Östlich von Florenz, hoch über dem Sievetal und der Gemeinde Rufina liegt inmitten der Weinberge das Weingut der Familie Renzo Masi, die Fattoria di Basciano.
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Der Wein selbst wird wird hier oben zur Zeit nicht ausgebaut, sondern in den modernen Kellereigebäuden im Ortszentrum von Rufina. Auf Basciano selbst werden jedoch immer noch die Trauben für den exzellenten Vin Santo getrocknet, da hier in luftiger Höhe die besten Bedingungen für die hohe Qualität des berühmten, edelsüssen Weines gegeben sind. Auch ein schöner Weinprobenraum und der Keller für die Holzfass-Reifung befinden sich im Gutsgebäude. Demnächst soll hier oben eine moderne Kellerei entstehen in der die Trauben der insgesamt 15ha Weinberge, bepflanzt mit Sangiovese, Colorino, Canaiolo, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah vor Ort ausgebaut werden sollen und der Wein zur Reifung gelagert werden kann.
Fattoria di Basciano ist heute ein Urlaubsdomizil wie aus dem toskanischen Bilderbuch.
Ein Turm aus dem 13. Jhdt. Überragt das Wohngebäude für Ferien auf dem Weingut.
Ringesherum sind Weinberge, Olivenhaine und Eichen-und Zypressenwälder. Der Gebäudekomplex aus dem Mittelalter ist seit 1932 im Besitz der Familie Masi. Erst vor kurzem wurden die Restaurierungsarbeiten erfolgreich abgeschlossen, durch die wesentliche Elemente der traditionellen Baukunst wie Architrave, Portale und Mauerwerke wieder sichtbar wurden. Hinter den meterdicken Mauern haben Anna Luisa und Renzo Masi mehrere bestens ausgestatte Appartements für 2 bis 5 Personen eingerichtet.
Auf der grossen Terrasse lässt es sich herrlich tafeln oder unterm alten Olivenbaum bei einer Flasche Wein einfach die wunderschöne Atmosphäre geniessen. Besonders zu empfehlen sind der Chianti Rufina von Fattoria Basciano sowie die beiden Supertoscans I Pini und Il Corto, in die neben Sangiovese auch Cabernet Sauvingon mit einfließt. Die Reben für diese beiden Weine wachsen in unmittelbarer Umgebung der Gutsgebäude. Die Weinberge wurden in den 90er Jahren von Paolo Masi, angelegt. Der Sohn von Renzo Masi ist nach seinem Agrarstudium in Florenz für die Leitung des Gutes verantwortlich und zeichnet für die spürbare Qualitätsentwicklung und das internationale Renommée des Gutes verantwortlich.
An warmen Tagen sorgt die großzügige Poolanlage direkt am Weinberg für Erfrischung.
Hier auf Basciano, obwohl nur 20 Minuten von Florenz enfernt, ist die Toskana noch sehr authentisch und vom ländlichen Dorfleben geprägt.
In der Umgebung gibt es gute und preiswerte Restaurants mit exzellenter und unverfälschter toskanischer Küche. Wenn Sie mal keine Lust aufs Restaurant haben finden sie in den Fleischereinen und Bäckereien im Dorf oder der phantastischen Markthalle von Florenz noch wirklich handwerklich hergestellte toskanische Spezialitäten. Dazu ein guter Wein und der Abend wird zum kulinarischen Erlebnis.
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Hier sehen Sie das Ergebnis einer genussvollen Woche auf Basciano
Die beste Reisezeit auch für Ausflüge nach Florenz, ins angrenzende Chianti Classico Gebiet, nach San Gimigniano oder Siena sind das späte Frühjahr nach Ostern und ganz besonders September und Oktober. Dann ist es draußen noch angenehm warm, man kann seinen Espresso noch im Freien genießen und es sich abends am Kaminfeuer auf Basciano gemütlich machen. In den umliegenden Wäldern findet man auch noch Esskastanien, die man schön geröstet zum Rotwein knabbern kann.
Basciano ist ein Eldorado für Gourmets und Weinliebhaber und ein idealer Ort um einfach nur für einige Tage die Seele baumeln zu lassen.
Für weitere Informationen und um einen freien Termin für eine Ferienwohnung zu finden,
rufen Sie am Besten bei der Fattoria Renzo Masi direkt an.
Fattoria di Basciano, Cantine Masi Renzo & C.
Viale Duca della Vittoria 159
50068 Rufina (FI)
TEL. +39 055 8397034
FAX +39 055 8399250
oder über das Buchungsportal Florenz online: http://www.fol.it/acc_main.aspx?t=2&az=541&id=991
Hier sehen Sie auch noch mehr Photos , den Lageplan und die aktuellen Preise.
Photos und Text: Angelika Heger
Zugegeben, der Toskana – Vergleich ist schon ein bißchen überstrapaziert. In diesem Falle trifft er jedoch wirklich zu. Wie die Toskana fasziniert auch die Südsteiermark als grandiose Gesamtkomposition – eine Wein-Kultur-Landschaft, die alle Sinne anspricht.
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Im Juli 2010 besuchten wir die südlichste Weinregion Österreichs und waren begeistert von diesem wildromantischen Hügelland entlang der Südsteirischen Weinstraße. Von Leutschach geht es über die Alte Steirische Weinstraße den Schloßberg hinauf bis zum höchsten Punkt auf über 900 m Höhe, dem kleinen Wallfahrtskirchlein Heiligenstein an der slowenischen Grenze.
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Dann am Grenzkamm Richtung Osten über den herrlichen Grenzpanoramaweg mit phantastischen Ausblicken auf die einzigartige Wein-Kultur-Landschaft mit steilen Weinterrassen, bunten Blumenwiesen und Wäldern. Und auf jeder der unzähligen Hügelkuppen steht inmitten der Weinberge ein wunderschönes Weingut nach dem Anderen, das mit seinem Buschenschank zum Verkosten und Genießen einlädt. Am besten macht man das auf Schusters Rappen.
Genusswandern heißt das Zauberwort. Vorbildlich markierte Rundwanderwege erschließen die abwechslungsreiche und malerische Hügellandschaft. Zahlreiche Buchschenschänken, Weingüter und Gasthöfe direkt am Wanderweg laden zu kulinarischen Zwischenstopps in traumhaftem Natur-Ambiente.
Der Weinbauer oder die Weinbäuerin erzählen gerne über ihre Liebe zum Wein und Weinmachen, der Wirt über seine Liebe zu regionalen Produkten. Das schmeckt man auch bei jedem Biss und jedem Schluck.
Quelle für die Karte: www.weinausoesterreich.at
Die Wein-Qualität ist insgesamt von beeindruckend hohem Niveau. Es gibt natürlich eine breite Spanne von schlichten einfacheren Weinen bis hin zur Weltklasse, aber nirgendwo haben wir einen schlechten Wein getrunken, allesamt waren sie blitzsauber, frisch und anregend und sehr viele einfach Spitze. Dazu genießt man die vorzüglichen Brettljausen. Vom hausgemachtem Speck und Käferbohnensalat bis zum Carpaccio vom Styra Beef und steirischen Schafskäsevariationen lassen die regionalen Spezialitäten keine Wünsche offen.
Im Mittelpunkt der Weinstraßen liegt der sogenannte Eory-Kogel mit einer Erhebung von 483 m. Von dort aus bietet sich eine traumhaft malerische Rundumsicht.
Auf dem Eory-Kogel steht die größte Weintraube der Welt aus Edelstahl und kunstvollen, farbigen Füllungen aus verschmolzenem Glas, die die Traubenperlen darstellen. Diese Traubendarstellung ist 5 m hoch, 4 m breit und fast 2 m tief.
Um auch den Jahresablauf des Weinbaues mit der Arbeit im Weinberg und der Vinifikation im Keller bis hin zum ersten Schluck des edlen Rebensaftes vor Augen zu führen, wurde vom Künstler Willi Trojan (verstorben 2010) diese Weintraube so kreiert, dass sie
- die 31 kleinen Blätter symbolisieren die Tage des Monats,
- die 12 mittelgroßen Blätter die Monate des Jahres.
Tolle Tipps zum Genusswandern, Informationen und Buchungsservice für Gästezimmer auf dem Winzerhof und vieles mehr finden Sie unter: www.rebenland.at
Die Südsteiermark steht für duftige, frische Weine, vor allem aus der Leitsorte Sauvignon Blanc.
"Doch auf den 1.950 Hektar Rebfläche ist genügend Platz für ein breites Sortenspektrum vom Welschriesling über Morillon (Chardonnay) und Gelbem Muskateller bis zum Gewürztraminer. Hier ist Weinbau allerdings Schwerarbeit, sind doch die meisten Rebflächen extreme Steilhänge. Die besten Weinberge liegen zwischen 400 und 600 m Höhe, auch das höchstgelegene Weingut Österreichs, das Weingut Moser auf 700 m gelegen ist hier beheimatet. So vielschichtig wie die Rebsorten sind auch die Böden, die im Weinbaugebiet Südsteiermark zur Verfügung stehen, von Sand und Schiefer bis zu Mergel und Muschelkalk. Feuchtwarmes, mediterranes Klima bestimmt den langen Vegetationsverlauf, kühle Nächte fördern die Entwicklung einer reichhaltigen Aromatik, die den Weißweinsorten zu Nuancenreichtum und Noblesse verhilft. Vom schlanken, fruchtbetonten Jungwein – als „Steirischer Junker“ Anfang November einer der Vorboten des neuen Jahrgangs – über die elegante Klassik-Linie bis zu hochreifen, extraktreichen Reserve- und Lagenweinen spielen die Winzer ihre Stärken aus. Speziell die Rebsorte Sauvignon konnte sich im Zuge der kontinuierlichen Weiterentwicklung an die Spitze emporarbeiten, und heute gehören die Sauvignons und Chardonnays aus der Südsteiermark zur Weltklasse." (www.weinausoesterreich.at)
Dies ist in erster Linie natürlich das Verdienst der 1986 gegründeten Gruppe der „Klassik-Winzer“ die sich mit ihren Weingütern ganz besonders für den typisch steirischen Wein im weiten Spektrum zwischen frischen und fruchtigen Weinen, die in ihrer Jugend das größte Trinkvergnügen bereiten bis hin zu hocheleganten und vielschichtigen Gewächsen mit enormem Reifepotenzial, engagieren:
Lagen: einige der besten Lagen der Südsteiermark, wie Hochgrassnitzberg oder Obegg (beide Große STK Lagen).www.polz.co.at
Zur Spitzenriege zählen weiter:

Lagen: Graßnitzberg, (Erste STK Lage) und Obegg (Große STK Lagen).
… Sortenaroma, Frische, Lebendigkeit und Leichfüßigkeit stehen hier im Vordergrund.
… Tiefe, Struktur, Volumen, Spannung, Langlebigkeit und die Vielschichtigkeit hochreifer Trauben prägen diese Weine, teils im abrundenden großen Holz, teils im stilgebenden kleinen Eichenfass ausgebaut. Besonders nach einigen Jahren der Reife sind diese Weine ein Gewinn.
Der Stermetzberg ist eine idyllische Natur-Oase, , zum Genießen und Entspannen und einfach nur die Seele baumeln zu lassen:
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Fam. Kögl - Weingut Kögl - www.weingut-koegl.com
Fam. Maitz – Weingut Wolfgan Maitz – www.maitz.co.at
Fam. Jakopé & Barthau – Weingut Kästenburg - www.kaestenburg.at
Und das Beste kommt zum Schluss:
Die beiden Brüder nützen das große Potenzial ihrer Lagen und keltern daraus Weine, die für Furore sorgen:
Aufgenommen in die Topp-Liste "Best of Austria 2009" von Wein.Pur für die kontinuierliche Qualitätsentwicklung der letzten Weinjahrgänge.
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Genau 20 Jahre nachdem René Barbier und seine vier Mitstreiter, José Luis Perez, Alvaro Palacios, Dafne Glorian und Carles Pastrana den gewaltigen Schatz der alten Terrassenweinberge des Priorats mit ihren über 100 Jahre alten Carineña- und Garnachareben entdeckten und mit dem Jahrgang 1989 einen ersten gemeinsamen Wein erzeugten, der international aufgrund seiner beachtlichen Qualität auf großes Interesse stieß, machten wir im Juni 2009 selbst vor Ort eine faszinierende Bestandsaufnahme über die gewaltigen Veränderungen in dieser relativ kurzen Zeitspanne.
Als die fünf Pioniere vor 20 Jahren die uralten, vergessenen Weinberge an den steilen Berghängen des wildzerklüfteten Talkessels im Hinterland von Tarragona entdeckten und die Einmaligkeit dieses Terroirs mit den extrem steinigen Licorella-Schieferböden für die Erzeugung großer Weine erkannten, begann ein neues Zeitalter für die über Jahrhunderte vom Kartäuserkloster Scala Dei geprägte Kulturlandschaft. Von der ursprünglich 12.000 ha umfassenden Rebfläche wurden gerademal 1000 ha mehr oder weniger von ein paar veralteten Genossenschaften bewirtschaftet, in den 11 Dörfern lebten überwiegend nur noch Rentner, die Jugend war weitgehend abgewandert in die großen Städte an der naheliegenden Küste.
Angespornt vom überwältigenden Erfolg ihres gemeinsamen Debütweins, gründete daraufhin jeder sein eigenes Weingut, um seine ganz individuellen Vorstellungen und Visionen eines modernen Priorat-Weines zu verwirklichen.
Die Weingüter René Barbier mit den Topweinen Clos Mogador und Clos Manyettes, Costers del Siurana mit Clos de L'Obac, Dafne Glorian mit Clos Erasmus, Mas Martinet mit Clos Martinet und natürlich Alvaro Palacios, mit dem legendären L 'Ermita und Finca Dofi gehören bis heute zur Spitze der mittlerweile in die höchste Qualitätskategorie D.O.Ca. (Denominación de Origen Calificada ) erhobenen Weinregion mit monumentalen Rotweinen, die zu den höchstbewertesten, begehrtesten und teuersten ganz Spaniens zählen. Nach den sensationellen Kritiken von Robert Parker mit bis zu 99 /100 Punkten für den Clos Erasmus im Jahrgang 1994 begann der große Zustrom ambitionierter Weinmacher und weckte das kleine abgeschiedene Tal endgültig aus seinem Dornröschenschlaf.
Die wertvollen alten Garnacha- und Carineñareben, die mit kaum 1000 hl/ha extrem niedrige Erträge erbringen, wurden rekultiviert und nehmen ungefähr zwei Drittel der Gesamtfläche ein. Viele brachliegende Steilterrassen wurden neu mit Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah und sogar Petit Verdot bepflanzt und gehen als optimale Ergänzung in kleinen Anteilen in die Cuvées mit ein.
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Heute gibt es im Priorat die stattliche Zahl von 82 Kellereien, die mittlerweile 1700 ha Rebfläche bewirtschaften. Allen gemeinsam ist das Bestreben, den anerkannt hohen Qualitätsstandard der Weine hochzuhalten, weil die Weinberge aufgrund der extremen Steillagen und den über 40°C heißen Sommertemperaturen äußerst schwierig zu bewirtschaften sind, ungewöhnlich niedrige Erträge bringen, aber nur mit herausragenden Qualitäten, die im Vergleich zu anderen Regionen wesentlich höheren Preise erzielt werden können, die für ein gesichertes Einkommen der Winzerfamilien absolut nötig sind.
Doch es waren nicht nur Investoren von außerhalb, die den wirtschaftlichen Aufschwung brachten, sondern alteingesessene Winzerfamilien faßten in der grandiosen Erfolgsspur neuen Mut, brachten ihre Weinberge und Keller wieder in Schuß, schafften sich neue Barriquefässer an und begannen mit und für die zurückkehrende junge Generation eine aussichtsreiche Zukunft zu gestalten.
Davon wollten wir uns selbst ein Bild machen und begaben uns am ersten Juniwochenende 2009 auf Entdeckungstour.
Entlang der Küstenstraße mit phantastischen Ausblicken aufs Mittelmeer, fuhren wir von Barcelona aus kommend ins Priorat. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehm sommerlichen Temperaturen verließen wir bei Tarragona die breite Küstenstraße und tauchten ein, in eine der beeindruckendsten Weinlandschaften Europas. Soweit das Auge reicht, erblickt man steil aufragende Weinberge mit den typischen, tief in den Schieferfelsen eingegrabenen Buschreben, umrahmt von der felsigen Bergkette des Montsantgebirges im Hintergrund. Dann mittendrin urplötzlich ein kleines mittelalterlich anmutendes Dorf: Wir haben Poboleda erreicht.
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MAS DOIX
Poboleda ist die Heimat der Familien Doix und Llagostera, die 1998 im neu erbauten Celler Mas Doix die über 150 Jahre alte Winzertradition wieder aufleben ließen und heute mit dem Mas Doix Salanques und dem Premiumwein Mas Doix Costers de Vinyes Velles zwei der besten Priorat-Weine erzeugen. Basis des Erfolgs sind auch hier die 70 bis 100 Jahre alten Weinberge, die in 350 - 400 m Höhe eine Gesamtfläche von insgesamt 12 ha einnehmen. Dorthin führt uns auch gleich der erste Weg nach der Ankunft und der herzlichen Begrüßung durch die Familie Llagostera in der Bodega. Über Stock und Stein geht es auf abenteuerlich engen Feldwegen steil hinauf in den ältesten Weinberg mit über 100 Jahre alten Garnachatrauben, deren baumdicke Wurzeln sich in den schwarzen Licorella-Schiefer eingraben um aus bis zu 100 m Tiefe an das im Sommer spärliche Wasser zu kommen. Señora Llagostera, die auch heute noch selbst mit großer Hingabe im Weinberg mitarbeitet ist die Freude an diesem wertvollen Rebschatz deutlich ins strahlende Gesicht geschrieben, als sie uns von den schwierigen und aufwendigen Bedingungen der Bewirtschaftung besonders während der herbstlichen Erntezeit erzählt. Absolute Schwindelfreiheit ist bei den steilen felsigen Hängen Voraussetzung. Die Trauben werden in kleinen Kistchen in unzähligen Fahrten mit dem Jeep in den Keller transportiert und sofort auf dem Selektierband sorgsamst handverlesen, um daraus in einem bis zu 5 Wochen dauernden Maischeprozess einen höchstkonzentrierten, extraktreichern Most zu gewinnen, der dann zur Reifung für mindestens 12 Monate in Barriques aus französischer Allier-Eiche gelegt wird. Ohne jegliche Schönung und Filtration werden die fertigen Weine dann zur weiteren Reife in die Flasche gefüllt.
Wieder zurück im Weinkeller dürfen wir den gerade erst vor 2 Wochen gefüllten, Jahrgang 2007 verkosten, der mit sich mit unglaublich weichen fülligen Fruchtaromen und fein ziselierten mineralischen Komponenten als ungeschliffener Rohdiamant präsentiert. Der große Mas Doix ist in der Nase noch verschlossen, am Gaumen begeistert er jedoch bereits jetzt mit perfekter hoher Fruchtreife, seine fein verwobene Tanninstruktur und der elegante, wohlproportionierte Körperbau versprechen ein tolles Potential.
Bis zum Frühjahr 2010 werden wir uns jedoch noch gedulden müssen, dann werden die Weine erst in den Verkauf gelangen. Nach den spektakulären Jahrgängen 2001, 2003, 2004 und 2005, die Robert Parker allesamt mit gigantischen 98/100 Punkten bewertete, folgt auf den jahrgangsbedingten "nur" mit 97/100 Punkten bedachtem 2006er, nun mit dem 2007er ein weiterer exzellenter Jahrgang, der von seiner Gesamtkomposition her noch höher einzustufen ist.
Aktuell präsentierte sich bei unserer Verkostung der Jahrgang 2006 mit seidig geschliffener Tanninstruktur in Höchstform und dürfte noch weiter zulegen.
Celler Vall Llach
Von Mas Doix ging es weiter noch Porrera, dem
Dorf der 1000 Sonnenuhren und zu Vall Llach. Celler Vall Llach gehört dem in Spanien äußerst populären katalanischen Liedermacher Luis Llach, dessen Mutter aus Porrera stammt und der als Kind hier viele unvergeßliche Sommerferien verbrachte. Gemeinsam mit José Luiz Perez von Mas Martinet der für den önologischen Part zuständig war, hatte er Anfang der 1990er Jahre mehr als Sozialprojekt die genossenschaftlich organisierte Kellerei Cims de Porrera gegründet, um die Landflucht vor allem der jugendlichen Bevölkerung zu stoppen und die uralten Weinberge vor dem Verfall zu bewahren. Nachdem der erste Jahrgang 1996 gleich wie eine Granate
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eingeschlagen war und sich auf Anhieb mit den Kultweinen L ‚Ermita und Clos Erasmus messen konnte, verkaufte er seine Anteile an Cims de Porrera und kaufte zusammen mit seinem Jugendfreund Enric Costa, der ein kleines Landhaus und einen kleinen Weinberg bei Porrera besaß, ab 1994 sukzessive eigene Weinberge auf und mehrere alte Gebäude mitten im mittelalterlichen Dorfkern von Porrera, die sie zum Celler Vall Llach ausbauten.
Der Önologe Salus Alvarez, der verantwortliche Weinmacher fährt mit uns hinaus zum auf 500m hoch am Gipfel gelegenen Weinberg "Tros del Mas de la Rosa" und erklärt uns das Mysterium von Boden, Klima und Trauben in diesem einsamen Landstrich. "Der Licorella-Schiefer ist durchlässig, dunkel glänzend und gleicht gebrochenem Granit. Die über 100 Jahre alten Reben wachsen darauf ziemlich anarchisch und ungeordnet. Die unterschiedlichen Hanglagen und Höhen bestimmen sehr deutlich die Charakteristik des Weines. Die Trauben, die in östlichen und nördlich ausgerichteten Lagen angepflanzt sind, zeigen entwicklungsfähige Fruchtaromen, während die Trauben aus Süd- und Südwest-Lagen deutlich wärmer geprägt erscheinen und sehr reife Fruchtaromen ausbilden. Die Cariñena-Rebe wächst in höheren Lagen über 300 m besonders gut und behält auch bei der dort herrschenden großen Sonneneinstrahlung ihre schönen frischen Fruchtnuancen, auch wenn die Alkoholgrade recht hoch sind. Der Vall Llach nimmt mit seinem relativ hohen Cariñena-Anteil eine Ausnahmestellung unter den Priorat-Weinen ein und demonstriert den einzigartigen Terroircharakter dieser komplexen, körperreichen Traditionsrebe auf vorbildlichste Weise.
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Davon können wir uns bei einer sensationellen Vertikalverkostung aller drei Weine Embruix, Idus und Vall Llach aus den Jahren 2004, 2005, 2006 und 2007 geleitet von Salus Alvarez am Abend im dörflichen Gemeinschaftshaus selbst überzeugen. Während die älteren Jahrgänge durch ihre Tiefgründigkeit und Komplexität beeindrucken, zeigt sich der frisch gefüllte 2007er mit jugendlichem Temperament und verführerischen Primärfruchtaromen, die den bei Mas Doix gewonnenen Eindruck bestätigen, dass wir uns auf außerordentlich gute Weine aus 2007 freuen dürfen.
Noguerals
Am nächsten und letzten Tag machen wir Station bei Familie Alzamore die mit ihrem ersten Priorat-Wein, dem Noguerals Abellars 2004 für mächtig Furore gesorgt hat.
Angespornt durch den großen Boom hatte die in der Nachbarregion Montsant beheimatete Familie das 4 ha große Weingut Mas de L'Abella im Priorat dazu erworben und einen jungen ehrgeizigen Önolgen engagiert, unter dessen Anleitung die Weinberge neu angelegt und bepflanzt wurden. Dann startete man durch, gründete die Bodega Noguerals (benannt nach den alten Nußbäumen der Umgebung) und begann sowohl die Reben aus den Montsant unter dem Namen Noguerals Corbatera als auch die Reben aus dem Priorat unter dem Namen Noguerals Abellars als eigenständige Weine in der jeweils eigenen Kellerei auszubauen. Die Trennung war aufgrund der strengen D.O.Ca. Bestimmungen, nach denen ein Qualitätswein innerhalb der Gebietsgrenzen vinifiziert werden muss, notwendig. So entstand inmitten der Rebanlagen, für den Abellars eine kleiner Keller,
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der nach und nach mit neuen Barriquesausgestattet wurde. Die Weinberge liegen hier an den sanften Ausläufen des Priorats,
die Schieferböden sind durchsetzt von losem Granitgestein, die frischen Winde vom Mittelmeer sorgen im weiter geöffneten Talbereich für eine kühlere, leichtfüßigere Stilistik der Weine als in den höheren Lagen im Zentrum. Die satten Brombeer- und
Kirscharomen werden superb ergänzt durch feine mineralische Noten und wilde Kräuter. Seidig weiche Tannine umgarnen verspielt die komplexe, reichhaltige Aromenfülle und verstärken die überragende Eleganz.
Der Premieren-Jahrgang 2004 dieser kleinen, völlig unbekannten Bodega war die Sensation schlechthin und wurde mit 96/100 Punkten für den Noguerals Abellars bzw. 95/100 Punkten für den Noguerals Corbatera in die Spitzenliga katapultiert. Doch diese Qualität war keine Eintagsfliege. Wir verkosteten dazu jeweils die Jahrgänge 2005, 2006 und 2007 und waren auch hier begeistert von der brillanten, tiefen Fruchtaromatik und dem filigran, frischen Charakter der Weine.
Angelika Heger