brachte die Erkenntnis, dass schwäbische Rieslinge, wenn sie denn nicht vollständig ausreifen können, schnell in eine herbe Rustikalität verfallen.
    Der Sauvignon Blanc hat als Global Player nun auch eine interessante Nische in Württemberg besetzt. Die Verkoster waren verblüfft, wie viele Betriebe dieses Jahr Weine dieser Rebsorte vorgestellt haben, und offensichtlich treffen diese auf eine rege Nachfrage in der Region – anders lässt sich das teilweise doch sehr selbstbewusste Preisniveau nicht erklären. Einige zählen auch dieses Jahr wieder zum Besten, was diese Sorte in Deutschland zu bieten hat. An der Spitze stehen gleich zwei Weine von Aldinger (drei Sterne und »Ovum«), ein Fellbacher Lämmler von Heid, sowie zwei weitere Vorzeigestücke von Schnaitmann (drei Sterne) und Drautz-Able (Hades).
    In der Hitliste der Betriebe hat sich vorerst nichts geändert. Die beiden Stars aus Fellbach, Aldinger und Schnaitmann, bleiben unerreicht. Mit aufsteigender Tendenz reiht sich nun Graf Neipperg in die Spitzengruppe der Drei-Trauben-Kategorie neben Haidle und Dautel ein. Jürgen Ellwangers Sohn Andreas schafft den Aufstieg in die Klasse der Ein-Trauben-Betriebe. Bei den Genossenschaften, die hier rund drei Viertel der Ernte verarbeiten, bestätigt die Weinmanufaktur Untertürkheim souverän ihre Stellung als beste Kooperative Deutschlands.
    Die Autoren stellen die 40 besten Betriebe des Anbaugebietes ausführlich mit-samt ihren Weinen vor und geben 27 weitere Empfehlungen, die oft zu interessanten und auch preiswerten Weinen führen.

  • Gault Millau WeinGuide Deutschland 2012 ist da!


    15.11.2011

    Gault Millau WeinGuide Deutschland 2012

    Jahrgang 2010: Selten so gut – und selten so schwach.

    Der »Winzer des Jahres« kommt vom Mittelrhein, der »Aufsteiger« aus der Pfalz, die »Entdeckung« aus Württemberg und die »Kollektion des Jahres« von der Saar

    Selten war ein Jahrgang so gut wie 2010 – und zugleich so schwach. In der Spitze, vor allem an der Saar, gab es eine Fülle von edelsüßen Rieslingen, die ihresgleichen suchen. Gleichzeitig gab es auch einfach schlechte Weine. »Unsere Verkostungen waren also wahrlich kein Honigschlecken und zogen sich bis Ende September hin, da viele Winzer, zumal an der Mosel, wegen der hohen Säurewerte den Wein erst spät abfüllten«, erläutert der Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide, Joel Payne. 2009 konnte man fast alles blind kaufen. 2010 trennt sich die Spreu vom Weizen. Viele der trockenen 2010er besitzen nicht das Rückgrat, um harmonisch heranzureifen. Nur bei später Lese war es möglich, die Säure in Balance mit dem übrigen Extrakt zu bringen. Die nachträgliche Entsäuerung von Most oder Wein ging dagegen leider häufig schief. Im Idealfall besitzen die Weine Saft, Straffheit und einen geradezu genialen Extrakt. Sie werden mindestens so gut wie die 2004er heranreifen, schätzt der Herausgeber des WeinGuide. Doch viele 2010er sind schon heute flach und werden schnell in Vergessenheit geraten.  Neben dem Jahrgang 2010 sind in der diesjährigen Ausgabe auch viele hundert 2009er Rotweine gelistet. Von der Ahr im Norden, über die Pfalz und Baden bis nach Württemberg sind in diesem Ausnahme-Jahrgang zahlreiche Spitzen-Rotweine gewachsen, vor allem auch beeindruckende Spätburgunder. Im Buch werden Dutzende von neuen Betrieben vorgestellt. Die Talentdichte ist etwa an der Mosel oder in Rheinhessen enorm hoch, hat die Redaktion des Gault Millau festgestellt. Dem trägt der WeinGuide Rechnung, indem mehr Platz geschaffen wurde für diese Neulinge.

    Damit der Weinfreund einfacher und schneller die besten und günstigsten Weine entdecken kann, stehen zahlreiche Übersichten im Gault Millau WeinGuide Deutschland 2012. Auf 914 Seiten sind in der 19. Ausgabe des Gault Millau WeinGuide nunmehr 692 Betriebe mit mindestens einer Traube verzeichnet, weitere 337 werden als empfehlenswert eingestuft. Und unter den rund 7.700 erwähnten Weinen ist manche Entdeckung zu machen!.

    Deutschlands wichtigsten Weinführer  können Sie hier zum Preis von 29,95 EUR bestellen.

     

  • TOP 100 Liste Wine Enthusiast 2011: Die besten Weine für den Weinkeller


    02.11.2011

    TOP 100 Cellar Selections 2011 - Wine Enthusiast Special Edition, 2. Nov. 2011

    In seiner Spezial-Ausgabe vom 02. Nov. 2011 veröffentlicht  das amerikanische Weinmagazin „Wine Enthusiast“  seine besonders bei Weinsammlern mit Spannung erwartete Liste der besten Weine aus den über 10.000 Verkostungen des Jahres 2011.

    "Auf dieser Liste stehen nicht die Weine für den unbekümmerten direkten Konsum nach dem Kauf, nach dem Motto „Entkorken und Eingießen“ , sondern sie legt die Grundlage für die Aufnahme neuer Weine in den gut sortierten Weinkeller. Die Auswahl spiegelt die Erwartungshaltung der Verkoster an den zukünftigen Genuss – in 10 Jahren oder mehr – wider. Ein unvergleichliches Vergnügen, das nur gut gereifte Weine zu bieten haben, vorausgesetzt man hat den Wein nach der Marktfreigabe gekauft und bei sehr guten Kellerbedingungen gelagert, um ihn zum richtigen Zeitpunkt genießen zu können.

    Zu einem  großen Teil spiegelt die  Liste wider, dass in den klassischen Weinregionen die besten Jahrgänge der letzten Jahre auf den Markt kamen. Dies bedeutet, dass 2011 einer der Schwerpunkte auf den 2007er  Barolos und 2006er Brunellos di Montalcino liegt, und auch die sagenhaften 2009er Bordeaux und Burgund beleuchtet werden, die im Wesentlichen noch zu betrachten sind. Im Interesse der Vielfältigkeit, sind auch Weine aus einer breiten Range von Ländern und Rebsorten eingestreut, aber es sind hauptsächlich alterungsfähige Weine aus etablierten Regionen und Top-Jahrgängen, gewichtet nach Qualität nicht nach Preis. Trotz allem enthält diese Liste 30 Weine, die 50 $ oder weniger gekostet haben, einschließlich der Top-Käufe des Jahres. Multimillionäre sollten nicht allen Spaß alleine haben, oder?"

    Die Bewertungen:

    Classic 98-100: The pinnacle of quality.
    Superb 94-97: Highly recommended.
    Excellent 90–93: Highly recommended.

    TOP 100 - Die besten in Europa erhältlichen Weine im Buying-Guide sind:

    96/100 Pkt. Poggio Nardone 2006 Sangiovese Grosso (Brunello di Montalcino) 50 $

    97/100 Pkt. Domaine Huët 2010 Le Mont Première Trie Moelleux Chenin Blanc (Vouvray)

    97/100 Pkt. Casanova di Neri 2006 Tenuta Nuova Sangiovese Grosso (Brunello di Montalcino)

    98/100 Pkt. Le Macchiole 2007 Paleo Cabernet Franc (Toscana)

    94/100 Pkt. Luis Duarte 2009 Rapariga da Quinta Reserva Portuguese Red (Alentejano)- Unter 50 $

    99/100 Pkt. Tenuta dell'Ornellaia 2007 Ornellaia Red Blend (Bolgheri Superiore)

    96/100 Pkt. Château Léoville-Barton 2008 Bordeaux-style Red Blend (Saint-Julien)

    98/100 Pkt. Fattoria Petrolo 2007 Galatrona Merlot (Toscana)

    95/100 Pkt. Domaine Serene 2007 Evenstad Reserve Pinot Noir (Willamette Valley)

    97/100 Pkt. Marchesi Antinori 2007 Guado al Tasso Red Blend (Bolgheri

    Superiore)

    97/100 Pkt. Franz Hirtzberger 2010 Singerriedel Smaragd Riesling (Wachau)

    94/100 Pkt. Jean-Luc Baldès 2007 Clos Triguedina Les Petites Cailles Malbec (Cahors) - Unter 50 $

    96/100 Pkt. Cordero di Montezemolo 2007 Bricco Gattera Nebbiolo (Barolo)

    96/100 Pkt. Poggio al Tesoro 2007 Dedicato a Walter Cabernet Franc (Toscana)

    98/100 Pkt. Gaja 2006 Sperss Nebbiolo (Langhe)

    95/100 Pkt. Louis Roederer 2005 Millésime Brut Champagne Blend (Champagne)

    95/100 Pkt. Sesta di Sopra 2006 Sangiovese Grosso (Brunello di Montalcino)

    95/100 Pkt. Quinta do Vale Meão 2008 Portuguese Red (Douro)

    94/100 Pkt. Bernard Baudry 2008 La Croix Boisée Cabernet Franc (Chinon) - Unter 50 $

    95/100 Pkt. Aurelio Settimo 2007 Rocche dell'Annunziata Nebbiolo (Barolo)

    94/100 Pkt. William Fèvre 2008 Montmains Premier Cru Domaine FèvreChardonnay (Chablis) - Unter 50 $

    94/100 Pkt. Poeira 2008 Portuguese Red (Douro) - Unter 50 $

    94/100 Pkt. La Rasina 2006 Sangiovese Grosso (Brunello di Montalcino) - Unter 50 $

    94/100 Pkt. Fontanafredda 2007 Serralunga d'Alba Nebbiolo (Barolo) - Unter 50 $

    94/100 Pkt. Domaine Weinbach 2008 Altenbourg Pinot Gris (Alsace) - Unter 50 $

    95/100 Pkt. Louis Jadot 2005 Les Baudes Premier Cru Pinot Noir (Chambolle-Musigny)

    94/100 Pkt. Benanti 2006 Serra della Contessa Red Blend (Sicilia) - Unter 50 $

    95/100 Pkt. Remo Farina 2004 Monte Fante Riserva Corvina, Rondinella, Molinara (Amarone della Valpolicella Classico)

    95/100 Pkt. Silvio Grasso 2007 Ciabot Manzoni Nebbiolo (Barolo)

    94/100 Pkt. Bacalhôa Wines of Portugal 2007 Palácio da Bacalhôa Bordeaux-style Red Blend (Península de Setúbal) - Unter 50 $

    94/100 Pkt. Emmerich Knoll 2008 Ried Loibenberg Smaragd Grüner Veltliner (Wachau) - 50 $

    94/100 Pkt. Rivetto 2007 Serralunga Nebbiolo (Barolo) - 50 $

    94/100 Pkt. Aveleda 2004 Grande Follies Vinhas da Quinta da Agueira Portuguese Red (Beiras) - Unter 50 $

    95/100 Pkt. Joseph Drouhin 2007 Marquis de Laguiche Morgeot Premier Cru Chardonnay (Chassagne-Montrachet)

    95/100 Pkt. Domaine de Chevalier 2008 Bordeaux-style White Blend (Pessac-Léognan)

    94/100 Pkt. Grimaldi Bruna 2007 Badarina Nebbiolo (Barolo)

    95/100 Pkt. Billecart-Salmon 2000 Cuvée Nicolas François Billecart Brut Champagne Blend (Champagne)

    93/100 Pkt. Château la Caminade 2008 La Commandery Malbec (Cahors) - Unter 50 $

    94/100 Pkt. La Querciola 2007 Donna Bianca Nebbiolo (Barolo)

    94/100 Pkt. Domaine Chandon de Briailles 2006 Ile de Vergelesses Premier Cru Pinot Noir (Pernand-Vergelesses)

    93/100 Pkt. Casa Cadaval 2007 Marquesa de Cadaval Portuguese Red (Tejo) - Unter 50 $

    94/100 Pkt. Château Giscours 2008 Bordeaux-style Red Blend (Margaux)

    95/100 Pkt. Domaine Christian Moreau Père et Fils 2008 Clos des Hospices Dans Les Clos Grand Cru Chardonnay (Chablis)

    95/100 Pkt. Rocca di Frassinello 2008 Baffonero Merlot (Maremma)

    95/100 Pkt. Château Pontet-Canet 2008 Bordeaux-style Red Blend (Pauillac)

    95/100 Pkt. Albert Bichot 2005 Domaine du Clos Frantin Aux Malconsorts Premier Cru Pinot Noir (Vosne-Romanée)

    93/100 Pkt. R&A Pfaffl 2010 Hundsleiten Grüner Veltliner (Weinviertel) - Unter 50 $

    97/100 Pkt. Domaine Dujac 2009 Pinot Noir (Bonnes-Mares)

    97/100 Pkt. Domaine Leflaive 2008 Bienvenues Bâtard-Montrachet Grand Cru Chardonnay (Bienvenues Bâtard-Montrachet)

    94/100 Pkt. Château du Cèdre 2007 Le Cèdre Malbec (Cahors)

    94/100 Pkt. Château Pavie Macquin 2008 Bordeaux-style Red Blend (Saint-Emilion)

    97/100 Pkt. Geh. Rat Dr. von Bassermann-Jordan 2008 Deidesheimer Hohenmorgen Trockenbeerenauslese - 375 ml Riesling (Pfalz)

    98/100 Pkt. Château Haut-Brion 2007 Bordeaux-style White Blend (Pessac-Léognan)

    94/100 Pkt. Domaine de Courcel 2007 Les Rugiens Premier Cru Pinot Noir (Pommard)

    93/100 Pkt. Joan Simó 2006 Les Eres Vinyes Velles Red Blend (Priorat)

    96/100 Pkt. Gérard Bertrand 1929 Legend Vintage Red Blend (Maury)

    94/100 Pkt. Maison Jessiaume 2008 Chambertin Grand Cru Pinot Noir (Chambertin)

    93/100 Pkt. Bodega Catena Zapata 2007 Catena Alta Malbec (Mendoza) - Unter 50 $

    93/100 Pkt. Marcarini 2007 Brunate Nebbiolo (Barolo)

    96/100 Pkt. St. Urbans-Hof 2008 Leiwener Laurentiuslay Beerenauslese Riesling (Mosel-Saar-Ruwer)

    94/100 Pkt. Domaine de la Pousse d'Or 2009 Corton Clos du Roi Pinot Noir (Corton)

    92/100 Pkt. Trapiche 2008 Viña Cristina y Bibiana Coletto Single Vineyard Malbec (Mendoza)

    91/100 Pkt. Penfolds 2008 Bin 389 Cabernet Sauvignon-Shiraz (South Australia) - Unter 50 $

    94/100 Pkt. Numanthia-Termes, S.L. 2008 Termanthia Tinta de Toro (Toro)

    Weitere Infos und Verkostungsnotizen unter

  • Gault Millau WeinGuide Deutschland 2011 - Die 13 Anbaugebiete im Überblick


    11.01.2011

    Die 13 deutschen Anbaugebiete im Überblick

    Ahr: Ein großer Jahrgang liegt in den Fässern

    Der Jahrgang 2006 galt bislang bei vielen Winzern in diesem kleinen Anbaugebiet
    zwischen Sinzig und Altenahr als der beste der letzten Zeit. Doch der
    2009er wird ihm nun kräftig Konkurrenz machen. Einzig das schlechte Wetter,
    das den Ertrag im Vergleich zum Vorjahr um knapp ein Viertel reduzierte, war
    ein Wermutstropfen auf ein ansonsten ideales Weinjahr. Geschmacklich besitzen
    die ersten verkosteten 2009er ein Jahrgangsaroma, das an Sauerkirsche
    erinnert. Selten haben junge Ahrweine so ein hervorspringendes Bukett und
    eine solche Farbintensität entwickelt.
    Die hervorragende Gerbstoffausreifung, die nach Meinung der strengen Verkoster
    über der von 2006 liegt, macht die Weine ungemein attraktiv in ihrer Jugend.

    »Die ungestüme Fruchtigkeit wird die Zeit bändigen. Richtig spannend wird es
    im nächsten Jahr, wenn die große Anzahl an barriquegereiften Roten zur Probe
    ansteht. Die ersten wirklich feinen Beispiele konnten wir vom Weingut Brogsitter
    probieren, das mit seiner Kollektion der 2009er überzeugte«, berichten Christoph
    Dirksen und der Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide, Joel Payne.
    Die Redaktion hat auch einen neuen Trend in der Region entdeckt: Mehr und
    mehr etabliert sich der Blanc de Noirs, der hell ausgebaute Spätburgunder, im
    Ahrtal. Es gibt den von leichter Restsüße geprägten Stil, der die manchmal eckige
    Säure abpuffern kann, Beispiel Weingut Meyer-Näkel. Eine rassige, pikante,
    frische Fruchtigkeit ist einer anderen Art zu eigen: trocken, herzhaft, burschikos
    zum Beispiel der Blanc de Noirs vom Weingut Brogsitter. Die Ausprägung eines
    von zartherben Noten unterlegten Blanc de Noirs erkennt man beim Weingut
    Kreuzberg. Und dann noch der burgundische Typ: vom Holzfass geprägt, aber
    immer noch mit der dem Spätburgunder eigenen Säure.
    Das Spitzenquartett, das die Ahr anführt, ist unangefochten: Adeneuer, Deutzerhof,
    Meyer-Näkel und Jean Stodden. Die Redaktion begrüßt das Weingut
    Burggarten in Heppingen in der Drei-Trauben-Klasse. »Gerne würdigen wir den
    großen Ehrgeiz der Familie Schäfer, die in den letzten Jahren immer charaktervollere
    Weine bereitet hat«, lobt Joel Payne. Neu in der Trauben-Kategorie ist
    das Weingut Kreuzberg – Im Burggarten, das neben sehr guten Spätburgundern
    auch für seine malerische Straußwirtschaft in Dernau bekannt ist.
    Insgesamt 20 Betriebe mit einer und mehr Trauben werden ausführlich besprochen,
    sieben weitere sind empfehlenswert.

    Baden: Bercher zurück in der Vier-Trauben-Riege

    Bei den ersten Fassproben der strengen Gault Millau-Verkoster deutete sich
    bereits an: Das letztjährige Traumpaar von 2007er Rotweinen und 2008er
    Weißweinen findet mit 2008 und 2009 eine kongeniale Nachfolgepaarung. Kein
    Wunder also, dass dieser kleinklimatische Glücksfall Badens Winzer zu Höchstleistungen
    anstachelte, finden Otto Geisel und der Chefredakteur des Gault Millau
    WeinGuide, Joel Payne.
    An seine früheren Höchstleistungen kann auch das Weingut Bercher in Burkheim
    anknüpfen. Das homogenste Sortiment –weiß wie rot – stellte dieses Jahr
    Familie Bercher vor, eine grandiose Leistung, die der Redaktion vier Trauben
    wert ist. An glanzvolle Tage erinnert auch das Weingut Dr. Heger in Ihringen.
    Joachim Heger konnte, ebenso wie Bercher, gleich zwei Burgunderweine unter
    den jeweils besten zehn des ganzen Landes platzieren.
    Diese Ausnahmeleistungen konnte nur noch einer toppen: Bernhard Huber, der
    wieder einmal unter Beweis stellte, dass er nicht ohne Grund mit fünf Trauben
    an der Gebietsspitze rangiert. Der Malterdinger Rotweinmagier brach nach sieben
    Jahren die Pfälzer Dominanz an der deutschen Spätburgunder-Spitze. Sein
    phänomenales Großes Gewächs aus dem Hecklinger Schlossberg hatte in der
    Bundesfinalprobe letztlich die Nase vorn – und mit 96 Punkten auch noch ein
    Traumergebnis eingefahren. Zudem kamen noch zwei weitere 2008er Spätburgunder
    von Huber unter die besten zehn des Landes.
    Noch größer aber war die Sensation bei den weißen Burgunderweinen. Vorbei
    an den großartigen Gewächsen von Bercher und Heger und der starken Konkurrenz
    aus der Pfalz schoss ein Badener Betrieb ganz an die Spitze, mit dem im

    Vorfeld keiner gerechnet hatte. Martin Waßmer aus Bad Krozingen-Schlatt landete
    mit seiner trockenen Spätlese vom Chardonnay aus der weithin noch unbekannten
    Lage Dottinger Castellberg den großen Überraschungsschlag und fand
    sich auf Rang eins wieder.
    Schöne Entdeckungen zu machen gibt es bei vielen Genossenschaften mit blitzblanker
    Aromatik bei feinen, süffigen Weißweinen (Auggen), stoffigen Rotweinen
    (Sasbach) und mit besonders gut gelungenen edelsüßen Raritäten (Durbach).
    Fündig kann der Weinfreund bereits bei den »weiter empfehlenswerten
    Betrieben« werden, denn auch hier war das Preis-Leistungsverhältnis wohl noch
    nie so gut, haben Otto Geisel und Joel Payne festgestellt.
    Der betörendste Süßwein des Jahres ist eine Scheurebe Beerenauslese aus Durbach!
    Er stammt aus dem Gut von Wolff-Metternich und zwar aus der Lage
    Schloss Grohl, woher in den 60er und 70er Jahren regelmäßig prächtige Edelsüße
    kamen. Der begehrteste Wein Badens aber stammt aus einer Sorte, die bei
    Weinkennern als Massenware verschrien ist: Bernhard Hubers Müller-Thurgau
    gibt es nur in der Magnumflasche und ist inzwischen so begehrt, dass er schon
    subskribiert wird!
    Aufsteiger auf drei Trauben sind Schloss Staufenberg des Markgrafen von Baden
    sowie Burg Ravensburg. Mit zwei Trauben dürfen sich nun DZ Danner, Hermann
    und Zalwander schmücken. Insgesamt fünf Neulinge begrüßt die Redaktion
    unter den Traubenbetrieben: Bosch, Schloss Eberstein, Gebrüder Müller,
    Winzergenossenschaft Sasbach und Hubert Vollmer.
    Insgesamt werden im neuen Gault Millau WeinGuide 91 Erzeuger aus Baden
    ausführlich dargestellt, weitere 33 Betriebe gelten als empfehlenswert.

    Franken: Arno Augustin ist die »Entdeckung des Jahres«

    In Sulzfeld am Main machte die Redaktion des Gault Millau WeinGuide in diesem
    Jahr die »Entdeckung des Jahres«. Arno Augustin vom gleichnamigen Weingut
    hat die strengen Prüfer rundum überzeugt. Deren Lob fällt deutlich aus: »Bescheiden
    lässt er lieber seine Weine sprechen – und diese haben einiges zu
    sagen. Knackiger Silvaner, geschliffener Weißburgunder, saftiger Merlot – hier
    meldet sich ein Senkrechtstarter zu Wort«. Zum Weingut gehört noch ein Vinotel,
    das mit einfallsreich gestalteten Themenzimmer überzeugen kann.
    2009 feierte Deutschland das Jubiläum »350 Jahre Silvaner«. Die Franken feierten
    es besonders intensiv, weil die ersten urkundlich erwähnten Silvaner-Reben
    anno 1659 auf fränkischem Boden in Casteller Fluren gepflanzt wurden. Die
    fränkischen Winzer belohnten sich zum Jubiläum selbst, denn schon mit den
    Jungweinen zeichnete sich ab, dass ein ausgezeichneter Silvaner-Jahrgang in
    den Fässern und Tanks lag. »Gut ein halbes Jahr später war es auch in unseren
    umfangreichen Verkostungen schnell klar, dass 2009 exzellente Silvaner angefallen
    waren«, berichten Rudolf Knoll und der Chefredakteur des Gault Millau
    WeinGuide, Joel Payne..
    Die besten Silvaner des Jahrgangs, die zugleich die besten in ganz Deutschland
    sind, stammen gleich zweimal vom Würzburger Juliusspital, gefolgt von weiteren
    Pracht-Exemplaren aus dem Hause Rainer Sauer. Horst Sauer, Fürst Löwenstein,
    Graf Schönborn, Schmitts Kinder, Dr. Heigel und Wirsching komplettieren
    die Liste der besten Silvaner des Jahrgangs 2009.

    Diesmal hat das Trio an der Spitze mit Castell, Fürst und Sauer Zuwachs bekommen.
    Zu ihnen gesellte sich das Würzburger Juliusspital, dessen Investitionen
    in die Kellerwirtschaft sehr qualitätsfördernd waren und das mit einer tollen
    Kollektion auftrumpfte. Paul Fürst und Horst Sauer sind Primus inter pares bei
    den Vier-Trauben-Betrieben, wobei Fürst derzeit die Nase vorn hat.
    Die Drei-Trauben-Kategorie verzeichnet gleich fünf Neuzugänge. Rückkehrer
    Glaser-Himmelstoß gehört ebenso dazu wie Dr. Heigel, Reiss, Egon Schäffer und
    der Staatliche Hofkeller in Würzburg. Eine ganze Phalanx von Aufsteigern dürfen
    künftig zwei Trauben tragen: Günther Bardorf, Heilmann, Höfling, Meier und
    Meintzinger. Gleich sechs Neulinge verzeichnete die Klasse mit einer Traube,
    darunter mit der Winzergemeinschaft Franken ein ganz großer Genossenschaftsbetrieb
    auf Qualitätskurs. Überhaupt haben die Genossenschaften in
    den letzten Jahren deutlich an Qualität zugelegt.
    Insgesamt werden 69 Güter und ihre Weine im neuen Gault Millau WeinGuide
    ausführlich vorgestellt, 31 weitere schafften die Aufnahme in die Rubrik der
    empfehlenswerten Betriebe.

    Hessische Bergstraße: Qualitätssteigerung in vielen Betrieben

    Der gute Jahrgang 2009 führte in diesem kleinen Anbaugebiet zwischen Heppenheim
    und Zwingenberg zu einer Qualitätssteigerung in den meisten Betrieben.
    »Der Jahrgang ist geprägt von harmonischer Fruchtsäure und Eleganz. Es
    ist die große Aromenvielfalt, die in vielen Weinen zur Geltung kommt und die
    Qualität des Jahrgangs belegt. Rotweinfreunde aber sollten sich sputen: Bei
    einem Ertrag von nur 60 Prozent des Vorjahrs droht ein früher Ausverkauf«, raten
    Hans-Wilhelm Apelt und der Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide, Joel
    Payne, den Weinfreunden.
    Das Zwingenberger Weingut Simon-Bürkle die unbestreitbare Nummer eins in
    der Region. Man spürt, dass hier stetig an der Qualität gearbeitet wird. Allerdings
    schläft die Konkurrenz nicht, wie etwa das etablierte Staatsweingut der
    Domaine Bergstraße. Eine stabile Leistung konnte die Redaktion auch beim
    Weingut der Stadt Bensheim verzeichnen. Die Bergsträßer Winzergenossenschaft
    ist schon länger »eine Bank« und enttäuschte auch diesmal nicht bei den
    Verkostungen. Das Weingut Edling als kleiner Familienbetrieb hat sich mit konstanten
    Leistungen fest in der Ein-Trauben-Kategorie etabliert. Neuling ist die
    Odenwälder Winzergenossenschaft. Das bereits etablierte Weingut Brücke-Ohl
    hat sich ebenfalls leicht verbessert.
    Fünf Traubenbetriebe von der Hessischen Bergstraße sind im neuen WeinGuide
    gelistet, vier weitere Güter sind als empfehlenswert eingestuft.

    Mittelrhein: Ein gelungenes Spätlesejahr

    Wie im Jahr 2008 probierten die strengen Verkoster des Gault Millau WeinGuide
    auch vom Jahrgang 2009 klassischen Mittelrheinriesling mit elegantem, feinem
    Frucht-Säure-Spiel und nicht zu hohem Alkoholgehalt. Während 2008 eher ein
    Jahrgang mit Kabinettstückchen war, schreibt sich der Jahrgang 2009 als gelungenes
    Spätlesejahr in die Geschichtsbücher ein. »Erneut konnten die halbtrockenen
    und feinherben Riesling ihre besondere Stellung in dieser Region unter
    Beweis stellen«, berichten Hans-Jürgen Podzun und der Chefredakteur des Gault
    Millau WeinGuide, Joel Payne.

    Mit 440 Hektar bleibt die Region zwischen Bacharach und Bonn gut überschaubar.
    Der Flächenrückgang ist allerdings zum Stillstand gekommen. Vor allem die
    Topbetriebe erweitern ihre Fläche. Eine Ausnahme macht da nur Florian Weingart,
    der die Lage Schloss Fürstenberg abgegeben hat und sich nun auf seinen
    angestammten Besitz konzentrieren will. Zugleich stemmen die beiden Spitzenbetriebe
    Müller und Weingart ein großes Investitionsvolumen, gleichermaßen im
    Keller wie in den Präsentationsräumen.
    Die beiden Spayer Güter stehen nach wie vor unangefochten als Vier-Trauben-
    Betriebe an der Spitze der Hierarchie. Seinen Drei-Trauben-Status konnte Didinger
    nicht halten, wodurch diese Klasse nunmehr nur noch von den beiden Bacharachern
    Jost und Ratzenberger besetzt ist. Lanius-Knab und Selt rutschten in
    die Ein-Trauben-Zone ab, die aber mit Lelke-Müller einen starken Zuwachs verzeichnen
    kann. Der Gastronom Andreas Lelke (Königswinter) und der Winzer
    Manfred Müller haben sich zusammengetan und bewirtschaften Weinberge in
    Leutesdorf mit zunehmendem Erfolg.
    Das romantische Mittelrheintal, von der Unesco zum Weltkulturerbe erhoben,
    bleibt fest in den Händen von einigen leistungsfähigen Familienbetrieben, wovon
    der neue Gault Millau WeinGuide 18 in der Traubenklasse vorstellt. Dazu
    kommen immerhin noch acht »weitere empfehlenswerte Betriebe«.

    Mosel: Schubert zurück in der Vier-Trauben-Klasse

    Ob 2009 ein Jahrhundertjahrgang ist, wie allenthalben angekündigt, haben die
    umfangreichen Verkostungen der Gault Millau-Redaktion letztlich auch an der
    Mosel nicht entscheiden können. Fest steht allerdings: Das allgemeine Niveau
    ist sehr hoch und viele Weine sind exzellent. Ob sie zu wahrer Größe heranreifen,
    wird die Zukunft zeigen. »Unsere Prognose ist gut«, sagen Dr. Peter Henk
    und Dr. Eckhard Kiefer sowie der Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide,
    Joel Payne.
    Die Erträge waren zum Teil sehr niedrig. In den besten Fällen entstanden so
    Weine mit großer Konzentration und mineralischer Rasse. Edelfäule trat außer
    an der Terrassenmosel nur im untergeordneten Maße auf. So wundert es nicht,
    dass aus den Winninger Gütern Heymann-Löwenstein und Knebel auch zwei der
    besten Trockenbeerenauslesen des Jahres stammen.
    Carl-Ferdinand von Schubert feiert de Rückkehr in die Vier-Trauben-Klasse. Das
    Ruwer-Traditionsgut setzte sich auf der Bundesfinalprobe gleich mehrfach bestens
    in Szene. So landete ein Riesling aus dem Maximin Grünhäuser Abtsberg
    bei den Auslesen auf Rang zwei. Schubert und sein Betriebsleiter Stefan Kraml
    stellten aber auch unter Beweis, dass sie die leichte Seite der Klassik beherrschen.
    Ihr herrlich frischer, mineralisch-animierender Kabinett aus dem Herrenberg
    ist Gewinner in dieser Kategorie.
    Gerade im Auslese-Bereich bestach auch die Mittelmosel. Die brillanten Klassiker
    aus dem Hause J. J. Prüm erzielten drei Platzierungen in unserer Bestenliste.
    Doch der Wein des Jahres kommt aus Graach: Willi Schäfers grandiose Versteigerungsauslese
    aus dem Domprobst war nicht zu schlagen.
    Im gebietsinternen Wettstreit hat in diesem Jahr die Saar die Nase leicht vorn.
    So überzeugte das Weingut von Hövel mit seinen schlanken, klassischen Kabinette,
    während bei Müller und Zilliken die Spät- und Auslesen hervorstachen.
    Gewohnt stark waren im feinherben Bereich die Weine von Lauer, van Volxem
    und Weinhof Herrenberg. Von Othegraven stellte eine geschlossene Kollektion
    mit eindrucksvollen Gewächsen aus den alten Reben des Kanzemer Altenbergs
    vor.
    Das Niveau der trockenen Rieslinge ist erneut gestiegen, hat die Gault Millau
    Redaktion in zahllosen Verkostungen ermittelt. Der Jahrgang 2009 scheint ideal
    gewesen zu sein, um Prototypen dieses Stils zu erzeugen. Dabei verdienen die
    Gewächse von Markus Molitor und Grans-Fassian eine besondere Erwähnung.
    Mit durchaus unterschiedlichen Stilen stehen sie 2009 für die Gebietsspitze im
    trockenen Bereich. Auch Weiser-Künstlers »Große Eule« aus dem Enkircher
    Zeppwingert fügt sich in ein in die immer länger werdende Reihe sehr guter trockener
    Mosel-Rieslinge.
    Die Autoren sind auch angetan von der Entwicklung an der Obermosel, an der
    Grenze zu Luxemburg. Dort haben einige junge Winzer in den letzten Jahren
    deutlich an Qualität zugelegt. Doch nicht mit Riesling, sondern mit Elbling und
    Burgundersorten, die dort bevorzugt gedeihen. Matthias Hild aus Wincheringen
    hat sich nunmehr die erste Traube verdient.
    Kein anderes Anbaugebiet verfügt über eine solche Phalanx an Spitzen-
    Weingütern wie die Mosel.
    Fritz Haag, Egon Müller und Joh. Jos. Prüm bilden das
    Triumvirat der weltbesten Weinerzeuger an der Gebietsspitze. Ihm folgt ein Dutzend
    Weingüter mit vier Trauben, wobei Schubert einziger Aufsteiger in diesen
    erlauchten Kreis ist.
    In keiner anderen Region ist das Mittelfeld im Traubenbereich so stark wie an
    Mosel, Saar und Ruwer. 31 Erzeuger mit drei Trauben, sogar 42 Güter mit zwei
    Trauben sind der Beleg für die hohe Qualitätsdichte in diesem Anbaugebiet. Carl
    Loewen und Martin Müllen freuen sich über drei Trauben, Blees-Ferber und Später-
    Veit sind neu in der Zwei-Trauben-Klasse. Gleich acht Erzeuger haben den
    Aufstieg in die Traubenklasse geschafft, vier mussten aber auch absteigen.
    Insgesamt 124 Betriebe und ihre Weine haben die Autoren an Mosel, Saar und
    Ruwer ausführlich besprochen, soviel wie in keiner anderen deutschen Weinregion.
    Dazu kommen 62 als empfehlenswert eingestufte Güter.

    Nahe: Drei neue mit drei Trauben

    Die ehemalige Staatliche Weinbaudomäne Niederhausen-Schlossböckelheim
    war jahrzehntelang der Leuchtturm im Nahe-Weinbau. Doch bereits Ende der
    1980er Jahre kam eine Phase der Stagnation. Jetzt will ein potenter Investor es
    wissen: neuer Name, neues Erscheinungsbild, neuer Weinmacher, neuer Stil –
    und das alles in Verbindung mit einigen der großartigsten Weinberge der Nahe.
    »Wir probierten herrlich kraftvolle Rieslinge mit Würze und Spannung«, lautet
    das Fazit von Carsten Henn und Joel Payne, Chefredakteur des Gault Millau
    WeinGuide. Und sie vergaben auf Anhieb drei Trauben.
    Aber auch in der Stille haben sich weitere Aufsteiger prächtig entwickelt. Immer
    besser wurden in den letzten Jahren die Weine der Hahnmühle im abgelegenen
    Alsenztal, vor allem die trockenen und edelsüßen Rieslinge. »Die heimlichen

    Stars der Kollektion sind aber die Traminer – Weine mit Tiefe und Kraft«, erläutern
    Henn und Payne. In den letzten Jahren schaffte es auch das Meddersheimer
    Weingut Bamberger, eigene Akzente zu setzen. »So faszinierend wie 2009 gerieten die Rieslinge noch nie«, lobt die Redaktion. Seit Jahren schon bestimmen
    die Sekte Jahre den guten Ruf des Hauses. Beide Güter rückten in die Drei-
    Trauben-Zone vor.

    Es tut sich viel an der Nahe, der lange Jahre der Ruf anhaftete, nicht ganz so
    dynamisch zu sein wie größere Anbaugebiete, zum Beispiel Rheinhessen oder
    die Mosel. Etliche Neuaufnahmen im Bereich der »Weiteren empfehlenswerten
    Betriebe« könnten bereits im nächsten Jahr den Sprung in die Traubenriege
    schaffen. Markus Hees hat bei Harald Hexamer gelernt, Christian Honrath absolvierte
    ein Praktikum bei Emrich-Schönleber und Christian Bamberger war an der
    University of California in Davis. Das Weingut Closheim in Langenlonsheim
    schaffte es bereits in diesem Jahr in die Traubenriege. Vor allem die sehr modern
    und auf den Punkt vinifizierten Weine von Tochter Anette konnten die
    strengen Verkoster begeistern. Mit rassigen Rieslingen und mineralisch-straffen
    Burgundern schaffte das Weingut der Gebrüder Kauer aus Windesheim den
    Sprung in die Zwei-Trauben-Kategorie.
    Insgesamt zehn Weine konnten Nahegüter in diesem Jahr in den bundesdeutschen
    Spitzenreiter-Listen platzieren. Aber es sind nur vier Weingüter, aus denen
    diese Ausnahme-Gewächse kommen. Erneut mit einem grandiosen Sekt auf
    Champagner-Niveau (Cuvée Mo) trumpfte das Schlossgut Diel auf. Im gelang mit
    einer Goldkapsel aus dem Dorsheimer Goldloch auch der Sprung unter die besten
    Riesling Auslesen des Jahrgangs 2009. Die meisten Nennungen erzielte erneut
    das Weingut Schäfer-Fröhlich aus Bockenau, das vier seiner Weine in den
    Listen der Besten platzieren konnte.
    Großartig die Leistung von Emrich-Schönleber: Neben einer Trockenbeerenauslese
    bei den Edelsüßen räumte das Monzinger Weltklasse-Gut auch bei den trockenen
    Rieslingen ab: Platz zwei für den Monzinger Halenberg (95 Punkte), geschlagen
    nur von einem Ausnahmewein aus Rheinhessen. Nur knapp unterlag
    auch Helmut Dönnhoff in der Kategorie der besten edelsüßen Rieslinge. Seine
    phantastische Trockenbeerenauslese aus der Niederhäuser Hermannshöhle
    erzielte sensationelle 99 Punkte und musste sich nur einem 100-Punkte-Wein
    aus dem Rheingau geschlagen geben.
    Insgesamt 39 Betriebe haben die Autoren ausführlich beschrieben und deren
    Weine bewertet, 26 weitere werden empfohlen.

    Pfalz: Philipp Kuhn ist der »Aufsteiger des Jahres«

    Schon seit einiger Zeit reiht Philipp Kuhn einen großartigen Jahrgang an den
    nächsten. Grund genug für die Redaktion des Gault Millau WeinGuide, den Laumersheimer
    Ausnahme-Winzer zum »Aufsteiger des Jahres« auszurufen. »Seit er
    mit gerade einmal 20 Jahren das Familienweingut 1992 übernahm, hat er sich
    mit großer Energie in die pfälzische Spitze emporgearbeitet. Feinmineralischer
    Riesling und samtiger Spätburgunder begeistern«, lautet das Urteil von Jürgen
    Mathäß, Matthias Mangold und dem Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide,
    Joel Payne.
    Vor zwei Jahren hatte bereits ein weiterer Laumersheimer einen hohen Ehrentitel
    eingefahren: Das Weingut Knipser war »Winzer des Jahres«. Jetzt gelang den
    Brüdern Volker und Werner Knipser ein weiterer Coup: Sie steigen auf in den
    Olymp der Fünf-Trauben-Betriebe. Gerade mal zehn Güter, die absolute deutsche
    Spitze, befinden sich dort. Ihre Weine bewegen sich durchweg auf Weltklasse-Niveau.

    Das trifft auch auf die Knipsers zu, die gleichermaßen überragende
    trockene Rot- und Weißweine erzeugen: eine große Rarität.
    2008 war bereits ein exzellentes Rieslingjahr mit frischen, mineralischen, säurebetonten
    Weinen. 2009 fielen die Rieslinge wieder etwas kraftvoller aus, blieben
    aber dennoch strukturiert und oft mineralisch. Beide Jahrgänge dürften sehr
    gut in der Flasche reifen. Doch 2009 bescherte der Pfalz doppeltes Vergnügen:
    Der trocken-warme Herbst brachte den Pfälzer Winzern auch weitestgehend
    gesunde, reife Burgundertrauben. Weltklasse-Burgunder mit Dichte und mineralischer
    Kraft wie die Weine von Rebholz, Knipser, Wehrheim oder der fast stilbildend
    mineralische Chardonnay von Becker weisen deutlich in Richtung mehr
    Mut zu Kontur und Komplexität. Die Roten dürften im kommenden Jahr für hohe
    Bewertungen sorgen.
    Auf einen Umbruch deuten Veränderungen in diesem Jahr hin. Einige angesehene
    Traditionsbetriebe können offenbar mit der furiosen Entwicklung der Region
    nicht im gewünschten Maß mithalten. Bedauernswerte Abwertungen wie bei
    Müller-Catoir, Münzberg oder Schaefer sind Beispiele dafür. Andererseits gibt
    es gerade bei jüngeren Betrieben, die teilweise erst vor wenigen Jahren auffällig
    wurden, beachtliche Karrieren.
    In der Betriebs-Hierarchie sind entsprechende Bewegungen zu verzeichnen.
    Gleich vier Betriebe können sich auf die dritte Traube freuen: Acham-Magin,
    Ludi Neiss, Karl Pfaffmann und Rings, der einen regelrechten Sturmlauf hinlegt.
    Neu in der Zwei-Trauben-Klasse sind Ackermann, Gerhard Klein und Zelt. Allerdings
    verzeichnet die Redaktion auch neun Abstiege von drei auf zwei Trauben
    bzw. von zwei Trauben auf eine Traube. Vier neue Betriebe wurden in die Traubenklasse
    aufgenommen: der Jesuitenhof, Lergenmüller, Klaus Meyer und Pfirmann.
    Insgesamt zählen die Autoren 88 Erzeuger zu den Traubenbetrieben. Außerdem
    werden 42 weitere Betriebe empfohlen.

    Rheingau: Johannes Leitz ist der »Winzer des Jahres«

    Es ist nicht das erste Mal, dass Johannes Leitz sein großes Können gezeigt hat.
    Doch seine Leistungen in letzter Zeit waren so überragend, dass die Redaktion
    des Gault Millau den Rüdesheimer zum »Winzer des Jahres« gekürt hat. »Anfangs
    war sein Name nicht einmal in Rüdesheim bekannt. Inzwischen gelten die
    Weine dieses Gutes als Inbegriff großartiger Rheingau-Rieslinge – nicht nur in
    der Heimat, sondern auch in London oder New York«, loben Giuseppe Lauria und
    der Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide, Joel Payne.
    Selten haben die strengen Prüfer in der Spitze im Rheingau so eine Phalanx an
    starken trockenen, feinherben, frucht- und edelsüßen Weinen verkostet. Die
    2009er Rieslinge sind spannungsgeladene Weine mit Strahlkraft, klarer Frucht,
    enormer Dichte und reifer Säure. Die Extraktwerte kamen mancherorts sogar an
    2003 heran, nur eben gepaart mit lebendiger, finessenreicher Säure, die den
    Weinen Frische und Länge verleiht. Durch die Bank spricht die deshalb die Redaktion
    von sehr guten bis ausgezeichneten 2009er Qualitäten.
    An der Spitze der Region festigt das Weingut Weil mit einer beachtlichen Kollektion
    seine Führung. Bei den edelsüßen Rieslingen kann keiner dem Kiedricher
    Traditionsgut das Wasser reichen: deutschlandweit. Wie im Jahrgang 2003
    knackte Weil erneut mit einem absoluten Ausnahmewein die 100-Punkte-Marke.
    Die atemberaubende Trockenbeerenauslese aus dem Kiedricher Gräfenberg ließ
    die gesamte Konkurrenz bei der Bundesfinalprobe hinter sich. Dazu kamen zwei
    weitere Weil-Edelsüße unter die ersten sechs. Doch damit nicht genug. Auch die
    beste Riesling Spätlese des Jahres kommt aus dem Kiedricher Mustergut.
    Eine ähnliche Performance legte nur noch das Weingut Leitz hin. Der »Winzer
    des Jahres« war so dominant, dass er in der Kategorie der feinherben Rieslinge
    gleich einen Doppelschlag landete: Zwei Weine aus dem Rüdesheimer Berg Kaisersteinfels
    belegen die Ränge eins und zwei. Auch bei den trockenen Rieslingen
    trumpfte Leitz mit einem beeindruckenden Pärchen auf. Der Berg Rottland
    und der Berg Schlossberg erreichen die Plätze vier und fünf in einem Wettbewerb
    mit enormer Qualitätsdichte.
    Gunter Künstler schafft nach zwei grandiosen Jahrgängen den Sprung in die
    Klasse der Betriebe mit vier Trauben. Der Hochheimer überzeugt vor allem mit
    seinen überragenden trockenen Rieslingen. Der Rüdesheimer Berg Schlossberg
    vom Weingut Georg Breuer landete unter den besten trockenen Rieslingen
    Deutschlands. Schloss Johannisberg präsentierte die vermutlich beste Kollektion
    seit Jahrzehnten. Schloss Schönborn punktete mit einer homogenen Kollektion,
    die famose Trockenbeerenauslese aus dem Marcobrunn gehört zur deutschen
    Spitze.
    Das Bischöfliche Weingut in Rüdesheim schaffte den Sprung in die Zwei-
    Trauben-Klasse. Vier Weingütern gelang aus dem Stand der Sprung in die Traubenwelt:
    dem Traditionsgut Schumann-Nägler, Ehrhard aus Rüdesheim, Goldatzel
    in Johannisberg und der Newcomerin Eva Fricke.
    Im neuen Gault Millau WeinGuide werden insgesamt 71 Güter und ihre Weine
    ausführlich vorgestellt. Zehn weitere empfehlenswerte Betriebe runden das
    Angebot aus dieser Region ab.

    Rheinhessen: Keller und Raumland punkten mehrfach

    Die Natur bot den rheinhessischen Winzern in 2009 alle Möglichkeiten, fantastische
    Weine zu erzeugen. Allerdings waren Spitzenweine trotz der idealen Bedingungen
    längst keine Selbstverständlichkeit. Denn wie in den Vorjahren hatten
    nur die Weine den letzten Kick, deren Trauben von der spannenden Phase
    des Herbstes ab Mitte Oktober profitierten. Wer 2009 zu sorglos und unbekümmert
    bei bester Witterung und sommerlichen Temperaturen erntete, fuhr zwar
    ganz gute Weine ein; mehr aber auch nicht. Das ist das Fazit von Manfred Lüer
    und dem Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide, Joel Payne, nach umfangreichen
    Verkostungen.
    Die besten Weine hat wieder einmal Klaus Peter Keller aus Flörsheim-Dalsheim
    erzeugt. Er ist der einzige Winzer Rheinhessens, der auf der Bundesfinalprobe
    Weine platzieren konnte. An der Spitze steht das phänomenale Große Gewächs
    aus der Westhofener Abtserde, das mit 96 Punkten souverän zum besten trockenen
    Riesling Deutschlands aus dem Jahrgang 2009 gekürt wurde. Kellers GMax
    steht diesem Wein aber nur wenig nach und belegte am Ende den dritten
    Rang. Auch unter den besten Auslesen und Edelsüßen des Landes ist Keller
    mehrfach vertreten.
    Mit diesem fulminanten Auftritt konnte beim Finale nur ein Betrieb aus Rheinhessen
    mithalten: das Sekthaus Raumland, auch in Flörsheim-Dalsheim zuhause.
    Sage und schreibe vier Sekte von diesem Ausnahme-Betrieb schafften den
    Sprung in die Top Ten der besten Winzersekte des Landes. Platz eins, zwei, fünf
    und sieben gingen an Raumland. An der Spitze steht der 1997er Pinot Brut aus
    dem Dalsheimer Bürgel, dicht gefolgt vom Chardonnay Brut Prestige aus 2004,
    beides Sekte, die es mit Spitzen-Champagner aufnehmen können. Nach dieser
    grandiosen Vorstellung verlieh die Redaktion Raumland die dritte Traube.
    Alleine ganz vorne in der Region steht Keller unverändert mit fünf Trauben. Philipp
    Wittmann in Westhofen hat sich an die Spitze der Vier-Trauben-Betriebe
    gesetzt. In diese Gruppe gehört auch Wagner-Stempel in Siefersheim. Sie hat
    nun Verstärkung bekommen, nachdem das Weingut Kühling-Gillot in Bodenheim
    aufgestiegen ist. H.O. Spanier und Carolin Gillot haben ihren bis dato besten
    Jahrgang von der Rheinfront eingefahren.
    Groß ist erneut die Zahl der Aufsteiger in diesem Jahr. So konnten sich neben
    dem Sekthaus Raumland auch Hofmann, Peth-Wetz, Thörle und Arndt F. Werner
    auf drei Trauben verbessern, Becker Landgraf, Bettenheimer, Bischel, Gysler,
    Karl May und Schätzel sich jeweils über die zweite Traube freuen. Nach wie vor
    sprießen zahlreiche talentierte Jungwinzer wie Pilze aus dem Boden. So wurde
    wieder ein stattliche Zahl an ersten Trauben vergeben.
    Insgesamt 89 Trauben-Betriebe werden ausführlich beschrieben. 57 weitere
    sind als »empfehlenswert« eingestuft, darunter einige Neulinge.

    Saale-Unstrut: 2009 mussten die Weine zugeteilt werden

    Die Winzer an Saale und Unstrut waren etwas verwöhnt von den Erntemengen
    und Wetterbedingungen der letzten Jahre. Doch Anfang 2009 richteten strenge
    Fröste ernsthafte Schäden in den Weinbergen an. Zudem verrieselte zum Teil die
    Blüte, was die Menge nochmals reduzierte. Trotz allem konnte durch einen
    warmen Sommer und eher trockenen Herbst eine qualitativ gute Ernte eingebracht
    werden. Der Jahrgang präsentiert sich mit sehr guter Fruchtkonzentration
    und reifen Säuren, hat Matthias Dathan zusammen mit dem Chefredakteur des
    Gault Millau WeinGuide, Joel Payne, festgestellt.
    Bernard Pawis bleibt Platzhirsch in der Region. Er zeigte die mit Abstand beste
    Kollektion und kam mit dem schwierigen Jahrgang am besten zurecht. Bei André
    Gussek mussten die Weine des Jahrgangs 2009 fast zugeteilt werden, da die
    Toplage Kaatschener Dachsberg fast keinen Ertrag brachte. Auf ansteigendem
    Niveau befindet sich auch Uwe Lützkendorf.
    Gleich drei neue Betriebe begrüßt die Redaktion in der Ein-Trauben-Riege. Das
    Gleinaer Weingut Böhme hat den Sprung dorthin ebenso geschafft wie das
    Weingut Hey in Naumburg. Zurück in dieser Klasse ist auch das Thüringer Weingut
    Bad Sulza. Bei den empfehlenswerten Betrieben zeigen die Winzervereinigung
    Freyburg und das Landesweingut Kloster Pforta weiter ansteigende Form.
    Insgesamt acht Erzeuger wurden mit Trauben ausgezeichnet. Weitere sechs
    Betriebe halten die Autoren für empfehlenswert.

    Sachsen: 2009 mit guter Balance von Säure und Frucht

    An das Jahr 2009 werden sich die Winzer in Sachsen wahrscheinlich noch lange
    erinnern. Die Januarfröste reduzierten die Erträge um fast 40 Prozent. Bis zum
    April war es hier sehr kalt, ein Frühling fand praktisch nicht statt. Schlechtes
    Wetter während der Rebblüte führte zu weiteren Ertragseinbußen. Ein guter
    brachte dann doch Weine hervor, die gerade im einfachen Qualitätsbereich
    durch viel Extrakt, Rasse, Würze und reife Säure geprägt waren. Im Vergleich zu
    2008 fällt die bessere Balance aus Säure und Fruchtigkeit der Weine auf. Das
    haben Matthias Dathan und der Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide, Joel
    Payne, in zahlreichen Verkostungen ermittelt.
    Schloss Proschwitz und Klaus Zimmerling führen das Gebiet mit drei Trauben
    an, sind in ihrer Philosophie allerdings weiterhin so verschieden wie nur möglich.
    Ihnen folgt das Weingut Schloss Wackerbarth allerdings mittlerweile dicht
    auf den Fersen. Sehr klare, mineralisch betonte Weine prägen dort den Jahrgang.
    Merklich klein ist die Ernte bei Winzer Martin Schwarz ausgefallen, der in
    seiner Toplage Meißner Kapitelberg fast keinen Ertrag hatte.
    Auch Winzer wie Friedrich Aust und Vincenz Richter konnten ihre Qualitäten
    leicht verbessern. Mit einer bravourösen Leistung stieg Frédéric Fourré in die
    Trauben-Kategorie auf. Die Besonderheit dieser Region bleibt die kleine Schar
    an qualitätsorientierten Weingütern, die ihre Weine erfolgreich auch überregional
    vermarkten können. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an Klein- und
    Kleinstbetrieben, die ihre Weine oft auch im hauseigenen Gutsausschank an die
    Kundschaft bringen.
    Es sind ingesamt acht Güter, die in Sachsen mit einer oder mehr Trauben ausgezeichnet
    wurden. Dazu kommen noch vier empfehlenswerte Betriebe.

    Württemberg: Aldinger stellt die »Kollektion des Jahres«

    Einer der wichtigsten Titel, den der Gault Millau WeinGuide zu vergeben hat,
    geht in diesem Jahr nach Württemberg. Das Weingut Gerhard Aldinger in Fellbach
    hat den strengen Verkostern des Gault Millau die »Kollektion des Jahres«
    aufgetischt. Die Redaktion lobt: »Seit Jahren steht er an der Spitze im Ländle.
    Nun krönt Gert Aldinger mit Unterstützung seiner Söhne Hansjörg und Matthias
    sein Lebenswerk mit den besten Weinen seiner Karriere – darunter ein Lemberger,
    der in neue Dimensionen strebt«.
    Dabei scheint Aldingers überwältigendes 2008er Großes Gewächs aus dem
    Fellbacher Lämmler symptomatisch für eine neue Entwicklung zu sein, haben
    Frank Kämmer und der Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide, Joel Payne,
    herausgefunden. Während vor Jahren noch die Rotwein-Cuvées die Schlagzeilen
    bestimmten und dann die Spätburgunder in neuem Glanz erstrahlten scheint
    sich nun diese Entwicklung auch auf den eigentlichen Rotweinklassiker Württembergs,
    den Lemberger, auszudehnen, loben die strengen Verkoster.
    Sie haben zudem einen weiteres Juwel im Ländle entdeckt, das sich zum Kult-
    Rotwein entwickeln könnte. Nach sage und schreibe sieben Jahren Reife im Fass
    hat Albrecht Schwegler aus Korb seinen »Solitär« vorgestellt, eine faszinierende
    2003er Assemblage aus Cabernet Franc, Merlot und Zweigelt »von umwerfender
    Komplexität und immer noch feinrassiger Frische«, wie die Redaktion schreibt.
    Nach wie vor ein ausgesprochenes Ärgernis in Württemberg sind die zum Teil
    viel zu hohen Alkoholgehalte, finden Kämmer und Payne. Bei den Lembergern,
    Zweigelt und Spätburgundern sind 14 Alkoholprozent längst nicht mehr die
    Ausnahme, sondern oft fast schon die Regel. Ja sogar Rieslinge, Kerner und
    Sauvignon Blanc werden nun als solche Superschwergewichte in den Ring geschickt.
    »Ohne Frage sind viele dieser wuchtigen Gewächse tatsächlich überaus
    beeindruckend, jedoch kommen uns ernsthafte Zweifel, wer diese alkoholstarken
    Weinen tatsächlich trinken soll«, fragen sich Kämmer und Payne.
    Konstanz herrscht in der Hitliste der besten Württemberger Winzer. Die beiden
    Stars aus Fellbach, Aldinger und Schnaitmann, bleiben unerreicht, gefolgt von
    dem sehr guten Trio Haidle, Ellwanger und Dautel. Von den jungen Winzertalenten
    schaffte dieses Jahr Alexander Heinrich aus Sülzbach im Weinsberger Tal
    den Aufstieg in die Klasse der Ein-Trauben-Betriebe. Bei den Genossenschaften,
    die hier rund drei Viertel der Ernte verarbeiten, bestätigt die Weinmanufaktur
    Untertürkheim
    souverän ihre Stellung als beste Kooperative Deutschlands,.
    Die Autoren stellen die 38 besten Betriebe des Anbaugebietes ausführlich mitsamt
    ihren Weinen vor und geben 26 weitere Empfehlungen, die oft zu interessanten
    und auch preiswerten Weinen führen.


    Der Text ist zum Abdruck freigegeben.

    www.gaultmillau.de und unter www.christian-verlag.de
    GAULT MILLAU WeinGuide Deutschland 2011
    18. Jahrgang, 914 Seiten, 29.95 €
    ISBN 978-3-86244-003-0, Christian Verlag GmbH, München

  • Die Siegerweine im Gault Millau WeinGuide 2011


    11.01.2011

     

    Die Geehrten des Jahres

    Winzer des Jahres Johannes Leitz,  Weingut Josef Leitz – Rüdesheim, Rheingau

    "Anfangs war sein Name selbst in Rüdesheim kaum bekannt. Inzwischen gelten die Weine dieses Gutes als Inbegriff großartiger Rheingau-Rieslinge – nicht nur in der Heimat, sondern weltweit."

     Kollektion des Jahres Gert, Hansjörg und Matthias Aldinger
    Weingut Gerhard Aldinger – Fellbach, Württemberg

    "Seit Jahren steht er an der Spitze im Ländle. Nun krönt Gert Aldinger mit Unterstützung der Söhne Hansjörg und Matthias sein Lebenswerk mit den besten Weinen seiner Karriere – darunter ein Lemberger, der in neue Dimensionen strebt."

     Aufsteiger des Jahres Philipp Kuhn,  Weingut Philipp Kuhn– Laumersheim, Pfalz

     "Seit er mit gerade einmal 20 Jahren das Familienweingut 1992 übernahm, hat er sich mit großer Energie in die pfälzische Spitze empor-gearbeitet. Sein feinmineralischer Riesling und samtiger Spätburgunder begeistern."

    Entdeckung des Jahres Arno Augustin
    Weingut Augustin – Sulzfeld am Main, Franken

     "Bescheiden lässt er lieber seine Weine sprechen – und diese haben einiges zu sagen. Hier meldet sich ein Senkrechtstarter zu Wort."

    Sommelier des Jahres Gunnar Tietz
    Restaurant First Floor – Hotel Palace, Berlin

    "Er vertritt alle relevanten Regionen, pflegt originelle Nischen. Sein Herz schlägt für die Südpfalz und deutsche Rote."

     Weinkarte des Jahres Hubert Scheid,Schloss Monaise, Trier.

    "Einst der jüngste Sternekoch Deutschlands, hat Hubert Scheid über Jahrzehnte einen Schatz gereifter Moselweine zusammengetragen, der seinesgleichen sucht."

    Die Siegeweiner des Jahres

     Bester Winzersekt Brut

    1997 Dalsheimer Bürgel Pinot Prestige, Raumland (Rheinhessen)

     Bester Spätburgunder

    2008 Hecklinger Schlossberg »Großes Gewächs, Bernhard Huber (Baden)

     Bester Weißer Burgunder

    2009 Dottinger Castellberg Chardonnay »GC« , Martin Waßmer (Baden)

     Bester trockener Riesling

    2009 Westhofener Abtserde »Großes Gewächs«, Keller (Rheinhessen)

     Bester feinherber Riesling

    2009 Rüdesheimer Berg Kaisersteinfels Alte Reben, Josef Leitz (Rheingau)

     Bester Riesling Kabinett

    2009 Maximin Grünhaus Herrenberg – 12 –, C. von Schubert (Ruwer)l

     Beste Riesling Spätlese

    2009 Kiedricher Gräfenberg, Robert Weil (Rheingau

     Beste Riesling Auslese

    2009 Graacher Domprobst Goldkapsel – 7 –, Willi Schaefer (Mosel)

     Bester Riesling Edelsüß

    2009 Kiedricher Gräfenberg Trockenbeerenauslese, Robert Weil (Rheingau)

     

  • Gault Millau WeinGuide Deutschland 2011


    11.01.2011

    Gault Millau WeinGuide Deutschland 2011

    Der Weinführer für Genießer

    Der kompetente Guide durch die deutsche Weinlandschaft. Ausführliche Beschreibungen der über 900 besten Weinerzeuger. Alle Weingüter mit Kontaktadressen, alle Weinbaugebiete mit Übersichtskarten; mit Weinhändlerlisten.

    Ob 2009 tatsächlich ein Jahrhundertjahrgang ist, wie vielfach schon während der Ernte vorhergesagt wurde, das wird wohl erst die Zeit zeigen. Für den Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide, Joel Payne, steht eines allerdings jetzt schon fest: »Man kann aus 2009 fast jeden Wein blind kaufen. Fast alle Winzer haben ansprechende Weine erzeugt und in der Spitze ist die Qualitätsdichte sehr hoch«. Dies ist das Fazit ausgedehnter Verkostungen für den neuen Gault Millau WeinGuide Deutschland 2011, wobei der Inhalt von mehr als 12.000 Flaschen von einem Team erfahrener und gewohnt strenger Verkoster unter die Lupe genommen wurde.

     Auf dem Prüfstand stehen regelmäßig jedoch nicht nur einzelne Weine, sondern entscheidend für die Aufnahme in den Gault Millau ist die Gesamtleistung eines Betriebes. Diese Leistung wird mit Traubensymbolen von 1 – 5 benotet. Alle mit Traubensymbolen ausgezeichneten Erzeugern liefern seit Jahren verläßliche Qualitäten, die Elite mit drei, vier oder fünf Trauben zählt zur absoluten Spitzenklasse.

    Auf exakt 912 Seiten sind in der 18. Ausgabe des Gault Millau WeinGuide nunmehr 668 Betriebe mit mindestens einer Traube verzeichnet, weitere 316 sind als empfehlenswert eingestuft. Und unter den rund 7.500 erwähnten Weinen ist manche Entdeckung zu machen. Die Redaktion hat zahlreiche Spitzenweine herausgefiltert, die für wenig Geld viel Trinkvergnügen bereiten.

    Nach einer informativen Einführung zum Bewertungssystem und Wissenswertem zum deutschen Wein werden die ausgewählten Weinerzeuger, übersichtlich gegliedert nach den 13 deutschen Anbaugebieten und ihre besten Weine vorgestellt. Das Buch ist daher auch der ideale Reiseführer in die deutschen Weinregionen.  Er zeigt dem Reisenden die Routen zu den Gütern, indem er die Anfahrtswege beschreibt, Anschriften und Öffnungszeiten vermerkt, Hinweise auf Verkostungsmöglichkeiten, Vinotheken, Gutsausschank und Verkauf enthält.

    Mehr über die Siegerweine und Ihre Erzeuger im aktuellen GAULT MILLAU WeinGuide: jetzt gleich bestellen! (29,95 EUR)

    Ein wesentliches Merkmal der deutschen Weinlandschaft ist ihre Vielfalt. Hier findet der Konsument eigentlich Weine für jeden Geschmack – er muss nur wissen wo. Dabei hilft der Gault Millau WeinGuide, der auch die neuen Trends der Weinszene widerspiegelt. Die Modeweine vom Sauvignon blanc bis zum Blanc de Noirs sind in diesem Führer mit ihren besten Exemplaren gelistet. Ausgefallene Rotwein-Cuvées haben ebenso ihren Platz wie die Klassiker, deren Pflege sich die Redaktion besonders verbunden führt. Dabei stehen der Spätburgunder und der Riesling im Vordergrund. Der Riesling allein bietet eine ungeheure Vielfalt. Im Gault Millau WeinGuide wird sein außerordentlich facettenreiches Spektrum aufgeblättert. Kein Weingut und kein Wein von Bedeutung fehlt in diesem Buch. Und dies unterscheidet den Gault Millau von allen anderen Publikationen und Wettbewerben. Erstmals werden in einer eigenen Liste leichter trockener Rieslinge auch Exemplare mit 11,5 und 11 Prozent Alkohol aufgeführt, einem vielfachen Genießerwunsch folgend.

  • Falstaff Weinguide 2010 - Die besten Weine Österreichs


    05.10.2010

    Alle 3.000 Weine aus dem »Falstaff Weinguide 2010« sind ab sofort auch über die Weinsuche auf falstaff.at abrufbar. Mit über 7.600 Weinen aus Österreich verfügt Falstaff über die größte Datenbank mit heimischen Kreszenzen. Insgesamt sind bereits über 9.000 Weine abrufbar und die Datenbank wächst laufend weiter. So entsteht ein überall abrufbares Wein-Archiv, das die Entwicklung der besten österreichischen  Winzer und deren Weinen dokumentiert. Die Weine sind nach dem internationalen 100-Punkte-System bewertet, alle aktuellen Weine über 90 Punkte wurden außerdem mit einer detaillierten Verkostungsnotiz von Chefredakteur Peter Moser versehen. Im Unterschied zu den anderen führenden Weinportalen der Welt wird die Weinsuche auf falstaff.at kostenlos angeboten. In der 2010er-Ausgabe des Falstaff-Weinguides wurden erstmals auch Schnapsbrenner beschrieben und 230 Destillate bewertet - alle diese Daten sind ab sofort ebenfalls über die Falstaff-Datenbank abrufbar. Die 1.100 Restaurants aus dem »Falstaff-Restaurantguide« runden das umfassende Online-Service ab.

    Mehr Infos unter:http://www.falstaff.at

    Das umfassendste Standardwerk in Sachen Spitzenkreszenzen – der Falstaff-Weinguide 2010 – ist ab sofort erhältlich. Falstaff-Chefredakteur und Weinguide-Autor Peter Moser legt damit zum 13. Mal seinen mittlerweile über 800 Seiten starken »Jahresbericht« zum Thema »Wein in Österreich« vor. Weinliebhaber dürfen sich auf einen umfassenden Leitfaden über kraftvolle Weißweine, zunehmend feinere Rotweine, hervorragende Süßweinen und dazu das Beste aus Südtirol freuen. Erstmals wurden auch ausgewählte Destillate der heimischen Edelbrenner in die Bewertung mit aufgenommen.

    Inhalt: Der »Falstaff-Weinguide 2010« umfasst 1500 Bezugsquellen. 433 österreichische - 31 Bio-Betriebe, 13 Neuaufnahmen - sowie 30 Südtiroler Weingüter mit insgesamt 3000 Weinen. Neu in der Bewertung: 29 Destillerien mit zirka 230 Bränden. inklusive Orientierungslandkarten, Hotel- und Restauranttipps

     

    Preis & Versandkosten Österreich: € 16,90 (inkl. USt. und Versandspesen). Dieser Preis gilt nur bei Versand innerhalb Österreichs.
    EU: € 16,90 (inkl. USt.) zzgl. € 8,– Versandspesen.

    Preis für alle anderen Staaten: Preise inkl. Versandkosten auf Anfrage.

     

  • Proensa 2010


    21.02.2010
    proensa 2010Andrés Proensa , 1958 in Madrid geborener Journalist, ist einer der bekanntesten und erfahrensten Experten für spanische Weine. Er schreibt seit Jahrzehnten für alle großen Gourmet- und Weinmagazine und war lange Jahre als Schöpfer und Chefredakteur des „Guia de Oro“ und der Zeitschrift „Vinos de Espana“ verantwortlich.

    Seit 2002 bringt er unter eigenem Namen seinen „Guia Proensa – Die besten Weine Spaniens“ heraus und etablierte sich schnell als Nr. 2 unter den spanischen Weinführern. Im Vergleich zum Guia Penin, überzeugen besonders die ausführlichen Beschreibungen der gelisteten Erzeuger und die Entscheidung, nur die besten Weine Spaniens aufzunehmen, was die Bewertungen im 100-Punkte-System als Vergleichsmaßstab wesentlich aussagekräftiger macht.

    In der aktuellen Ausgabe 2010 werden insgesamt 755 Weine von 311 Bodegas vorgestellt.

    Über die Hälfte davon repräsentieren mit 90 Punkten und mehr „Die Besten der besten Weine Spaniens“:

    Punkte Wein Produzent Region
    100 Amaren Temranillo Reserva 2004 Bodegas Amaren Rioja
    100 Vina El Pison 2007 Bodegas Artadi Rioja
    100 Pujanza Norte 2007 Bodegas Pujanza Rioja
    100 Amancio 2006 Vinedos Sierra Cantabria Rioja
    100 Malleolus de Valderramiro 2006 Bodegas Emilio Moro Ribera del Duero
    100 L' Ermita 2007 Alvaro Palacios Priorat
    99 Trasnocho Reserva 2006 Bodegas Fernando Remirez de Ganuza Rioja
    99 Maria Remirez de Ganuza Reserva 2005 Bodegas Fernando Remirez de Ganuza Rioja
    99 Propiedad 2007 Bodegas Palacios Remondo Rioja
    99 Cirsion 2007 Bodegas Roda Rioja
    99 Pujanza Cisma 2006 Bodegas Pujanza Rioja
    99 La Nieta 2007 Vinedos de Paganos Rioja
    99 Vina Sastre Pesus 2006 Bodegas Hermanos Sastre Ribera del Duero
    99 Valbuena 5° Ano Reserva 2005 Bodegas Vega Sicilia Ribera del Duero
    99 Pingus 2007 Dominio de Pingus Ribera del Duero
    99 Chivite Xoleccion 125 Vendimia Tarda 2007 Bodegas Julian Chivite Navarra
    99 Finca Dofi 2007 Alvaro Palacios Priorat
    99 Clos Mogador 2007 Clos Mogador Priorat
    99 La Faraona 2006 Descendientes de J. Palacios Bierzo
    99 Pedro Cimenez Viejo Dulce PX VDRS Osborne Jerez-Xeres-Sherry y Manzanilla de Sanlucar de Barrameda
    99 Termanthia 2006 Bodega Numanthia Termes Toro
    99 As Sortes Blanco 2008 Rafael Palacios Valdeorras
    98 Remirez de Ganuza Reserva 2005 Bodegas Fernando Remirez de Ganuza Rioja
    98 Vina Coqueta Reserva 005 Bodegas Fernando Remirez de Ganuza Rioja
    98 Hiru 3 Racimos 2006 Bodegas Luis Canas Rioja
    98 Gaudium Reserva 2004 Bodegas Marques de Caceres Rioja
    98 Dalmau Reserva 2005 Bodegas Marques de Murrieta Rioja
    98 ARO 2006 Bodegas Muga Rioja
    98 Roda I Reserva 2006 Bodegas Roda Rioja
    98 Artadi Pagos Viejos 2007 Bodegas Artadi Rioja
    98 San Vicente 2006 Senorio de San Vicente Rioja
    98 El Puntido 2006 Vinedos de Paganos Rioja
    98 Malleolus de Sanchomartin 2006 Bodegas Emilio Moro Ribera del Duero
    98 Vega Sicilia Unico Gran Reserva 2000 Bodegas Vega Sicilia Ribera del Duero
    98 Vega Sicilia Unico Reserva Especial Gran Reserva Bodegas Vega Sicilia Ribera del Duero
    98 Pago de los Capellanes Parcela El Picon 2004 Pago de los Capellanes Ribera del Duero
    98 Vall Llach 2007 Celler Vall Llach Priorat
    98 Manyetes 2007 Clos Mogador Priorat
    98 Gran Buig 2004 Viticultors Mas d'en Gil Priorat
    98 Do Ferreiro Blanco 2008 Bodegas Gerardo Mendez Rias Baixas
    98 La Ina Fino Lustau Jerez-Xeres-Sherry y Manzanilla de Sanlucar de Barrameda
    98 Tio Pepe Fino Gonzalez Byass Jerez-Xeres-Sherry y Manzanilla de Sanlucar de Barrameda
    98 Amontiallado 51 - 1a VDRS Osborne Jerez-Xeres-Sherry y Manzanilla de Sanlucar de Barrameda
    98 Quinta Fino Osborne Jerez-Xeres-Sherry y Manzanilla de Sanlucar de Barrameda
    98 Venerable Dulce PX VDRS Osborne Jerez-Xeres-Sherry y Manzanilla de Sanlucar de Barrameda
    98 Blecua 2004 Vinas del Vero Somontano
    98 Piedra Paredinas 2004 Bodegas Estancia Piedra Toro
    98 Alabaster 2007 Teso La Monja Toro
    98 Arinzano 2001 Senorio de Arinzano DO de Pago Arinzano
    98 Terreus 2005 Bodegas Mauro VDT Castilla
    98 Ossian Blanco Barrica 2008 Issian Vides y Vinos VDT Castilla
    97 Torre Muga 2006 Bodegas Muga Rioja
    97 Mirto 2006 Bodegas Ramon Bilbao Rioja
    97 Finca El Bosque 2007 Vinedos Sierra Cantabria Rioja
    97 Aalto PS 2006 Aalto Bodegas y Vinedos Ribera del Duero
    97 Peres Pascuas Gran Seleccion Reserva 2004 Bodegas Hermanos Perez Pascuas Ribera del Duero
    97 Hacienda Monasterio Reserva Especial 2005 Bodegas Monasterio Ribera del Duero
    97 Alion Reserva 206 Bodegas y Vinedos Alion Ribera del Duero
    97 Pago de Carraovejas Cuesta de Las Liebres 2005 Pago de Carrovejas Ribera del Duero
    97 Pago de los Capellanes Parcela El Nogal 2004 Pago de los Capellanes Ribera del Duero
    97 Sed de Cana 2007 Vinas del Jaro Ribera del Duero
    97 Maria Alonso del Yerro 2006 Vinedos Alonso del Yerro Ribera del Duero
    97 Ochoa Dulce de Moscatel 2008 Bodegas Ochoa Navarra
    97 Clos Martinet 2006 Mas Martinet Viticultors Priorat
    97 D.Pedro de Soutomajor Tempo Blanco 2004 Adegas Galegas Rias Baixas
    97 Veigadares Blanco 2008 Adega Galegas Rias Baixas
    97 Vina Mein Blanco 2007 Vina Mein Ribeiro
    97 Manuel Raventos Gran Reserva 2002 Brut Nature Raventos i Blanc Cava
    97 Pintia 2007 Bodegas y Vinedos Pintia Toro
    96 La Vicalanda Reserva 2004 Bodegas Bilbainas Rioja
    96 Digma 2006 Bodegas Castillo de Sajazarra Rioja
    96 Capricho de Landaluce 2006 Bodegas Landaluce Rioja
    96 Roda Reserva 2006 Bodegas Roda Rioja
    96 Esculle de Solabal 2005 Bodegas Solabal Rioja
    96 Valenciso Reserva 2004 Compania Bodeguerra de Valenciso Rioja
    96 Real de Asua Reserva 2004 Compania Vinicola del Norte de Espana (CVNE) Rioja
    96 Aurus 2005 Finca Allende Rioja
    96 Remelluri Coleccion Jaime Rodriguez 2004 Remelluri Rioja
    96 Valserrano Finca Monteviejo 2005 Vinedos y Bodegas de la Marquesa Rioja
    96 Arzuaga Reserva Especial 2004 Bodegas Arzuaga Navarro Ribera del Duero
    96 Abadia de San Quirce Finca Helena 2005 Bodegas Imperiales Ribera del Duero
    96 Chafandin 2007 Vinas del Jaro Ribera del Duero
    96 Chivite Coleccion 125 Blanco 2007 Bodegas Julian Chivite Navarra
    96 Chivite Coleccion 125 Reserva 2005 Bodegas Julian Chivite Navarra
    96 Mas La Plana 2005 Miguel Torres Penedes
    96 Lo Givot 2006 Celler del Pont Priorat
    96 Cols Fonta 2007 Viticultors Mas d'en Gil Priorat
    96 La Val Crianza Sobre Lias Blanco 2004 Bodegas La Val Rias Baixas
    96 Pazo de Barrantes Blanco 2008 Bodegas Pazo de Barrantes Rias Baixas
    96 Nora de Neve Blanco 2008 Bodega Vina Nora Rias Baixas
    96 Moncerbal 2006 Descendientes de J. Palacios Bierzo
    96 Gramona Ill Lustros 2003 Brut Nature Gramona Cava
    96 Turo D'en Mota de Recaredo 1999 Brut Nature Recaredo Cava
    96 Reliquia de Barbadillo Dulce PX Bodegas Barbadillo Jerez-Xeres-Sherry y Manzanilla de Sanlucar de Barrameda
    96 Amontillado del Duque VDRS Gonzalez Byass Jerez-Xeres-Sherry y Manzanilla de Sanlucar de Barrameda
    96 Capuchino Palo Cortado VDRS Osborne Jerez-Xeres-Sherry y Manzanilla de Sanlucar de Barrameda
    96 Sibarita Oloroso VDRS Osborne Jerez-Xeres-Sherry y Manzanilla de Sanlucar de Barrameda
    96 Vinas del Vero Clarion Blanco 2008 Vinas del Vero Somontano
    96 Vinas del Cenit VDC 2006 Vinas del Cenit Tierra del Vino de Zamora
    96 Cuitian Blanco 2007 Bodegas La Tapada Valdeorras
    96 4 Kilos 2007 4 Kilos Vinicola VDT Mallorca 
    95 Pontac 2005 Bodegas Luis Alegre Rioja
    95 Terran de Vallobera 2007 Bodegas Vallobera Rioja
    95 Pujanza 2007 Bodegas Pujanza Rioja
    95 Alfa Spiga 2004 Bodegas y Vinedos Ortega Fournier Ribera del Duero
    95 Cims de Porrerca Classic Carinena 2007 Cims de Porrera Priorat
    95 Nelin Blanco 2008 Clos Mogador Priorat
    95 Gran Veigadares Blanco 2005 Adega Galegas Rias Baixas
    95 Pazo de Senorans Seleccion de Anada Blanco 2004 Pazo de Senorans Rias Baixas
    95 Recaredo 2006 Brut Nature Recaredo Cava
    95 Barbadillo 30 Amontillado VDRS Bodegas Barbadillo Jerez-Xeres-Sherry y Manzanilla de Sanlucar de Barrameda
    95 Solear Manzanilla Bodegas Barbadillo Jerez-Xeres-Sherry y Manzanilla de Sanlucar de Barrameda
    95 Fernando de Castilla Classic Fino Bodegas Rey Fernando de Castilla Jerez-Xeres-Sherry y Manzanilla de Sanlucar de Barrameda
    95 Noe Dulce PX VDRS Gonzalez Byass Jerez-Xeres-Sherry y Manzanilla de Sanlucar de Barrameda
    95 Vina AB Amontillado Fino Gonzalez Byass Jerez-Xeres-Sherry y Manzanilla de Sanlucar de Barrameda
    95 Jorge Ordonez & Co. 3 Old Vines Dulce 2007 Jorge Ordonez & Co. Malaga
    95 Secastilla 2006 Vinas del Vero Somontano
    95 Numanthia 2007 Bodega Numanthia Termes Toro
    95 Arinzano 2002 Senorio de Arinzano DO de Pago Arinzano
    95 La Plazuela 2005 Bodegas Ercavio VDT Castilla
    94 Baron de Ley Finca Monasterio 2007 Baron de Ley Rioja
    94 Alba de Breton Reserva 2005 Bodegas Breton Rioja
    94 Cerrado del Castillo 2005 Bodegas Castillo de Cuzcurrita Rioja
    94 Castillo Ygay Gran Reserva Especial 2001 Bodegas Marques de Murrieta Rioja
    94 Marques de Murrieta Reserva 2005 Bodegas Marques de Murrieta Rioja
    94 Gloria de Ostatu 2005 Bodegas Ostatu Rioja
    94 Contino Gran Reseva 2004 Vinedos del Contino Rioja
    94 Sierra Cantabria Coleccion Privada 2007 Vinedos Sierra Cantabria Rioja
    94 Cepa 21 2006 Bodegas Cepa 21 Ribera del Duero
    94 Abadia de San Quirce 2006 Bodegas Imperiales Ribera del Duero
    94 Carmelo Rodero TSM 2005 Bodegas Rodero Ribera del Duero
    94 O. fournier 2004 Bodegas y Vinedos Ortega Fournier Ribera del Duero
    94 Flor de Pingus 2007 Dominio de Pingus Ribera del Duero
    94 Idus de Vall Llach Celler Vall Llach Priorat
    94 Ferrer Bobet Seleccio Especial 2006 Ferrer Bobet Priorat
    94 Finca Valinas Blanco 2008 Mar de Frades Rias Baixas
    94 Gomariz X Blanco 2008 Coto de Gomariz Ribeiro
    94 Pagos del Moncayo Garnacha 2007 Pagos del Moncayo Campo de Borja
    94 Traslanzas 2004 Traslanzas Cigales
    94 Grans Muralles 2004 Miguel Torres Conca de Barbera
    94 1730 Oloroso VDRS Alvaro Domecq Jerez-Xeres-Sherry y Manzanilla de Sanlucar de Barrameda
    94 La Gitana Manzanilla  Bodegas Hidalgo-La Gitana Jerez-Xeres-Sherry y Manzanilla de Sanlucar de Barrameda
    94 Fernando de Castilla Antique Dulce PX Bodegas Rey Fernando de Castilla Jerez-Xeres-Sherry y Manzanilla de Sanlucar de Barrameda
    94 solera BC 200 Oloroso Abocado Osborne Jerez-Xeres-Sherry y Manzanilla de Sanlucar de Barrameda
    94 La Canada Pedro Ximenez Dulce  Perez Barquero Montilla-Moriles
    94 Cabrida 2006 Celler de Capcanes Montsant
    94 Marques de Riscal Limousin Blanco 2007 Bodegas de los Herederos del Marques de Riscal Rueda
    94 Naiades Verdejo Blanco Barrica 2007 Bodegas Naias Rueda
    94 Gran Elias Mora 2005 Bodegas Elias Mora Toro
    94 San Roman 2006 Bodegas y Vinedos Maurodos Toro
    94 Victorino 2007 Teso La Monja Toro
    94 AN 2006 Anima Negra  VdT Mallorca
    94 Ribas de Cabrera 2007